2016

2016


Tag 11

23.09.2016

Trier - Koblenz - Wien mit dem Zug

Monika fährt übers Wochenende nach Klausen zum Pilgertreffen, ich nach Hause. Eine lange Fahrt mit vielen Verspätungen 😩. Es war recht interessant den gegangenen Weg mit dem Bummelzug von Trier nach Koblenz zu erleben. Außerdem hatte ich eine nette Nachbarin, eine ältere Dame, die mir noch einiges über die Weinlese erzählte. Der Mosel-Camino war einfach nur schön, mit Monika war alles recht harmonisch, zu schnell waren wir am Ziel. Sehr wenig Asphalt und viel Natur, oft durch den Wald, ja und durch die Weinberge natürlich. Herrliche Aussichten auf die Mosel und den Ortschaften mit den, für uns ungewöhnlichen, Fachwerkhäusern. Unbedingt zu erwähnen, die zahlreichen Burgen am Weg, wo wir manchmal die Zeit vergaßen 🙄. Zwar sind die Berge kaum höher wie 400m, dafür oft sehr steil und viel auf und ab, wo wir ganz schön ins Schwitzen kamen. Der Weg ist hervorragend mit gelben Muschel und Pfeilen beschildert, manchmal recht besonders auf Vogelnistkästen, Fledermauskästen oder Insektenhotels 😍. Mit allen Unterkünften waren wir zufrieden, die Menschen am Weg sind freundlich und hilfsbereit. Fünf Pilgerinnen trafen wir, das hat uns sehr gefreut, damit hatten wir gar nicht gerechnet. Der Wettergott war uns freundlich gesonnen, tagsüber gab es nie Regen, viele Sonnentage waren dabei, naja wenn Engerl reisen 😊. Auf mich wartet zu Hause eine Belohnung, vom Otto ein Apfelstrudel 😋.

Na dann, bis zur nächsten Wanderschaft

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Tag 10

22.09.2016

Trier Touristentag - 10km zu Fuß

Nach dem Frühstück zur Porta Nigra, die auch innen sehr mächtig ist. Noch imposanter allerdings ist die dazugehörige Geschichte. Ein Ticket für eine Bus-Stadt-Rundfahrt gekauft und zum Dom geschlendert. Alles scheint da groß und mächtig zu sein, wir kamen mit dem Fotografieren nicht nach. Zu unserer Freude trafen wir im Dom Sabine und später vor dem Dom Karin und Hannelore :-). Verabredung für eine Ankunfts bzw. Abschiedsfeier am Abend und noch schnell ein Foto beim Sagenstein neben dem Dom. Die freundliche Liebfrauenkirche befindet sich gleich im Anschluß vom Dom, danach war ein Eis und eine Pause fällig. Der Bus führte uns zur Römerbrücke, vorbei an der Barbara und Kaisertherme. Besichtigung des Amphitheaters und der Konstantinbasilika, die wiederum riesig ist. Zum Abschluss dann die spannende Geschichte der Porta Nigra, wo sich im Jahre 1020 ein Mönch einmauern ließ. Nach dem Tod sprach man ihn heilig, er wurde im Erdgeschoß bestattert und dem Tor wurde zu seinen Ehren, eine Doppelkirche angebaut. 1804 begann, durch Napoleon, der Rückbau dieser Kirche. Rund um den Marktplatz stehen so unterschiedlich, liebliche Häuser mit dem Rathaus. Noch zur St. Gangolf Kirche, danach absolut genug Kultur fanden wir. Einen lustigen Abend mit den "Pilgermädels" verbracht und vorbei ist wieder einmal ein wunderschöner Jakobsweg. Traurig darüber sind M + R

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Tag 9

21.09.2016

Schweich - Trier  24km (164km)

Der letzte Pilgertag, bereits am Morgen Sonnenschein, später mit  blauen Himmel, eine richtige Belohnung. Noch die St. Martin-Kirche in Schweich besucht, von dort ging's zur Stadt hinaus was sich zog wie ein Strudelteig. Beim Wanderparkplatz steht eine Jakobusstatue mit der Kilometerangabe, 2395km nach Santiago de Compostela. Heut ist es nicht so weit, also noch ein kleiner, im Buch empfohlener Umweg zur Marienkapelle mit einem Heilbrunnen. Schöner Weg durch eine Allee mit Kreuzwegstationen . Weiter, zur Abwechslung vorbei an Äcker, durch den Wald zur Heidekapelle, ein weiterer Kreuzweg führte uns hinunter nach Ehrang. In der Bäckerei ein Riiieeesenstück Zwetschkenkuchen gekauft, den wir im Eisgeschäft, mit Milchkaffee verdrücken durften . Hinauf auf die Bausch und den Galgenberg, dann ein ganz schön steiler, rutschiger Weg, teilweise mit Treppen, hinunter nach Biewer. Da gesellt sich ein dritter Jakobsweg, der von Köln kommend, dazu. Das letzte Mal über einen Berg, heul. Ein wunderschöner Wanderweg auf einem herrlich weichen Boden, immer entlang der Mosel und den Blick auf Trier und dazu dieses Wunschwetter. Bei fast jedem Bankerl mit Aussicht MUSSTE eine Pause sein, so langsam wie möglich wollen wir Trier erreichen. Auf der Kaiser-Wilhelm-Brücke wird die Mosel überquert. Richtung Altstadt erreicht man das gut erhaltene römische Stadttor, die Porta Nigra. Ein Überbleibsel der Stadtmauer und das Wahrzeichen von Trier. Sehr imposant und mächtig steht es da. Dunkel verfärbte sich der Sandstein, im Laufe der Zeit, an der Oberfläche. Durch die Fußgängerzone zum Dom, wo sich vis-a-vis das Pilgerbüro befindet. Dort gab es einen Pilgerstempel für unseren Ausweis und zwei Einzelzimmer bei den Schwestern im St. Josefstift wurde uns auch organisiert, juhu. Morgen wird Trier "unsicher" gemacht, darauf freuen sich M + R

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Tag 8

20.09.2016

Monzel - Schweich  32km (140km)

Mit den anderen drei Pilgerinnen, Sabine, Karin und Hannelore gefrühstückt, Banane gekauft und ab ging die Post. Fast der gesamte Weg war heute wieder wie wandern bei uns irgendwo. Nur zwischendurch die Mosel haben wir nicht und die unglaublich vielen Weinberge vielleicht auch nicht. Über den ersten Berg war  Nebel und ein leichtes Nieseln das sich aber bald legte. Wir waren flott in Klausen, einem Wallfahrtsort. Dort treffen sich der Mosel-Camino und der Eifel-Camino. Nach der Besichtigung der Kirche, im unglaublich gemütlich Kloster-Café ein Kaffeetscher geschlemmt, Sabine aus Bonn kam auch dazu. Dort meinte Monika, dass wir heute zwei Etappen gehen könnten, da diese sehr kurz sind. Mir war es sehr recht, dann blieb mehr Zeit für Trier 👍. Also Verabschiedung von Sabine, sie will heute nur bis Klüsserath. Auf und ab zum Krameserberg und zur Waldkapelle. Ab Klüsserath überall wo man hinschaut Weinberge, Weinberge......echt arg, manche so steil, dass einem beim Hinunterschauen schwindlig wird. Wie da die Weinlese sein wird fragen wir uns. Nur eine Tankstelle für hungrige Pilger gab es  keine 😩. Unsere letzten Vorräte auf einem Bankerl aufgefuttert und wieder steil hinauf zu den Weinbergen. Die wunderschöne Aussicht bewundert und ein Zimmer in Schweich reserviert. Ein Stück Höhenweg entlang der Mosel, dann leider wieder hinunter, damit sich der letzte Berg von heute noch so richtig schön auszahlt 🙄. Durch den Schweicher Stadtwald erreichten wir Schweich, eine überraschend große Stadt. Ein Weinbauer erklärte uns den Weg zur Weingut-Pension Schiff, unserem heutigen Quartier das wieder sehr nett ist. Noch 1km, der uns unheimlich lang vorkam, zu einer Futterstelle gehatscht, wo uns das Essen erstmals nicht so recht überzeugte.  Zur Unterkunft zurück geschlichen, unseren Füßen reicht es, sie wollen Ruhe, wir auch 😴. Bis morgen sagen M + R

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Tag 7

19.09.2016

Traben-Trabach - Monzel  19km (108km)

Vier Pilgerinnen sind gestern noch gekommen, um den Frühstückstisch war es heut ein richtiges Pilgerfeeling :-). Wie schon so oft, Aufstieg in die Weinberge und anschließend in den Wald, diesmal wie wandern in der Steiermark. Bei der Hundsrückhöhe ging's hinunter nach Bernkastel, einem eingezwängten Ort mit vielen Touristen. Die nette Dame in der Touristeninfo reservierte für uns ein Zimmer in Monzel. Über die Brücke kommt man nach Kues und zum Geburtshaus von Nikolaus von Kues, wo wir einen Stempel für unseren Pilgerpass ergatterten. Entlang vom Radweg und der Mosel erreichten wir Lieser, wo eine Kaffee-Pause fällig gewesen wäre. Alles hatte zu, die sind wohl von den Touristen bereits befreit. Auf einer Parkbank trafen wir wieder die drei Pilgerinnen mit dem selben Unterkunfts-Ziel. Gemeinsam starteten wir, den für heute letzten Teil durch die Weinberge, mit einem herrlichem Blick ins Tal und hervorragenden Weintrauben. Monzel ist ein Winzerort und wir schlafen im Weingut zur Traube. Heut war der Tag nicht anstrengend aber trotzdem sind wir müde, also ab in die Falle. Tschüss sagen M + R

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Tag 6

18.09.2016

Bullay - Traben-Trabach  28km (89km) (mit Umweg zum Aussichtsturm Prinzenkopf)

Letzte Nacht hat es ordentlich geregnet, in der Früh zum Glück nur mehr dunkle Wolken. Uns am tollen Frühstücksbuffet gelabt, los ging's, über die Doppelstockbrücke zur anderen Seite der Mosel. Dort trafen wir Sabine, eine der Pilgerinnen. Gemeinsam stapften wir hinauf zur Marienburg. Einen Umweg zum Aussichtturm Prinzenkopf hatten wir uns auch noch eingebildet, war aber wirklich eine grandiose Aussicht rund um. Weiter durch die Weinberge, wo wir uns einige Kostproben der Weintrauben erlaubten, so wie auch von den, in diesem Gebiet bekannten, roten Weinberg-Pfirsichen . Unterwegs waren einige Tratschgelegenheiten, so kamen wir etwas verspätet in Zell an, wo eine Kaffeepause nötig war. Ein Stück der Mosel entlang, dann ein wirklich steiler Aufstieg zum Bummkopf, immer wieder herrliche Ausblicke auf die Mosel und den Ortschaften. Der Wald ähnelte wieder einen Märchenland, ganz viel Laub liegt schon. Die Einheimischen erzählten uns, nicht vom Herbst, sondern alles vertrocknet da zwei Monate kein Regen war. Oben angelangt hängt ein Strick mit Schlinge, sehr makaber fanden wirHinunter nach Enkirch verloren wir kurz die Wegmarkierung, das macht einem etwas unsicher aber unsere Nase führte uns sicher durch die Weingärten Richtung Kaffeehaus. Viele, viele Treppen und ein steiler Anstieg brachten uns wiederum aufwärts. Oben dann die Belohnung, über den Moselsteig, auf und ab entlang der Mosel bis Starkenburg, traumhaft schön. Auf dem Weg zur Ruine Grevenburg rutschte uns fast das Herz in die Hose. Zwei aggressive Hunde, die nicht auf deren Besitzer reagierten, liefen auf uns zu. Ich habe sie mit meiner Trillerpfeife vom Rucksack zum stehen gebracht? Immer wieder wollten sie Anlauf nehmen aber die Pfeife war zu unangenehm oder Respekt vor den Stecken zu groß oder wir nicht mehr knusprig genug? Egal, sie hauten ab und wir mit zittrigen Knien ebenso. Noch bei der Ruine, im Gasthaus einen Pilgerstempel bekommen und steil hinunter, durch die Weinberge nach Trarbach zu unserer Pilgerherberge " Alte Lateinschule", die zur evangelischen Nikolaskirche dazugehört, so nett. Die Kirchenglocken gratulierten uns beim Einmarsch und ein Glockenspiel spielte "Guten Abend gute Nacht" ⭐️. Juhu, die Wäsche wird uns gewaschen und getrocknet. So können wir gemütlich zum Abendessen ins Dorf und uns bedauern, weil der Tag heut so anstrengend war. Mahlzeit sagen M + R

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Tag 5

17.09.2016 Treis-Karden - Beilstein 17km (61km) Beilstein - Bullay Schiff Nebel am Morgen, Regen war angesagt aber alles kam anders, nämlich herrlich, sonniges Wanderwetter . Nach dem Frühstück und eingepackter Jause, versuchten wir über die Infostelle ein Zimmer in Bullay zu bekommen. Der Herr war nicht sehr hilfsbereit, es wäre nicht seine Zuständigkeit, das fanden wir gar nicht nett. Also stapften wir trotzdem gut gelaunt, hinauf in den Wald und über den ersten Berg. Wandern wie im Wienerwald, wahrscheinlich extra für uns damit wir nicht Heimweh bekommen. Hinunter zum Kloster Maria Engelport, wo wir uns einen Kaffe erhofften. Obwohl es dort angeblich 45 Zimmer gibt, sah das Kloster ziemlich verschlossen aus, nix Kaffee . Weiter ging es aufwärts auf einem schmalen Waldweg, total schön, wie in einem Märchenwald. Bemooste Bäume kreuz und quer, ein kleiner Bach und eine herrliche Ruhe. Auf einer Lichtung hockten wir uns in die Wiese, schnabulierten unsere Jause und genossen den herrlichen Ausblick. Unglaublich viele Motorradfahrer waren unterwegs aber wir trafen keine  Wanderer. Durch einem Laubwald mit reichlich trockenem Laub, ging's abwärts nach Beilstein, wo über dem Ort die Burg Metternich thront. Im Kloster-Café trafen wir die drei Pilgerinnen von gestern und endlich gab es für uns den verdienten Kaffee mit Kuchen. Beilstein wird als besonders hübsche Ortschaft beschrieben. Für mich ein Ort, ausschließlich für den Tourismus aber hübsch ist er natürlich trotzdem :-). Für den restlichen Weg genehmigten wir uns eine Moselfahrt, die wir nicht bereuten. Vorbei bei kleinen kleinen Dörfern, kilometerlangen, unglaublich steilen Weinbergen, echt faszinierend. Zimmer hatten wir noch immer keins, irgendwie waren wir deshalb gar nicht beunruhigt, obwohl wir bereits zwei Absagen hatten. Mit viel Glück und Helferleins, erwischten wir das letzte Doppelzimmer im Ort, juhu. Sehr humane €45 im Hotel Mosella, inclusive Frühstücks und Abendessen-Buffet. Genau das Richtige für hungrige Pilger. Wau, wir sind vollgefuttert und angenehm müde. Bis morgen sagen M + R PS.: Ständig werden wir gefragt ob wir aus Bayern sind :-).

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Tag 4

16.09.2016

Alken - Treis-Karden  23km (44km)

Bis jetzt war der Weg hervorragend gekennzeichnet. Blaue Muscheln, gelbe Pfeile, die oft auf Vogel-Nistkästen, Fledermauskästen oder Insektenhotels aufgetragen wurden :-), sehr nett. In der Nacht hat es geregnet, heut war gutes Wanderwetter. Die Familie Eppelsheimer verwöhnt die Pilger mit einem guten Frühstück und eine Jause wurde uns auch noch eingepackt. Alles auf Spendenbasis 😍. Nachdem die Mosel überquert war, ging es an ihr entlang zwischen Bahngleis und Weingärten, bis Hatzenport. Wunderschöner Aufstieg auf einem schmalen Waldweg Richtung Lasserg, entlang der Hochebene, immer die Mosel im Blick, richtig kitschig schön 👍. Viele Wanderer waren unterwegs, darunter auch Pilgerinnen, die wir immer wieder trafen. Durch den Wald, ging's stetig bergab zur Burg Eltz. Die steht dann plötzlich in voller Pracht, wie in einem Märchen vor einem. Sie ist eine der bekanntesten Burgen Deutschlands und auch eine von den wenigen, die nie durch kriegerische Auseinandersetzungen zerstört wurde. Nach einer Führung, Begutachtung und Stärkung, ging es nach über zwei Stunden Aufenthalt wieder in den Wald, und hinauf und hinauf.......keuch, keuch. Vorbei am Klickerhof, durch einen Buchsbaumlehrpfad hinunter bis zu einer gut besuchten Schutzhütte. Wo sich die Mosel wieder einmal in voller Schönheit, mit Treis-Karden präsentierte. Ein steiler Waldweg hinunter nach Karden. Noch über die Moselbrücke nach Treis, zu unserem netten Gästehaus Löhr. Heut haben wir Flammkuchen gegessen, beide zum ersten Mal 😋. Tschüss, bis morgen sagen M + R

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Tag 3

15.09.2016 Koblenz - Koblenz-Stolzenfels mit dem Bus Koblenz-Stolzenfels - Alken 21km Verabschiedung von Bruder Alfons-Maria, er erklärte uns noch wie wir zu Fuß zum Schloss Stolzenfels kommen. Wir beschlossen aber, bis zum Aufstieg zum Schloss, mit dem Bus zu fahren, denn eigentlich beginnt erst da der Mosel-Camino. In Koblenz herumgeirrt, bis wir endlich den geeigneten Bus fanden. Wahrscheinlich wären wir zu Fuß eh schneller gewesen ;-). Gleich zu Beginn zeigte uns die blaue Muschel den Aufstieg zum Schloss. Er war steil aber kurz und herrlich durch den Wald. Prächtig steht das Schloss auf einem Felsen. Im schönen Schlossgarten herumspaziert und die herrliche Aussicht zum Rhein und der Umgebung bewundert. Bei der Führung hab ich mir gemerkt, dass es die Sommerresidenz vom König Friedrich Wilhelm IV von Preußen und Königin Elisabeth von Bayern war. Ah ja der "Kölner Dom", ein Kunstwerk aus Zucker, schmückt einen Raum seit 18hundert-irgendwas, wau. Damit der alte Parkett nicht beschädigt wird, mussten wir mit Filzpantoffel die Böden polieren. Mittlerweile war es 11:00 geworden und unsere Füße wollten endlich losdüsen. Es erwartete uns ein durchgehend schöner Wanderweg durch den Koblenzer Stadtwald. Den Merkurtempel wollten wir besuchen, da sind wir leider vorbei gegangen, vielleicht zu viel getratscht? Wir erreichten Waldesch und übersahen in Naßheck eine Abzweigung, wir tratschen zu viel :-). Also ein Stück zurück mit uns, sagt das Buch. Dafür gab es bald danach ein Kaffeetscherl bei einer Tankstelle, wo wir zwei Pilgerinnen mit dem selben Ziel trafen. Noch ein Stop bei der sehr alten Wallfahrtskirche Bleidenberg und den wunderschönen Blick hinunter nach Alken, zu den Weinbergen und erstmals zur Mosel genossen. Der steile, steinig, rutschige Moselsteig führte uns nach Alken und zu unserer Pilgerherberge, wo wir herzlich empfangen wurden. Die Wäsche und uns gesäubert, in einer Pizzeria an der Mosel unsere Bäuche zufrieden gestellt, danach ab in die Waagrechte. Gute Nacht sagen M + R

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Tag 2

14.09.2016

Koblenz Touristentag - 14km zu Fuß

Nach einem guten Frühstück ging es los, um Koblenz zu erforschen. Wenn wir schon einmal da sind, müssen wir einer der ältesten Städte Deutschlands, schon etwas Zeit widmen. Gleich ums Eck unserer Unterkunft, steht die hübsche Liebfrauenkirche. Sie ist die älteste Kirche von Koblenz und steht am höchsten Punkt der Stadt. Vom Deutschen Eck, wo die Mosel in den Rhein fließt, ging es mit der Gondel hinauf zur gewaltigen Festung Ehrenbreitstein. Eine riesige Gartenanlage erwartete uns da oben, in der Festung zahlreiche Museen, herrliche Ausblicke nach Koblenz und der Umgebung. Man könnte sich einen ganzen Tag dort aufhalten. Am Nachmittag ging's  mit der Gondel wieder abwärts. Die Kastor-Kirche noch besichtigt und juhu, mit einem kleinen Zug eine Runde durch die Altstadt, um unsere Fussis zu schonen 🙄. Eigentlich wollten wir uns danach, über den morgigen Weg nach Koblenz-Stolzenfels informieren. Statt dessen bot sich eine Rhein-Mosel-Schifffahrts-Runde an, da konnten wir natürlich nicht widerstehen 😎. Noch zur Historiensäule, mit der 2000jährigen Geschichte der Stadt, in 10 Bildern von der Römerzeit bis heute erzählt. Zum Jesuitenplatz, mit dem Rathaus und dem Schängelbrunnen, wo eine Statue die Besucher alle paar Minuten mit einem Wasserstrahl überrascht. Vorbei an einem Haus wo ein augenrollender Kopf, zur jeder vollen Stunde den Besuchern die Zunge herausstreckt. Danach hatten wir absolut genug von den Sehenswürdigkeiten. Es war ein gelungener Tag den wir müde aber zufrieden in einem Biergarten an der Mosel ausklingen lassen. Bis morgen sagen M + R

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Mosel Camino Tag 1

13.09.2016 Wien - Koblenz mit dem Zug Wieder einmal ein Jakobsweg, der Mosel-Camino soll es diesmal sein, mit Monika einer Pilgerfreundin. Ungefähr 180km, von Koblenz-Stolzenfels nach Trier. Erstmals ein Pilgerweg ohne Otto, ihm reicht es für dieses Jahr, zu Hause ist es auch schön meint er, da hat er wohl recht. Zugegeben, etwas ungewohnt war das schon und a bissi nervös war ich auch aber am Bahnhof siegte die Vorfreude. Acht Stunden mit dem Zug, wie steh ich das durch. Recht gut hat sich herausgestellt. Zwei Frauen finden immer einen Gesprächsstoff, ein Bordrestaurant gab es auch, also verging die Zeit recht schnell. Freundlich wurden wir bei den Barmherzigen Brüdern von Bruder Alfons-Maria empfangen, wo wir für zwei Nächte ein Zimmer reserviert hatten. In der Altstadt ein nettes kubanisches Lokal fürs Abendessen entdeckt und ein Riesen-Wrap verdrückt. Noch entlang der Mosel zum deutschen Eck, mit dem wuchtigen Kaiser Wilhelm-Denkmal, spaziert. Danach schnell ab in die Falle, sind richtig müde geworden. Gute Nacht sagen M + R

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Weinviertler Jakobsweg Tag 10

Brunn im Felde - Krems an der Donau 11,1km (229,7km) Noch einmal ein Verwöhn-Frühstück und los ging's Richtung Krems, die letzten Kilometer auf dem Weinviertler Jakobsweg, eigentlich nur mehr ein Spaziergang. Bald waren wir in Gedersdorf, der Eingang zur Wachau. Die Einwohner wollen die Kirche ausmalen und waren bereits fleißig am Räumen, so eine nette Gemeinschaft fanden wir :-). Durch die Kellergasse, hinauf und entlang der Weinberge bis zum Ziel. Ein sehr schöner Weg mit einem herrlichen Panorama, immer Stift Göttweig und Krems im Blickfeld. 2013 waren wir auf der anderen Seite der Donau, in gleicher Richtung, unterwegs nach Santiago de Compostela. Vorbei bei Rohrendorf, mit der angeblich größten Weinkellerei und der längsten Kellergasse von Österreich. In einem kleinen See spiegelten sich die BäumeWeingärten und Weinberge soweit das Auge reicht. Über die Ried Sandgrube 13 erreicht man Krems und die Altstadt. Am Ende der Fußgängerzone, vor dem Steiner Tor, übersahen wir durch das Gewusel der vielen Menschen die Bürgerspitalskirche. Sie ist das Etappenziel vom Weinviertler Jakobsweg. Die Pilgerurkunde im Tourismusbüro abgeholt, uns einen Kaffee gegönnt und mit dem Zug nach Wien gefahren. Der Weinvierler Jakobsweg von Brünn bis Krems ist recht schön, ungefähr die Hälfte des Weges ist flach, für uns zuviel. Die Menschen in den Dörfern sind nett und hilfsbereit, immer für ein Plauscherl bereit 😊. Der Weg ist durchgehend, besonders in Österreich, sehr gut markiert, ein großes Lob 👍. Unsere Quartiere waren alle hervorragend, so richtig zum Wohlfühlen. Eventuell sollte man vorreservieren, wir mussten einmal nach Hause fahren, da es keine Übernachtungsmöglichkeit für uns gab. Zwischendurch war die Infrastruktur nicht so gut, zum Glück gibt es auch in den kleinen Dörfern Friedhöfe, da findet man immer Wasser . Nur über die Pollauer Berge, Richtung Mikulov und hinauf zum Michelberg trafen wir Wanderer, sonst waren wir immer alleine unterwegs. Hasen, Rehe und am letzten Tag viele Zieseln kreuzten unsere Wege. Adios bis zum nächsten Jakobsweg, sagen O + R
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Weinviertler Jakobsweg Tag 9

Unterstockstall - Brunn im Felde 24.1km (218,6km) Frühstück im Garten, die Familie Cerny war bereits fleißig, sie haben heute ein Gartenfest. Durch die Kellergasse wird der Ort verlassen, bald waren wir in Kirchberg am Wagram, wo wir laut unserem Gastgeber, unbedingt die Wallfahrtskirche Maria Trost besuchen müssen. Sie sei die schönste Kirche vom Weinviertel :-). Eine Frau vor der Kirche gab uns noch den Tipp hinter dem Altar zu gehen, da steht eine Säule von 1747, die sieht man vor dem Altar nicht, nur die Mutter Maria die draufsteht. Über denn Weg heute? Eben, Felder............ Durch Engelmannsbrunn, danach eben, Felder........Ober uns dunkle Wolken und Donner aber vor uns sah der Himmel recht freundlich aus. In Fels am Wagram eine nette Abwechslung. Neben der Kirche ein schöner Park im Schatten, mit Brunnen. Ein Holzturm dient als Informationstafel für den Ort. Rundum sind kleine Häuser befestigt, Bäckerei, Amtshaus, Friseur, Bank........, so lieb. Am Ende vom Park steht der heilige Nepomuk zwar im Schatten, trotzdem haben sie ihm einen blechernen Sonnenschirm verpasst 😎. In einer urigen Imbissstube haben wir Kaffee geschlemmt. Vom Eingang bis in den Garten sind nur Sachen vom Flohmark, alles liebevoll dekoriert. Eben, Felder.......In Etzdorf von der Jakobskirche wieder einen Stempel geholt. In einer Pizzeria noch vor dem zusperren einen Apfelstrudel bekommen 😋. Es gäbe dort einige Einkehrmöglichkeiten aber alle haben Mittagspause. Zu eben und Felder gesellte sich kurz eine schöne Aulandschaft, entlang vom Fluss Kamp, wo wir etwas Schatten bekamen. Auf jeden Fall war der Weg heute sehr vorausschauend, wir sahen immer die nächste Otschaft 🙄. Von unserem Balkon im Gästehaus Hermi, sehen wir zu den Weinbergen und zum Stift Göttweig 👍. Werden grad im Garten von Frau Hermi mit Kaffee und selbstgemachten Kuchen verwöhnt. Im Ort gibt es einen Heurigen, den werden wir sicher auch noch besuchen. Der Tag war heut sehr heiß, anstrengend und weil nur eben, auch a bissl fad. Bis morgen sagen O + R

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Weinviertler Jakobsweg Tag 8

Stockerau - Unterstockstall 28.1km (194,5km) Wieder einmal mit der Schnellbahn, diesmal zurück nach Stockerau. Im Eis-Cafe gefrühstückt, wer weiß wann es Nachschub gibt. Durch die Stockerauer Au ging es zuerst nach Unter und dann nach Oberzögersdorf. Jemand schrieb, vor Stockerau ist die Landschaft so, wie in Spanien die Meseta, das ist allerdings nach Stockerau, bis Oberzögersdorf nicht anders :-). Absolut flach durch die Kornfelder. Hinauf in dem Wagram und entlang eines Feldweges mit Mais, Gerste, Zuckerrüben und Zwiebel, ging es flott bis Hausleiten, wo es ein OFFENES Kaffeehaus für uns gab :-). Von der Kirche einen Stempel für unseren Pass geholt. Wir sind ja richtige Stempelsammler geworden aber wir haben so viel Platz im Pass und die Stempeln in den Kirchen sind recht hübsch, überall ist die Jakobsmuschel mit drauf. Obwohl es schwül ist, konnte man es gut aushalten, da sich die Sonne versteckte und ein angenehmes Lüfterl ging. So hatten wir kein Problem durch den "Stirbwegtunnel" und konnten diesen lebend verlassen ;-). Ein Zeitrad erzählt, vor langer Zeit gab es da ein Meer. Sand wurde angespült, es entstand der Wagram. Ein fruchtbarer Hang, der auf beiden Seiten die Donau begleitet. Ein "Lehrpfad" über Vögel und Pflanzen brachte uns nach Gaisruck. Reife Früchte "versüßten" mir den Weg. Das fand Otto nicht so toll, es war kein Weiterkommen mit mir. Auf dem Radweg, der mit Weingärten gesäumt ist, bis vor Stetteldorf. Dort pflanzt einem der Weg wieder einmal. Hinauf ins Dorf, durch die Kellergasse, die Stiegen wieder hinunter zum Radweg. Vor Absdorf führt eine Treppe steil hinauf zum Absberg. Ein wunderschöner Weg entlang der Absberg-Wagramterasse. Bei einer Aussichtsplattform ein Panoramablick, man sieht diesmal tatsächlich  bis zum Schneeberg und zum Stift Göttweig. Weiter gings nach oben, ein Stück entlang der Wagramkante und dann wieder steil hinunter nach Absdorf. Ein Anruf bei unserer Gastfamilie bestätigte, wir sollen in Königsbrunn essen, in Unterstockstall gibt es nix. Das einzige Gasthaus hat nur einmal im Monat geöffnet, Sachen gibts. Haben wieder ein sehr nettes Quartier bei Familie Cerny. Ein Häuschen, ganz alleine für uns, ich sitz im Garten und schreib den Bericht. So, muss schnell faulenzen, Otto hat schon einen Vorsprung :-). Bis morgen, O + R

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Weinviertler Jakobsweg Tag 7

Karnabrunn - Stockerau 20km (166,4km) Nach einem guten Frühstück und der Verabschiedung von Frau Lachmann, starteten wir die Straße hinauf, entlang eines Wildschweingeheges, in den Wald. Schweine sahen wir keine, die waren sicher noch im Tiefschlaf 😴. Bald kam ein Abzweig zu einem wunderschönen Wanderweg, der uns heute fast bis zum Ziel erhalten blieb 😀. Da es in der Nacht regnete war es ziemlich dunstig und teilweise recht nass durchs hohe Gras aber das störte gar nicht, ich hab ja jetzt zum Glück die passenden Schuhe. Meine Füße fühlen sich wieder so richtig wohl. Niederhollabrunn wird nur gestreift aber von dort hat der "Traubengarten Winkler" eine paradiesische Raststätte in einen Weinberghang hineingezaubert. Selbstbedienung mit gekühlten Mineral, Traubensaft und Wein, das haben wir sehr genossen. Vom Wald hinaus kamen wir auf die Hochebene des Steinbergs, von hier sieht man bereits die kleine Kirche am Michelberg. Vorbei an Roggenfelder, laut Tafel extra für Gösser Bier. Na sowas, ist dann wohl nimma echt steirisch 😉. Ein Kreuzweg führte uns steil hinauf zum Michelberg. Hier hat man einen herrlichen Weitblick rundum. Eine große Panoramascheibe zeigt die entfernten Punkte. Leider können wir durch den Dunst nicht so weit, wie zum Beispiel bis zum Schneeberg sehn. Weiter ging es über den Waschberg, wo wir das gut versteckte Gipfelkreuz übersahen. Ein schmaler Pfad führt hinunter nach Leitzersdorf, wo heute, wir konnten es nicht fassen, alle zwei Gaststätten RUHETAG hatten 😭. Wie gut, dass Frau Lachmann uns eine dritte Flasche Mineral mitgab und ich mir an der Raststätte einen Traubensaft nachfüllte. Vor uns lagen 5km durch Getreidefelder, völlig eben und ohne Schatten. Den fanden wir noch bevor es losging am Straßenrand vom Dorfende, wo wir uns bedauerten und erholten. Das gelang uns ziemlich rasch, flott waren wir am Ziel und ein Magnet zog uns ins Eisgeschäft, wo es die Belohnung gab. Noch einen Stempel von der Kirche, mit dem angeblich höchsten Kirchturm Niederösterreichs geholt und ab nach Hause. Wir hatten bereits so eine Vorahnung, dass der weitere Weg nicht so reibungslos gelingen wird. Das bestätigte sich tatsächlich. Zwischen 18 und 27km gibt es für morgen nix, erst für den Donnerstag konnte ich eine Unterkunft ergattern, für den Freitag zum Glück auch, also morgen Pause, eine unerwünschte aber wir sind ja flexibel 🙄. Tschüss sagen O+ R

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Weinviertler Jakobsweg Tag 6

Ernstbrunn - Karnabrunn 18.1km (146,4km) Rundgang zur Dreifaltigkeits-Wallfahrtskirche 3.5km Genug gefaulenzt, weiter gehts am Weinviertler Jakobsweg. Von Wien mit der Schnellbahn bis Korneuburg, mit dem Bus nach Ernstbrunn. Nach einem Frühstück im Dorfcafe ging es zuerst ziemlich steil hinauf, eine Baumreihe spendete uns aber einen angenehmen Schatten. Da wussten wir noch nicht, dass wir den restlichen Tag ohne Schatten, in der Sonne gebraten werden. Der gesamte Weg blieb leicht hügelig, durch Korn, Mais und Sonnenblumenfelder. Später gesellten sich Kürbisse, Erdäpfel, und Zuckerrüben dazu. Weingärten, die gab es heute nicht. In Hipples holten wir uns in der kleinen Dorfkapelle einen Pilgerstempel. Nach einer kurzen Trinkpause, führte uns ein recht holpriger Radweg, eigentlich ein Feldweg, nach Großrußbach. Weit entfernt sieht man bereits auf einer Anhöhe die Kirche von Karnabrunn, unser heutiges Ziel. In Großrußbach freuten wir uns riesig auf eine Pause und Abkühlung im empfohlenem Cafe Henriette. Aber, MONTAG RUHETAG, S......, so eine Gemeinheit. Im nächsten Dorf kommt laut Beschreibung ein "wunderschöner Rastplatz". Über diese Lüge lachen sogar die Hühner. Neben der Straße ein Bankerl und eine Jakobusstatue, das wars, kein Schatten, kein Wasser. Beides fanden wir zum Glück neben der Kirche, beim Friedhof. Bei der Hitze trafen wir heute fast niemanden. Sogar einen Hund führte man mit dem Auto Gassi, der Hund lief draußen mit 😳. Noch ein Stück Wiesenweg und wir drudelten in Karnabrunn ein. Die einzige Futterstelle, ein Fleischhauer, öffnet erst in einer halben Stunde. Von da würde der Jakobsweg hinauf zur Kirche führen. Wir gingen aber entlang der nicht enden wollenden Hauptstraße, wo das letzte Haus unser Quartier bei Fam. Lachmann ist. Nach der herrlichen Dusche, mussten wir sowieso zurück ins Dorf. Also machten wir einen kleinen Rundgang, zuerst hinauf zur Wallfahrtskirche und dann hinunter zum Fleischhauer, den verkehrten Jakobsweg. Ersparen wir uns morgen den Umweg. Der Fleischhauer ist die wahre Goldgrube. Er bietet Imbisse an, Gebäck, es gibt Zigaretten, Kaffee und Kuchen. In unserem hübschen, altdeutschen "Appartement" ist es herrlich kühl, den schönen Garten dürfen wir auch nützen. Noch ein Tratscherl mit den  netten "Lachmann's" und ab in die Heia. Gute Nacht sagen O + R

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Weinviertler Jakobsweg Tag 5

Mistelbach - Ernstbrunn 24.6km (128,3km) Nach einem hervorragenden Frühstück begleitete uns der Hausherr durch den wunderschönen Garten, hinter dem direkt der Jakobsweg führt. Vorbei an einen Marterl das von Fam. Eckel betreut wird, geht es nach Hüttendorf, wo in der Gasse "im Dorf" 😊 ein Jakobsbrunnen steht. Danach geht es hinauf zu den Leiser Bergen, Richtung Buschberg. Fürs Weinviertel eher ungewöhnlich, ist der manchmal steile Aufstieg in den Leiser Wald aber dafür sehr schön. Da es in der Nacht heftig regnete war der Weg recht gatschig. Nasse Füße und Sand in den Schuhen sind verantwortlich, dass sich zu meinen ohnehin schmerzende Füßen auch noch Blasen dazugesellten. Kurze Rast neben einem Sonnenblumenfeld, danach gings hinauf zur Schutzhütte auf dem Buschberg, wo bereits Ralph auf uns wartete. Er ist mit dem Motorrad gekommen, so ein Feigling 😎. Im herrlichen Schatten holten wir uns den verdienten Energienachschub und auch einen Stempel für den Pilgerausweis. Weiter ging es über das Buschberg-Gipfelkreuz, hinunter zum Wallfahtsort Oberleis. Bei einer Kreuzung führt der Jakobsweg nicht geradeaus nach Ernstbrunn, sondern für uns ein sinnloser Umweg, durch den Ort Steinbach. Ralph wartete nach einer kleinen Motorradtour, im Eisgeschäft von Ernstbrunn auf uns. Jetzt mussten wir gezwungerner Weise auch noch ein Eis verdrücken 😋. Mit dem Bus und der Schnellbahn ging es Richtung Heimat, wo wir das Wochenende verbringen und meine Schuhe gewechselt werden. Schon komisch eine Pause daheim, hoffentlich geht uns der "Schwung" nicht verloren. Also dann bis Montag, ein schönes Wochenende wünschen O + R

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Weinviertler Jakobsweg Tag 4

Kleinschweinbarth - Mistelbach 35,2km (103,7km) Zum Frühstück, mit Eigenbau Marillenmarmelade und Nektar, gesellte sich unser Nachbar der Herr Pfarrer, so wurde es ein später Aufbruch. Ein Zimmer in Mistelbach, bei Fam. Eckel ist uns sicher, wir hatten keine Eile. Ein durchgehend schöner, hügeliger Weg durch Wälder, Wiesen, Felder und natürlich durch die Weingärten, bis Poysdorf. Bald sahen wir auf einer Anhöhe die Burgruine von Falkenstein. Kurz davor auf einer Wiese, Zelte, Wohnwägen und eine Menge junger Menschen die sich zum Duschen oder fürs Frühstück anstellten. Ein Raggae-Festival, erfuhren wir. Vorbei an einer Reblaus-Skulptur, die an die Zerstörung der Weinreben in Europa erinnern soll. Die Weinstraße "der Flug des Falken", führte uns nach Falkenstein und auch wieder hinaus. Einige Weinkeller waren bereits geöffnet aber wir wollen ja nur den Weinviertlerweg gehen, auf Wein stehen wir nicht so 😏. Durch den Falkensteinerwald, vorbei an einem riesigen Golfplatz, wo wir voller Neid den Wägelchen nachschauten. Inmitten von Weingärten, dann durch die Kellergasse erreichten wir Poysdorf. Im angeblich ältesten Gebäude, dem Eisenhuthaus, schlemmten wir im schönen Innenhof, Eis und Kaffee 😋. Der weitere Weg, entlang vom Badeteich, wo sich die Badegäste über die zwei "Beklopften", die bei der Hitze wandern, sicher ihren Teil dachten. In Kleinhadersdorf, durch die bunte Kellergasse. Danach entlang einer Straße und bei gefühlt 40 Grad, dachten wir über uns nix anderes, als die Gäste vom Badeteich 🙄. Der Mistelbacherwald sorgte für etwas Abkühlung und der Drei-Schwestern-Weg brachte uns nach Mistelbach. Dort wartete bereits unser Freund Kuni auf uns. Ich hab für den Weg die falschen Schuhe gewählt, deshalb noch schnell in ein Schuhgeschäft und Sportgeschäft wegen neuer Schuhe, leider nichts passendes gefunden. Uns bei Fam. Eckel einquartiert, Pilgerpflichten erledigt und ab zum Futterfassen und Tratschen. Der liebe Kuni hat uns überall mit dem Auto hingeführt, danke und Bussi. Nach einem langen Tag freuen wir uns auf die Waagrechte, schlaft gut sagen O + R

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Weinviertler Jakobsweg Tag 3

Horni Vêstonice - Kleinschweinbarth 17.3km (68,5km) Die nette Wirtin erklärte uns gestern einen anderen Weg über die Pollauer Berge, so müssen wir den gestrigen Umweg nicht retour marschieren. Nur ein Stück Staße, danach ein wunderschöner Waldweg, steil hinauf zu den Bergen, es wurde abwechslungsreich hügelig mit herrlicher Aussicht. Zum ersten mal begegneten uns Wanderer, bis jetzt waren wir recht einsam unterwegs. In Klentnice kommt man wieder zum Jakobsweg. Weiter ging es aufwärts durch den Wald und neben den Weinbergen entlang. Auf einem der Pillauer Berge trohnt die mächtige Burgruine Waisenstein. Bei einer Anhöhe dann ein schöner Blick zurück zum Stausee und nach Mikulov, die letzte Stadt vor der Grenze zu Österreich. Von einem Aussichtturm, eine ehemalige Wehranlage, gönnten wir uns einen Rundumblick und auch einen Blick zum Heiligen Berg, der Startpunkt vom Jakobsweg ab Mikulov. Den Aufstieg sparten wir uns allerdings, wir sind ja in Brünn gestartet :-). Nach einer Pause am Hauptplatz, mit Mohnpalatschinken, ging es wieder fast eben zu unserem Ziel Kleinschweinbarth, mit der schönen Pilgerherberge. Irgendwo dazwischen überschreitet man ganz unspektakulär, die Grenze zu Österreich. Ein netter Empfang in der Herberge, Hr. Kaller hat uns bereits die Betten gerichtet und morgen bringt er uns sogar das Frühstück :-). Obwohl der Dorfwirt am Mittwoch ab 14:00 zu hat, war es möglich noch eine Kleinigkeit zum Essen zu bekommen. Ein Glück, denn ein Geschäft gibt es hier leider nicht. Mit dem Herrn Pfarrer, der unser Nachbar ist, noch ein langes Tratscherl aber jetzt, ab in die Falle. Gute Nacht sagen O + R

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Weinviertler Jakobsweg Tag 2

Vojkovice - Horni Vêstonice 28.2km (51.2km) Gekennzeichnet ist der Weg weiß-rot-weiß, hin und wieder beschildert mit Kilometerangabe und zwischendurch mit gelben Pfeilen. Gestern in Brünn bekamen wir ein kleines, nettes Büchlein, Jakobsweg von Brünn nach Krems, gefördert durch das Land NÖ. Leider nur in tschechisch, sind gespannt ob wir es in NÖ in deutscher Sprache bekommen 😏. Nach einem guten Frühstück, allerdings mit einem grauslichen Kaffee, ging es nur 2km bis Zidlochovice. Dort gibt es eine Touri-Info, die hoffentlich für heute ein Zimmer für uns findet, das zu erledigen haben wir gestern in Brünn vergessen. Da die erst um 9:00 öffnet, konnten wir noch gemütlich den guten Kaffee nachholen. Eine geschlagene Stunde hat sich die nette Dame von der Touri-Info bemüht, bis sie ein Zimmer für uns ergatterte. Zwar nicht am Jakobsweg aber egal, wir waren echt glücklich. Wir folgten der Aufforderung vom Navi, das uns zuerst zum Radweg, entlang eines Flusses führte. Später dann ein Abzweig zu einem Wald und Wiesenweg in einer Au, zum Glück ohne Gelsen. Wir denken, der Jakobsweg ist auf der anderen Seite vom Fluss, da es keine Markierung gab und auch durch die erwähnten Dörfer kamen wir nicht. Machte aber gar nix, es war schön und die Pause gabs dann erst in Uherčice. Ab da ist die Landschaft hügeliger, was eine Wohltat für die Füße war. Der Weg ist nun sehr gut beschildert, wir sahen sogar zwei Bankerl mit einer Jakobsmuschel. Kilometerlanges Kornfeld lins, rechts kombiniert mit Mais bis fast nach Popice, ein Ort der uns ans Burgenland erinnert. In Strachotin überquert man einen riesigen Stausee bis Dolni Vêstonice und bald waren wir am Ziel. Unsere Bäuche sind gefüllt mit Kartoffelpuffer und  Liwanzen 😋. Tschüss bis morgen sagen O + R

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Weinviertler Jakobsweg Tag 1

Wien - Brünn mit dem Bus Brünn - Vojkovice 23km Der Weinviertler Jakobsweg schwirrt uns seit dem Vorjahr im Kopf herum. Er beginnt in Brünn und endet in Krems. Nach einem Vortrag von Ernesto war klar, den wollen wir auch gehen 😎. Um 6:30 vom Stadion mit dem Bus losgefahren und pünktlich um 8:20 in Brünn angekommen. War recht gemütlich, sogar Kaffee wurde angeboten, alles für €8.- Gleich nach der Ankunft beim Mc Donald gefrühstückt, Geld gewechselt und im Tourismuszentrum einen Stadtplan und eine Wegbeschreibung organisiert. Da es laut Angabe, zum heutigen Ziel nur 19km sind, hatten wir genug Zeit um durch die schöne Innenstadt zu schlendern. Zum alten Rathaus vom Baumeister Bilgram, mit dem 63m hohen Turm, dem spätgotischen Eingangsportal und im Durchgang zum Innenhof hängt ein Drache, der eigentlich ein Krokotil ist und das Brünnerrad. Dazu gibt es eine Reihe von Sagen. Hinauf zur schönen St. Peter und Paul Kathedrale mit den zwei sehr spitzen Türmen, vorbei beim Theater am Marktplatz, wo mutig eine Frau auf dem Fenstersims im dritten Stock sitzt🙄. Zuletzt noch zur Jakobskirche, wo wir unsere Pilgerausweise bekamen und die Erklärung, zur Stadt hinaus. Der Weg "wäre" angeblich sehr gut beschildert, die Erste sahen wir allerdings erst nach ca. 9km. Ohne GPS oder Wegbeschreibung mühsam aber der Ralph hat uns ja wieder den Weg hinaufgeladen, danke :-). Schnurgerade bis zu einem Fluss, der uns eine ganze Weile auf dem Rad/Fussgeherweg begleitete. Ein Dorf wird umrundet und da sahen wir zum ersten mal die Markierung vom Jakobsweg. Einmal mussten wir, laut Navi, über eine Leitplanke kraxeln, na dann, wir sind ja sportlich 🙄. Der weitere Weg neben einem Kanal ist ein Feldweg, der wohl nicht so oft genützt wird. Durch Kornfelder, Maisfelder und Sonnenblumenfelder, manchmal nur ein schmaler Pfad durch einen Wald. In Rajhrad Pause, ab da wieder ein Rad/Fussgeherweg bis Vojkovice. Die letzten 5km zeigte die Sonne ihre Kraft, so heiß. Dafür wurden wir, naja, eigentlich ich, mit einer Kriecherl-Allee belohnt, die Bäume voll mit reifen Früchten 😋. Ein nettes, preiswertes Zimmer in einer Pension mit Restaurant bezogen. Gut genährt sitzen wir jetzt im gemütlichen Gastgarten und jammern, weil die Hufe ganz schön schmerzen 😩. Schönen Abend wünschen O + R

in Brünn, altes Rathaus vom Baumeister Bilgram, mit dem 63m hohen Turm
St. Peter und Paul Kathedrale in Brünn
Theater am Marktplatz in Brünn
Jakobskirche in Brünn

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Tag 41

Santiago - Barcelona - Wien Ein letztes Hola! Zeitig aus den Federn, alle schliefen noch, aus der Herberge geschlichen und ab zum Flughafen. Wir sind gut zu Hause angekommen, wunderschön war unser Weg und sehr abwechslungsreich. Unglaublich viele, unterschiedliche Eindrücke, die wir erst sortieren und verarbeiten müssen. Viele nette Pilger-Bekannschaften verabschiedeten wir immer wieder, da unsere Wege anders verliefen, das war schon schade. Der Wettergott war besonders lieb zu uns, er hat uns den Weg über die Picos de Europa gegönnt und über die Pässe vom Camino Primitivo hat er für traumhaft schöne Aussichten gesorgt. Deshalb waren die letzten Tage im Regen, nicht so schlimm für uns. Wie immer haben uns eure Kommentare sehr gefreut, hoffentlich gelang uns dies bei euch, mit den Fotos. Weitere muss der Otto erst aussuchen und dann unter Bilder einstellen. Unsere Beschützer, Engerl, Muschel, Taukreuz und GPS stellen wir vor, danke Karin, Ralph und Paul. Einen ganz großen Dank an Birgit, Ralph, Gertrudis und Ernesto, die uns mit Weg und Unterkunftmaterial versorgten und uns damit den Camino Lebaniego, den Weg über die Picos de Europa und den Camino Covadonga, unglaublich erleichterten. Wir genießen momentan UNSERE Wohnung und wünschen euch eine schöne Zeit. Buen camino und Ultreia wünschen O + R

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unsere Beschützer von 2016

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Tag 40

Muxia - Santiago mit dem Bus Um 6:45 fuhr der Bus in Muxia los, es war genug Platz um noch ein kleines Nickerchen zu machen😴. Immer wieder Regen, in Santiago war es eisig kalt. Unser erster Weg war ins Pilgerbüro, nur 5 Pilger standen an. Na dann holen wir uns doch noch die Compostela, zumindest die vom Camino Primitivo. Das war nicht so einfach, da wir am Küstenweg gestartet und zwischendurch andere Wege gegangen sind, da geht dann nicht die Compostela, nur  vom Camino Primitivo??? Näher wollen wir uns zu dem Theater nicht äußern😳. Wir dachten am Donnerstag gäbe es kein Problem mit einer Unterkunft. Falsch gedacht, bereits um 10:00 waren die Herbergen ausgebucht, Gruppen sagte man uns. Egal wir schlafen wieder im Knabeninternat, da kennen wir uns schon aus. Durch Santiago geschlendert, Mitbringsel organisiert, vor der Kathedrale gelümmelt und endlich einmal die riesige Markthalle besucht. Und dann ging unser Wunsch in Erfüllung, wir haben den Franz getroffen, riesengroße Freude auf beiden Seiten. Lange gequatscht, hatten uns sehr viel zu erzählen. So jetzt müssen wir uns um den Hunger kümmern. Bis morgen, O + R

in den Markthallen von Santiago de Compostela
zu schön um gegessen zu werden 😉
Turm vom Seminario Menor de Belvis, ehemaliges Knabeninternat, jetzt eine Herberge
zum Abschied treffen wir Franz, wie schön 🙂

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Nachtrag:

Windig, stürmisch und dunkel das Meer aber wunderschön und kein Regen💕. Noch einige Fotos und der Hunger trieb uns wieder in den Ort. Vom Vorjahr wußten wir, wo man gut essen kann. Pulpo, Fisch und gegrilltes Gemüse haben wir uns ehrlich verdient😋. Ein interessantes Schwätzchen mit einem deutschen Maler, der bereits seit 13 Jahren in Muxia lebt und sich da sehr wohl fühlt. Bekannte haben wir leider nicht getroffen. Ein "Verdauungsspaziergang", nochmals zur Kirche, kann nix schaden. So eine herrliche Ruhe, die Wellen klatschen an die Steine. Zum Meer hinaus die Sonne, ober uns der schwarzer Himmel. Bis 21:30, dann verkroch sich die Sonne in den Wolken und wir uns in die Schlafsäcke. Buenas noches sagen O + R

Wallfahrtskirche A Virxe da Barca in Muxia
Denkmal A Ferida erinnert an die Ölpest 2002
genießen...
...bei der Wallfahrtskirche...
…an der Küste...
…von Muxia

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Tag 39

Dumbria - Muxia 23.6km (999.4km) Hola Amigos! Letzte Nacht blieben wir tatsächlich alleine im Zimmer, es schüttete und stürmte wie verrückt. In der Früh war alles vorbei, trotzdem zogen wir unsere Beinlinge und Ponchos an. Wir wissen wie schnell und heftig es in Galicien plötzlich regnen kann, als ob der Himmel Kübeln von Wasser entleert. Der letzte Wandertag, unsere Wehwehchen sind minimal, nie hatten wir eine Blase, danke ihr lieben Schuhe👍. Großteils ging es heute entlang einer Straße. Wir waren darüber nicht traurig, denn der Regen war bald wieder unser Begleiter. Vorbei am angeblich längsten Kornspeicher, wo daneben, in einem Refugio Aussteiger leben. Vier Kilometer vor Muxia, ergatterten wir in einer geschlossenen Bar einen Kaffee, er wurde uns in der Privatküche gekocht, so nett😍. Als wir den Ort verließen, kam von jeder Ecke, "cuatro kilómetro a Muxia"👍. Bald sahen wir das Meer und den Strand von Muxia, der restliche Weg ging dann doch noch recht schön durch einen Wald. Ein Steg brachte uns in den Ort, der Regen hörte kurz auf, so konnten wir beim Ortsschild ein Beweisfoto ohne Kaputze machen😉. Heut schlafen wir nicht in der öffentlichen Herberge, sondern in der Bela Muxia. Da muss man nicht um 22:00 "zu Hause sein", es gibt eine Waschmaschine und WIFI, wir sind ja so modern🙄. Morgen in Santiago würden wir uns sehr über ein Treffen mit Franz dem Steirer und Mauro aus Italien freuen, hoffentlich geht der Wunsch in Erfüllung👏. Der Regen hat Pause, also starten wir gleich zur lieben Wallfahrtskirche an der Küste (Santuario da Virxe da Barca). Bis später, O + R

Wegweiser in Dumbria
hinaus aus Dumbria
Richtung Muxia
Juhu, wir sehen wieder das Meer

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Tag 38

Santa Mariña - Dumbria 23.1km (975.8km) Im Vierbett-Zimmer ohne Schnarcher, war die Nacht sehr erholsam. Das gemeinsame Abendessen war auch köstlich, zum Abschluss gabs einen Schokolikör, angeblich von einem Polizisten fabriziert, mmmhhh😋. Schwarzer Himmel heute, kühl aber kein Regen☺️. Vorbei an einem Stausee, hügeliger Wanderweg mit vielen Blumen, Farne und Heidekraut. Kaum saßen wir in Olveiroa in der Bar, ein Wolkenbruch sondergleichen, der uns dann, wie vom Wetterbericht versprochen, den gesamten Weg begleitete. Wir hätten tolle Beinlinge im Rucksack, wo es nicht in unseren Schuhen hineinregnen würde, wenn man sie anhätte🙄. Nach Hospital de Logoso kommt die Kreuzung wo sich der Pilgerweg gabelt. Wir nehmen, wie auch im Vorjahr, den Weg Richtung Muxia, der Großteil pilgert nach Finisterre. Wir genießen trotz Regen den schönen Wanderweg und bald waren wir wieder einmal in der riesigen Herberge von Dumbria. Noch haben wir alleine ein Zimmer, wo der Otto Stricke spannte, damit unsere Wäsche vielleicht doch noch trocken wird. Die Sonne bemüht sich durch die Wolken zu dringen aber es gelingt ihr nicht so recht. Schönen Nachmittag wünschen O + R Fotos am Weg von Santa Mariña nach Dumria. In Hospital bei der Gabelung, gehen wir rechts, Richtung Dumbria - Muxia:

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Tag 37

Negreira - Santa Mariña 22.1km (952.7km) Galicien muss uns schon noch zeigen warum es so grün ist, Nieselregen bereits in der Früh. Wir fanden das gar nicht unangenehm, erst bis wir waschelnass waren, mussten unsere Ponchos doch noch herhalten. Durch das historische Stadttor verließen wir den Ort. Vorbei an der Skulptur, wo der Sohn den Papa nicht ziehen lassen will und ihm am Bein zurückhält. Kurz half ich dem armen Kleinen😉. Weiter ging es durch den Wald und auf Straßen. Eine schöne Aussicht über die grünen Mittelgebirge Galiciens. Wir bewundern die Pilger, die an der einzigen Bar vorbeigehn. Da gehören wir nicht dazu, die Besitzer müssen ja schließlich auch etwas verdienen🙄. Der Homzi freute sich auf den Ort "Porno", Pech gehabt,  jemand hat das F zu einem P umgestaltet😁. Der Regen hörte auf, jetzt sitzen wir sogar auf der Bar-Terasse unserer Herberge, lassen uns sonnen und winken den vorbeiziehenden Pilgern. Jeden Tag so zeitig ankommen, wäre direkt fad aber zwei Tage in Muxia oder in Santiago bleiben, wollen wir auch nicht. Servus sagen O + R

historisches Stadttor am Ende von Negreira
Auswanderer von Negreira

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Tag 36

Santiago d.C. - Negreira 23km (930.6km) Hallo zusammen! Sind gestern nochmals runter in die Stadt, haben Bekannte getroffen und es wurde doch noch recht nett😊. Für viele ist jetzt Schluss, wir haben vier Tage Zeit um nach Muxia zu kommen, welch ein gemütlicher Abschluss der sich da ergeben hat👍. In der Früh, fotografierte uns der einzige Besucher am Kathedralsvorplatz und weiter ging es, durch die galicische Hügellandschaft. Das vierte mal in diese Richtung. Von einer Anhöhe, ein letztes Bild, zurück auf die Fassade der Kathedrale, wo jetzt der rechte Turm eingerüstet ist. Wir kommen am Donnerstag wieder, hoffentlich ohne dem gestrigen Trubel😏. Regenwolken und schwül bereits am Morgen, überraschend wenig Pilger sind unterwegs. Genau vor einer Bar kam der Regen, der nach dem Café con Leche wieder vorbei war aber immer wieder kam und ging. Julia aus Bratislava überholte uns, sie will Finisterre und Muxia in drei Tagen schaffen😳, na dann buen camino. Straße und Wanderwege hielten sich die Waage. Bei Nieselregen landeten wir in Negreira, zum dritten mal in der Herberge Alecrin, wo wir uns recht wohl fühlen. Nur schade dass heute Sonntag ist und die Geschäfte zu haben. In dieser Herberge gibt es nämlich die bestausgestattenste Küche, die ich bis jetzt auf einem Jakobsweg sah. Jetzt müssen wir doch glatt in die Pizzeria gehn, die uns Christa und Jean-Marie im letzten Jahr zeigten😋. Mahlzeit sagen O + R

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Santiago de Compostela
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Santiago de Compostela
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Ponte Maceira am Weg nach Negreira
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Fluss Tambre in Ponte Maceira
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Tag 35

Pedrouzo - Santiago d.C. 21.2km (907.6km) Heut konnte man sich nicht verlaufen. Aus jeder Ecke kamen Pilger, sie alle wollen nach Santiago😉, na klar, wohin den sonst. Wieder einmal ging es durch Eukalyptuswälder, am Flughafen und am Fernsehsender vorbei. Bei einem Campingplatz, wie immer wenn wir da vorbei kommen, gab es für uns Café con Leche mit einem riesigen Croissant. Schnell waren wir am Monte do Gozo, dem Berg der Freude, wo man bereits das Ziel vor Augen hat. Wir ignorierten diesmal das mächtige Papstdenkmal und starteten endlich einmal zu den sehr vernachläßigten, übergroßen Pilgern, die freudig nach Santiago zeigen. Von da hat man einen wunderschönen Blick auf Santiago und der Kathedrale. Fast in Santiago angekommen, trifft uns fast der Schlag. Nervige Tourigrinos mit Trillerpfeife, damit alle schön zusammenbleiben und wir dafür einen Tinitus bekommen. Nervige Touristen die einem auf die Füße steigen, nerviger Lärm, die Pilger sind da glatt untergegangen. Wir wissen unsere Wunschunterkunft ist bereits ausgebucht, sämtliche Herbergen am Weg sind completo und im Pilgerbüro müsste man sich für die Compostela zwei Stunden anstellen. Nein danke, wir brauchen nur einen Stempel. Ui, mit dieser Aussage machten wir uns ganz unbeliebt, uns doch wurscht, ist eh alles nervig. Am liebsten würden wir sofort weitergehen, aber nochmals 22km😠. Vor der Kathedrale trafen wir dann doch noch einige Bekannte, juhu. Ein Holländer brachte uns auf die Idee, im Seminario Menor Belvis, dem ehemaligen Knabeninternat zu übernachten. Diese Herberge hat Platz für 180 Pilger. Wir haben Einzelzimmer ergattert, Doppelzimmer gibt es nicht🙄. Eine herrlich Ruhe ist hier oben, ein schöner Blick zur Altstadt, uns geht es wieder gut😍. Unser Weg ist noch nicht zu Ende, morgen gehts weiter Richtung Muxia😎. Schönes Wochenende wünschen O + R Fotos der Pilgerstatuen am Monte do Gozo und Einmarsch in Santiago de Compostela:

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Tag 34

Sobrado dos Monxes - Pedrouzo 38.8km (886.4km) Bereits um 6:00 Hochbetrieb, ein Gewusel das uns auch nicht mehr schlafen lässt. Also noch gemütlich gefrühstückt und los ging es. Die ersten 10km bis Boimorto waren noch am Camino del Norte. Dort noch Café con Leche konsumiert, dazu bekamen wir ein Schüsserl mit Keksen, danach wählten wir wieder einmal einen anderen Weg. Diesmal ohne Verabschiedung, kennen ja eh keinen. Der Weg ist zwar nicht gekennzeichnet aber dank dem GPS und einer Beschreibung dieses Alternativ-Weges gut zu meistern. Bei Kilometerstand 0 war der Beginn, ausschließlich auf Asphalt aber rundum Natur und selten ein Auto. Irgendwie fad, ich beschäftigte mich damit, wie schnell wir einen Kilometer gehen, Otto zählte 22 Autos, einen Lastwagen, einen Traktor und 10 Radfahrer🙄. Bei Kilometer 10, eine andere Straße, sonst blieb alles gleich😐. In der Beschreibung stand, nach einen langen Aufstieg wird man plötzlich von der Nationalstraße überrascht. War echt eine Überraschung, die ist mämlich noch im Bau😜. In A Brea wollten wir übernachten, der Weg führte allerdings nicht durch den Ort und die Muschel vom Camino Francés war auf einmal vor unserer Nase. Und dann passierte es, wir hatten keine Lust das kleine Stück in den Ort zurück zu gehen, unsere Füße wollten unbedingt die Muscheln und die gelben Pfeile verfolgen. Sie waren so flott, sie ließen sich weder vor einer Bar bremsen, auch nicht in Santa Irene, sie wollten unbedingt nach Pedrouzo, wir waren einverstanden😎. Sind in einer neuen Herberge, der Hospitalero hat uns in ein kleines Zimmer verfrachtet, wo wir oben im Stockbett schlafen aber das ist sowas von OK. Denn, im Untergeschoß schlafen in einem einzigen Raum, gefühlte 100 Pilger😳. Ich glaub, sowas haben wir noch nie gesehen. Einen schönen Abend wünschen O + R

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Tag 33

Friol - Sobrado dos Monxes 25.6km (847.6km) Heut fing um 5:00 ein Hund an zu bellen, ohne Pause, grrrrrr😁. Also sind wir um 6:00 aufgestanden, haben eine Kleinigkeit eingeworfen und sind losmarschiert. Der Weg war zu Beginn SEHR naturbelassen, dachten wir. Hohes Gras, zusammengeschobene Erdhügel, es geht da sicher selten jemand. Die Fortsetzung war dann EXTREM naturbelassen. Meterlanger Gatsch und Sumpf, immer wieder. Es gab kaum eine Ausweichmöglichkeit. Der Dreck war nicht nur außen an den Schuhen, er sammelte sich auch im Innenbereich☹️. Irgendwie haben wir es überstanden, wir kamen durch Dörfer, auf einer Wiese gabs eine Pause und die Hoffnung, dass unsere Socken und Schuhe etwas trocknen. In Meson treffen wir wieder auf den Camino del Norte, in der Bar uns nicht bekannte Pilger. Alle haben saubere Schuhe, unsere sind mit dem Dreck überzogen, der ging trotz Bemühung einfach nicht ab. Ein schöner Hohlweg brachte uns nach Sobrado dos Monxes, vorbei an einem See mit unglaublich vielen Seerosen und an dem mächtigen Kloster, wo es auch eine Albergue gäbe. Wir entschieden uns aber für die Private Herberge, da haben wir vor zwei Jahren bereits geschlafen, sie ist sauber und die Wäsche wird gewaschen👍. Mit einer Bürste wurden die Schuhe unter Wasser geschrubbt, unangenehm auffallen wollen wir nicht🙄. Bis morgen sagen O + R Fotos vom Weg von Friol nach Sobrado dos Monxes mit dem Zisterzienserkloster:

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Tag 32

Lugo - Friol 28.1km (822km) Die Herberge gestern war schnell voll, obwohl 42 Betten. Es ist wieder einmal ein Beginn für viele, die die letzten 100km bis Santiago, wegen der Urkunde gehen wollen. Letzte Nacht hatte jemand einen wilden Traum, laut geschrien und gesprochen, alle waren putzmunter. Ab Lugo gibt es eine südliche und eine nördliche Variante. Wir entschieden uns bereits zu Hause für die Nördliche. So spät wie möglich wollen wir auf den Hauptweg, mit den vielen Pilgern, stoßen. Also wieder einmal Abschied nehmen😢. Wir hoffen, einige treffen wir in Santiago😍. Unser Variante ist nicht der traditionelle Weg, deshalb sehen es die Spanier nicht so gerne, wenn man sich für den entscheidet. Er ist aber angeblich viel schöner. Pilgerfreunde von Lugo haben ihn mit grünen Pfeilen markiert, immer wieder, da die Pfeile oftmals entfernt wurden. Wir DANKEN für das Engagement, den der Weg ist wirklich traumhaft schön❤️. Der Beginn war für alle gleich, nach der Trennung führten uns die grünen Pfeile in einen "Zauberwald". Herrlich weicher Boden, einige Abschnitte auf einen Steg, immer entlang vom kleinen Fluss Mera, Farn, mit Moos bewachsene Bäume, ein echtes Naturparadies. So eine Ruhe, nur wir zwei. Später war es wie wandern in der Lobau, meinte der Otto. Fast der gesamte Weg verläuft auf Naturpfaden. Zwei Rehe sprangen gar nicht scheu, vor unserer Nase auf die andere Seite. Nur durch die Dörfer, die vielen Hunde, zum Teil angekettet, immer aggressiv, das war nich so schön:-(. In Friol gibt es keine Herberge aber eine "pilgerfreundliche" Pension mit fairen Preis. Meine Güte ist das toll, wieder einmal alleine ein Zimmer, Bettwäsche und Handtücher. Am Abend lassen wir uns mit Essen verwöhnen, ein perfekter Tag😎. Liebe Grüße von O + R Fotos der nördlichen Route zwischen Lugo und Friol:

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Tag 31

Castroverde - Lugo 22.2km (793.9km) Hola Amigos! Heut war der Wanderweg fast durchgehend eben, trotzdem sind alle "geschlichen", wir auch. War eh gut, denn die Herberge öffnet erst um 13:00. Laut Buch gibt es bis Lugo keine Bar. Deshalb waren wir freudig überrascht, eine "Selbstbedienungs-Bar" am Weg zu finden. Mit Tischen und Sesseln, Automaten für Getränke, Essen, Naschzeug und Souvenirs. Sogar eine Mikrowelle und einen kleinen Backofen gab es😳. Schon bald sahen wir die Hochhäuser von Lugo und schnell waren wir in der Altstadt, wo sich auch die Herberge befindet. Lugo besitzt, wie alle großen Städte in Spanien, eine mächtige Kathedrale. Hinter ihr, am Santiagotor, kann man zur Stadtmauer hinauf und oben einen Spaziergang um die Altstadt machen. Dazu hatten wir aber keine Lust, ein kleines Stückerl war genug🙄. Die 2.130m lange Mauer, ist noch vollständig erhalten und wurde im Jahr 2000 von der Unesco, zum Weltkulturgut erklärt. Haben bei einem Intersport durchlöcherte und verlorene Wandersachen erneuert. Jetzt sitzen wir am Plaza Mayor, ich schreib den Bericht, Otto sucht die Bilder aus. Es ist sehr heiß heute, viel los ist in der Stadt, das alles finden wir aber nicht störend. Tschüss sagen O + R

Selbstbedienungs-Bar am Weg nach Lugo
Kathedrale in Lugo
Stadtmauer rund um die Altstadt von Lugo
Santiagotor, da geht es zur Stadtmauer hinauf

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Tag 30

Padron - Castroverde 32.8km (771.7km) Hallo zusammen! Bereits in der Früh heftiger Regen und der Weg führte durch die Wiese. Es dauerte nicht lange, bis wir waschelnasse Schuhe hatten. Vor dem ersten Pass, hörte der Regen plötzlich auf, danke. Ein sehr schöner Wanderweg begann, sogar die herrliche Umgebung war zu sehen☺️. Vorbei an einer alten, teilweise restaurierten Pilgerherberge mit dazugehöriger Kapelle. Wir freuten uns auf auf die Bar im nächste Dorf, Montag Ruhetag😩. Na gut vor dem nächstem Pass, gibt es laut Buch noch eine. Inzwischen wieder Regen und Kaffee gab es in dieser Bar leider keinen😭. Dafür hörte der Regen wiederum auf und wir waren schnell über dem kleinen "Passhügerl". In Cádavo-Baleira dann endlich der verdiente Cafe con Leche. Der Chef füllte uns mit Tapas ab und wir hofften, dass die vom Buch versprochene Ebene die Wahrheit ist. War sie natürlich nicht. Also keuchten wir nochmals mit gefüllten Magen hinauf, dann aber kam ein gemütliche Teil bis zur Herberge. Die ist sehr großzügig, wie in Galicien gewohnt, sieht, obwohl schon 4 Jahre alt, nagelneu aus. Wir entschieden fürs Abendessen, uns einen selbstgemachten Obstsalat mit Joghurt zu machen, einmal nicht so deftig. Jetzt sitzen wir in einer Bar (wegen WIFI) und können kaum atmen, weil wir wahrscheinlich 2kg Obstsalat intus haben🙄. Eine nette Gruppe hat sich in den letzten Tagen gebildet, immer wieder treffen wir uns in einer Bar oder in der Herberge. Ab Lugo gibt es zwei Wege, da müssen wir uns von einigen verabschieden😢. Einen schönen Wochenbeginn wünschen O + R

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auf einem Pass, Reste einer ehemaligen Pilgerherberge
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Kirchenportal in Villabade
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Pilgerherberge in Castroverde

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Tag 29

Grande de Salime - Padron 27.3km (738.9km) Eine herrliche letzte Nacht, wir waren zu fünft im Zimmer, niemand schnarchte:-). Die ersten 8km, ein schöner Morgenspaziergang im Nebel, durch Wälder und Wiesen. Ganz alleine waren wir, so eine Ruhe. Unsere Schuhe wurden wieder schön sauber aber das blieben sie nicht sehr lange, bald begann, wie täglich am Primitivo, die "Gatschhüpferei". Die haben diese "Matschzonen" extra für die Abwechslung angelegt:-). Nach einem Stück Straße, begann der Aufstieg zum Pass Alto del Acebo. Den Nebel ließen wir im Tal, auf dem Pass dann herrlicher Sonnenschein:-). Juhu wir sind wieder einmal in Galicien. Die Muscheln, die den Weg markieren, zeigen ab jetzt in die andere Richtung, die riesigen Kohlstauden gibt es auch noch und die Tarte de Santiago schmeckt immer noch köstlich, mmmhhh. Einmal noch extrem steil bergauf, bald war unser Ziel erreicht, wo es zwar nix zu futtern gibt, auch egal, wir haben bei der Tankstelle Kleinigkeiten ergattert und das passt. Sitzen im Garten und genießen. Schönen Sonntagabend, O + R

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typische Kohlstauden in Galicien
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Juhu, wir sind wieder einmal in Galicien
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Tag 28

Berducedo - Grande de Salime 19.9km (711.6km) Hola! Heut in der Früh haben alle ziemlich verschlafen dreingeschaut. Ein Schnarchkonzert sondergleichen. Ha, wir haben unseren angefertigten "Gehörschutz", also musste von uns aus niemand "gekillt" werden🙄. Nur um 5:30 kamen solche Gedanken, als die Ersten die Stirnlampen in Aktion brachten😳 und dann eine 1/2Stunde raschelten und quatschten. Bis jetzt wurden wir mit solchen Frühaufstehern verschont. Ein kurzer Weg durch die Natur, dann auf der Straße bergab bis La Mesa, damit man danach wiederum hinauf darf. Dichter Nebel und leichtes Nieseln, also von der Umgebung sah man nix. Der weitere Weg, sehr schön auf dem Naturpfad GR 109, den wir bereits vom Camino Covadonga kannten. Der Nebel lichtete sich und im Tal sah man den Stausee zu dem es abwärts ging. Vorbei an unserem heurigen Titelbild, die Aussichtsplattform im Felsen, bis hinunter zur Staumauer des Flusses Navia. Ab da hat uns die Straße wieder, stetig bergauf, bis fast zum Ziel, dabei umrundeten wir ziemlich, den riesigen Stausee. Das letzte Stück bis Grandas de Salime, ein schmaler Waldweg, der uns etwas, vom heute recht straßenlastigen Tag versöhnte. Im Ort ist eine Fiesta. Alle sind fesch angezogen und eilen irgendwo hin? Blöd ist nur, dass deshalb kein Supermarkt offen hat und morgen ist noch dazu Sonntag😏. In einer Bar gabs noch etwas für unsere Bauchis, eine Griesnockerlsuppe haben wir auch noch, Vaterland ist gerettet. Einen schönen Samstagabend wünschen O + R

Stausee des Flusses Navia
Aussichtsplattform beim Stausee

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Tag 27

Borres - Berduceda 24.7km (691.7km) Gestern hat uns die Hospitalera noch etwas über den Weg erzählt und auch, dass er bei Regen nicht machbar wäre. Es gibt so ein Sprichwort wenn man immer Glück hat🙄. Wie auch immer, Traumwetter heute, für die traditionelle "Königs-Etappe". Hinauf und hinauf und hinauf........Zwischendurch über Wiesen, wo Kühe und Pferde gemeinsam grasten, auch für uns gabs ein schönes Pausenplätzchen, zwischen dem Heidekraut. Eine unglaublich schöne Aussicht auf die Bergwelt und ins Tal. Auf einer Höhe befinden sich die Ruinen der einstigen, mittelalterlichen Pilgerherberge Hospital. Ein Stück weiter dann der höchste Punkt, 1228m. In Lago, nach 22km, die erste Tankstelle für uns, mit großem Pilgertreffen😎. Die letzten 4km dann gemütlich und eben durch einen Nadelwald mit herrlich weichem Boden. Haben uns heut in einer privaten Herberge einquartiert und fühlen uns da, nach dem echt sehr anstrengenden Weg, sauwohl👍. Liebe Grüße von O + R Fotos der wunderschönen Hospital-Route:

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Tag 26

Bodenaya - Borres 28.6km (667km) Hallo ihr Lieben! Verabschiedung von David, der Liebe hat von jedem die Wäsche fein säuberlich zusammengelegt und uns das Frühstück gerichtet. Eine Herberge die man nicht versäumen sollte😍. Es gibt nicht so viel zu berichten. Traumhaftes Wetter, wunderschöner Weg, nicht sehr anstrengend, herrliche Aussicht. Am Ortseingang von Tineo, eine riesige Sportanlage mit Swimmingpool. Der Weg führt oberhalb der Stadt, entlang einer Prominade. Die Stadt lag vollkommen im Nebel, dahinter die Berge, sehr schön. Wir kamen irrtümlich doch hinunter, machte nix, war eh ein Kaffee fällig😉. Die nächste Pause war dann gemütlich in einer Wiese. Wieder gabs in einem Ort nur ein einziges Haus. Da lohnt es sich doch gar nicht, die Schilder aufzustellen :-). In Campiello gibt es gleich drei Herbergen. Eine davon ist ganz neu. Wir wurden bereits auf der Straße freundlich empfangen, und man wollte uns überreden da zu bleiben. Bar, Supermarkt, englisch und deutschsprechend, wirklich sehr bemüht. Wir waren eigensinnig und wollten nach Borres, zur Herberge mit dem schlechten Ruf. Selber Schuld, sie ist wirklich nicht sehr ansprechend und der Preis ist der selbe. Egal, dann ist der Weg morgen, über die Ruinen der Pilgerhospitale, über den Berg, angeblich sehr anstrengend, kürzer. Da rundum Heu gemäht wird können wir uns kaum von den Fliegen retten. Es kommen grad Bekannte, müssen tratschen😀. Tschüss sagen O + R

David, der Hospitalero von Bodenaya
ein Weg oberhalb der Stadt Tineo

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Tag 25

San Juan de Villapañada - Bodenaya 26.2km (638.4km) In der letzten Herberge wird man zu einem Kleinkind. Domingo stellt am Abend die Schuhe ins Haus, hängt die noch nasse Wäsche drinnen auf, räumt hinter einem auf, schaut ganz genau ob jeder etwas zu essen hat, vor dem Schlafen teilt er noch Kekse und Tee aus......😍. Nebelig war es in der Früh und gar nicht warm. Zuerst ging es über einen Berg mit Asphaltstraße, bis Cornellana. Dort werden die Pilger um die Stadt zum Kloster geleitet. Was macht man, um einen Café con Leche zu bekommen? Natürlich einen kleinen Umweg, zurück in die Stadt😋. Danach begann ein schöner Wanderweg, auch durch ein Dorf, das mehr Hórreos (Kornspeicher) wie Häuser besitzt. Ein Schaf stand wie ausgestopft unter einem Sonnenschirm :-). Schnell waren wir in Salas, wo wieder eine Pause nötig war. Die nette Barbesitzerin schenkte uns Bananen und weiter ging es. Wunderschön aber stetig bergauf, bis knapp vor Bodenaya. Ganz schön kräfteraubend war das. Sind in einer Donativo Herberge, wie zu Hause soll man sich fühlen, sagt David der Hospitalero. Getränke, Obst darf genommen werden. Abendessen und Frühstück gibt es, sogar die Wäsche wird gewaschen☺️. Die Herberge selber wurde mit viel Liebe eingerichtet. Schlaf mit dem Otto (haha mit wem den sonst) in einer Nische, kein Stockbett👍. Müssen genießen, bis morgen O + R OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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Kloster San Salvador in Cornellana
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in Salas

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Tag 24

Oviedo - San Juan de Villapañada 31.8km (612.2km) Gestern kam noch ein Österreicher aus Wr. Neustadt in die Herberge. War schön wieder einmal zu quatschen. Heute fährt er zur Küste zurück, er wollte nur Oviedo sehn. Der Camino Primitivo ist der Älteste und Bergigste aller Jakobswege in Spanien. Die Picos de Europa zählen nicht zu diesen Wegen. Zu unseren Caminostart wählten wie den empfohlenen Umweg zu den zwei vorromanischen Kirchen Santa María del Naranco und San Miguel de Lillo. Wir sind auf einem Jakobsweg, das Gefühl hatten wir sofort. Viele gelbe Pfeile, Pilger an die wir uns allerdings erst wieder gewöhnen müssen, genügend Tankstellen und Geschäfte. Von den Straßen wird man zu schönen Wanderwegen geleitet, die heute meist gemütlich waren. Wir werden das sicher alles locker aushalten:-). In einem Dorf gabs nur ein Haus mit einem Kornspeicher:-). In Grado ist eine neue Herberge aber wir wollten die 5km bis zur Nächsten schaffen. Vorräte mussten noch besorgt werden, in unserem Zielort gibt es weder eine Bar noch ein Geschäft. Dafür liegt sie sehr schön, mit einer tollen Aussicht. Wir sitzen jetzt am Abend noch in der Sonne und genießen sie nach den Regentagen. Domingo der Hospitalero, reserviert für alle die morgen in Bodonaya übernachten  wollen, da gibt es nämlich Abendessen:-). Macht es gut, O + R

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die beiden Kirchen, Santa María del Naranco
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und San Miguel del Lillo, aus dem 9.Jh. 
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Gartenschuhe 🙂

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Tag 23

Pola de Siero - Oviedo 17.3km (58O.4km) Gestern waren wir auf Empfehlung von Roberto und Antonio, den Hospitaleros, super essen. Otto Pulpo und ich Fisch, das war echt ein Festessen. Das erste mal haben wir "La Sidra" getrunken, ein Apfelmost der in einer ganz besonderen Weise eingeschenkt wird. Mit ausgestreckten Arm, über den Kopf wird nur wenig ins Glas gegossen, das man dann sofort trinkt. Der Zweck, möglichst viel Sauerstoff in den Apfelmost zu bringen, um den Geschmack zu verbessern. Auf jedem Tisch stand eine Flasche und der Kellner hatte ganz schön zu tun, um die "Schluckerln" kunstvoll nachzuschenken. Leider hatten wir den Fotoapparat nicht dabei:-(. Obwohl er angeblich nur wenig Alkohol beinhaltet, war ich beschwipst und in der Nacht bewußtlos:-). In aller Früh war Roberto da, um alle zu verabschieden. Diese Herberge hat eine ganz tolle Atmosphäre, dafür verantwortlich sind wohl die zwei Hospitaleros:-). Bei Regen marschierten wir los, auf kleinen Straßen, mit nur wenig Verkehr. In Colloto, einem Vorort von Oviedo gabs Café con Leche und als Geschenk, diese süßen Teigstangerl. Danach kamen wir nicht sehr weit, ein Harley Davidson Shop zwang uns zu einer weiteren Pause:-). Ein T-Shirt zu Ottos "Sammlung" musste mit. Übergangslos waren wir bald in Oviedo, der Hauptstadt von Asturien. Bereits von weitem sieht man die Kathedrale auf die wir zusteuerten. Da liegt in einer Kammer, unter anderen, angeblich das "echte" Kreuz des Sieges, das Pelayo in der Schlacht von Covadonga getragen haben soll. Die Kathedrale ist riesig, man bekommt bein Einlass ein Gerät zur Information, eine Stunde da drinnen vergeht sehr schnell. Noch a bissi in der Altstadt gebummelt und ab in die Herberge. Von außen sieht die aus wie ein schlechtes Gefängnis. Innen zwar sauber aber ohne Atmosphäre. Die Schuhe nimmt man mit ins Zimmer, es riecht bereits wie in einer Käsefabrik, na Mahlzeit:-(. Vielleicht sind wir in der Nacht wieder bewußlos. Tschüss sagen O + R OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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Kornspeicher (Hórreo)
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interessierter Beobachter
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ein Gang in der Kathedrale
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Engelskreuz in der Kathedrale von Oviedo
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Kathedrale in Oviedo
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in Oviedo

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Tag 22

2km vor Infiesta - Pola de Siero 3O.8km (563.1km) Hola! Normalerweise öffnet die Bar vom Hotel um 7Uhr, nicht am Sonntag, da wird geschlafen. Also gabs einen lauwarmen Schüttelkaffee von der Wasserleitung. Eigentlich führt der Weg nach Villaviciosa, ein ziemlich unnötiger Umweg finden wir. Morgen würde es wieder Richtung Pola de Siero gehn, wo wir heute auf der Straße bereits hinkommen würden. Gar nicht lange überlegt, die Straße wurde heute unser Freund. Vorteil, am Sonntag ist wenig Verkehr. Nachteil, keine Bar hat geöffnet. Hunger, nach 13km sperrte eine Seniora gerade ihre Bar auf, hinein mit uns. Sie richtete riesige Bocadillos, gefüllt mit gebratenen Schinken und Käse, mmmmhhhh. Das Wetter wusste nicht so recht wie es sein sollte. Sonne, bissi Regen, einmal ein blauer dann wieder ein schwarzer Himmel. In Lieres wurden wir in einer Bar mit Tapas verwöhnt, die Einheimischen hatten ein "Sonntagstreffen", alles sehr gemütlich. Pola de Siero ist eine recht große Stadt, damit haben wir gar nicht gerechnet. Noch ein kräftiges aber kurzes Gewitter ging ab, da hatten wir Glück, denn wir waren wieder einmal in einer Bar🙄. Juhu, plötzlich gelbe Pfeile, die uns bis zur Herberge begleiteten. Roberto, der Hospitalero, spricht gut deutsch, es gibt 1xLeintücher, 1x Kopfkissenbezüge und er musste mir unbedingt beim Leintuch bespannen helfen, denn das sei ganz schwierig:-). Paul, der Engländer vom Vorjahr, den wir heuer am Norte wieder trafen, trudelte auch ein, ein großes Hallo :-). Dass wir ihn nochmals treffen, das war eine Überraschung. Sind zu viert in der Herberge, morgen in Oviedo werden wir sicher mehrere Pilger treffen, denn es ist der Start vom Camino Primitivo. Einen schönen Sonntagabend wünschen O + R

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Tag 21

Soto de Cangas - 2km vor Infiesta 29.4km (532.3km) Beim Frühstück sind uns fast die Augen herausgefallen. Wie in einem 4*Hotel, sogar frisch gepressten Orangensaft gab es:-). Bis 8Uhr haben wir gemützelt, haben heut Zeit, DACHTEN WIR, wieder einmal😉. Der Weg, Fortsetzung entlang der Strasse. 1km weiter plötzlich ein Hotel und Restaurant nach dem anderen. Geschäfte sind da scheinbar nicht nötig.  Das Letzte sahen wir in Cain. Wir befinden uns zur Zeit auf einem Pilgerweg. Er führt von der Küste nach Covadonga, mit gelben Pfeilen. Für uns zeigen sie in die verkehrten Richtung, sehr ungewohnt. 3km vor Cangas de Onis entdeckte Otto einen Wanderweg dort hin. Zwar auch Asphalt aber schön durch den Wald. In der Zivilisation angekommen, können wir die Stadt genießen. Die Vorräte wurden aufgefüllt, ich benötigte ein neues T-Shirt. Mein geliebtes erstes Camino-Shirt, sieht bald aus wie ein Sieb, Otto geniert sich schon mit mir:-). Er hat sich eine Schirmkappe geleistet, denn mit seinem alten Hut muss ich mich genieren:-). Bis jetzt Sonne und warm, herrlich. Noch zur Kapelle des heiligen Kreuzes. Das heilige Kreuz des Sieges ist das Symbol Asturiens, das sich auch auf deren Fahne befindet. Auf einer mächtigen Römerbrücke hängt ebenso ein riesiges Kreuz. Die Touristen-Info bestädigte meine Befürchtung, keine Herberge und kein Hotel in Llames de Parres, unserem heutigen Zielwunsch. Zwei weitere Übernachtungsmöglichkeiten, ev. 5km weiter. Die Dame wußte aber nicht ob sie am Weg liegen, wir lassen uns überraschen. Was ordentliches los in der Stadt, alles wurde für ein Radrennen gerichtet. Wir mussten zuerst wieder ein Stück der Straße entlang, danach kam ein schöner Wanderweg, so wie es sich für einen Samstag gehört. Hinter uns ein letzes Foto von den schneebedeckten Picos de Europa, vor uns andere Berge, vielleicht bereits die vom Camino Primitivo? Wir wissen es nicht. Sehr lang hat der Wettergott versucht, uns bei gutem Wetter über die Berge zu führen. Kurz vor Llames de Parres, konnte er denn Regen nicht mehr zurückhalten, der Himmel öffnete die Schleusen. Ein Barbesitzer informierte uns, das nächste Hotel gibt es in Villamayor, die von der Info liegen nicht am Weg. Na gut, also wird es doch nix mit dem gemütlichen Tag:-(. Wegen dem vielen Regen, wechselten wir zur Straße. In Villamayor dann unerwartete Menschenmassen? Alle zwei Hotels waren "completo". Ziemlich zerknirscht wussten wir im Moment nicht wohin mit uns. Aber wie immer, kam nach dem "Tanken" die Lösung. Eine Frau meinte, 4km weiter in Infiesta, gäbe es Hotels und die wären ganz sicher nicht ausgebucht. Also ultreia, jetzt ist es auch schon wurscht. Außerhalb vom Ort wussten wir, weshalb die große Menschenmenge. Ein Heer von Pilgern mit Polizei-Begleitschutz, Richtung Covadonga. In Villamayor wurden sie mit drei Pöllerschüssen begrüßt und dort werden sie wohl übernachten. Uns begrüßten sie mit großem Jubel, wir allerdings jubeln erst wenn wir ein Zimmer haben und das kam dann zum Glück bald:-). Wir wissen nicht genau ob wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Laut Hotelbesitzer sind es 22km nach Villaviciosa, da wollen wir morgen hin. Erst einmal schlafen, gute Nacht sagen O + R

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 Cangas de Onis
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romanische Brücke in Cangas de Onis
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Asturiens Sieges-Kreuz
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ein letztes Foto von den Picos de Europa

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Tag 20

Lagos de Covadonga - Soto de Cangas 21km (502.9km) Letzte Nacht wars a....kalt. Die Sonne am Morgen hat alles verziehen:-). Der  Tag wird heute gemütlich, dachten wir. Also noch die Stufen hinauf zum Aussichtspunkt der beiden Seen. Wir waren ganz alleine da oben, so friedlich war es. Das erste Stück ging es der Straße entlang. Ein paar Kühe kamen uns entgegen, dann Autos und die Busse mit den Touristen. Bei den Almhütten Fana treffen wir wieder auf die Ruta de Reconquista. Der Wegweiser war abgeschnitten😳, machte nix, wir haben ja unser GPS, wo uns der liebe Ralph die Wege hinaufgeladen hat. DANKE nochmals, es war schon sehr beruhigend, wenn man durch die Picos, bei Unsicherheit immer wieder einen Blick drauf werfen konnte :-). Zuerst war es ein schöner Wiesen-Wanderweg, dann begann aber wieder die Kraxlerei und es war doch nicht so easy wie wir dachten. Die Geier kreisten über uns, diesmal konnte Otto einen fotografieren. Einige Wanderer waren sogar unterwegs, bis jetzt war der Weg, ab San Vicente sehr einsam. Ein Stück begleitete uns ein Bach, der dann in eine Höhle verschwand. Die Picos de Europa verabschiedeten sich steil und felsig von uns und Covadonga, das Ende der Ruta de Reconquista begrüßte uns mit Glockengeläut. Covadonga ist ein Wallfahrtsort, hier sollen die Christen die Mauren besiegt haben, das zur Gründung des Königreichs Asturien führte. Eine verehrte Quelle, oberhalb im Fels eine kleine Kapelle mit der Madonna der Schlachten, das Grab vom ersten asturischen König, das alles sollte man besichtigen. Durch einen Tunnel kommt man von der Heiligen Höhle direkt zu einer Bar :-), von der man einen schönen Blick auf die mächtige Basilika hat. Für 3km bis La Riera nützten wir die Straße, und dann, damit haben wir überhaupt nicht gerechnet, die Herberge war "completo"😥. Der Herr Jakob schickte uns eine ältere Dame, die sich ganz rührend bemühte, für uns ein Hotel aufzutreiben. Das gab es dann auch, 2km weiter und für den Engel, ein dickes Bussi😍. Der Preis, zusammen €40 mit Frühstück, danke. Ab morgen beginnt der Weg Richtung Oviedo, wo dann die nächste Bergwelt, nämlich der Camino Primitivo, beginnt. Ein Restaurant gibt es da, sonst nix, vielleicht finden wir etwas für unsere Bauchis. Bis morgen, O + R

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Lagos de Covadonga
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verehrte Quelle
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Vorderansicht der Basilika von Covadonga
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Madonna der Schlachten
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Kapelle im Felsen
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Hinteransicht der Basilika von Covadonga

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Tag 19

Cain - Lagos de Covadonga 22.3km (481.9km) Gestern wollte das Schlechtwetter unbedingt zu uns aber die Berge haben es nicht zugelassen :-). Also hatten wir heute Früh gutes Wanderwetter. 4km mussten wir zurück in die Schlucht, dabei ergaben sich wiederum ganz andere Ausblicke. 2km ging es dann echt steil hinauf, dafür benötigt man laut Angabe 1 1/2 Stunden😳. Wir konnten es nicht so recht glauben aber wir haben tatsächlich so lange gebraucht. Manchmal halfen die Hände wieder einmal mit, darüber "lachten" die Bergziegen. Über uns kreisten die Geier, leider waren sie für ein Foto zu weit weg. Oben angekommen, ein Siegerfoto. Da wussten wir noch nicht, dass das eigentlich nur eine Aufwärmrunde war. Ab nun gibt es fast keine Wege, nur Felsen, steil hinauf, hin und wieder eine rot/weiße Markierung. Wenn man das Glück hat und sie nicht aus den Augen verliert, helfen sie einem gut aus dem Fels-Chaos. Manchmal überraschten uns sogar Wegweiser. Für Anhaltspunkte sind einige Gruppen von Almhütten angegeben. Kühe, Ziegen und eine riesige Schafherde auf den Wiesen. Hab gar nicht gewußt, dass es so unterschiedliche Mäh-Rufe gibt. Manche wollten uns wohl verhöhnen🙄. Wir kamen an einer tiefen, vertikalen Höhle vorbei, die aus Sicherheitsgründen eingezäunt ist. Angeblich ist sie über 100m tief. Von der nächsten Passhöhe hatten wir einen wunderschönen Weitblick. Immer wieder dachten wir, das gibt's doch nicht, wann hat die Kraxlerei ein Ende? Wir sind doch schon alte "Bergziegen". Nach den Almhütten Brañarredonda, ging ein schmaler Weg hinunter, der dann in einen breiten Weg überging. Wie herrlich für unserer Füße. Bei einem Wegweiser verlassen wir kurzfristig die Ruta de Reconquista und zweigen in die Richtung zu den Covadonga-Seen ab. Im Almdorf Belbin, es wohnt da scheinbar niemand, nur Kühe auf der Weide, gönnten wir uns einen Schüttelkaffee a la Rosa Maria und schnabulierten unsere Jause. Bald waren wir beim ersten Bergsee Ercina. Beim zweiten Bergsee Enol, erhofften wir eine Unterkunft. Der Mann in der Bar erzählte uns, es gibt nix, wir müssen weiter bis Covadonga, unsere"Lade" fällt runter😥. So ein Glück, ein Gast wusste, ein Stück weiter gibt es ein Refugio, nix wie hin mit uns. So eine Nette noch dazu. Ins Zimmer und in den Duschraum, stellte uns die liebe Betreuerin einen Heizstrahler :-). Es gibt Abendessen und Frühstück. Vom Balkon haben wir eine Aussicht auf den See und die Berge, wie im Urlaub😎. Der Tag war heute sehr anstrengend aber erstens, er hat sich gelohnt und zweitens, wir haben ihn gut gemeistert👍. Morgen werden wir a bissi Touris spielen. Schönen Abend wünschen O + R

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4km zurück in der Cares-Schlucht
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von der Cares-Schlucht steil bergauf...
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…Richtung Covadonga-Seen
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Otto freut sich zu früh, es geht weiter bergauf…….
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Tag 18

Poncebos - Cain 14.2km (459.6) Hola Amigos! Bereits am Morgen Sonne, juhu, das Geburtstagsgeschenk vom Herrn Jakob. Auf die Ruta de Cares (Cares-Schlucht) hab ich mich schon so gefreut😎. Der Fluss Cares trennt das Zentral-und das Westmassiv der Picos de Europa. Von 1916-1921 wurden in die Felswände, 12km lange Stollen und Wege gegraben, um die Wassermassen des Rio Cares, zur Energiegewinnung zu nützen. Bis 8Uhr haben wir heute geschlafen. Nach dem Frühstück, das wieder einmal reichlich war, starteten wir unseren heutigen Genießer-und Rasttag. Über 2km geht es steinig bergauf, damit man die herrliche Weite besser genießen kann🙄. Wenn der Fluss Cares nicht gerade wild schäumt, präsentiert er sich grün. Auf einem ungefähr 1m breiten Weg, führt er dann recht eben, manchmal durch Stollen, bis zu dem Touristendorf Cain. Was gibt es sonst zu berichten? Nichts, einfach nur SCHÖÖÖN👍. Die Bilder sagen alles :-). Auch hier gibt es eine nette Herberge, mit einer sehr bemühten Familie. Die Wäsche wird uns gewaschen, mit Abendessen lassen wir uns heute auch verwöhnen, wir sind zufrieden. Laut der Familie ist der Weg zu den Lagos de Covadonga offen, nur regnen soll es morgen nicht, das wäre blöd. Liebe Grüße von O + R

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durch die Cares-Schlucht
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ein letztes Foto vom Picu Urriellu
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ohne Worte, einfach nur schön 🙂
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Tag 17

Espinama - Poncebos 29.5km (445.4km) Wurden heut vom Hausherrn mit viel zu viel Frühstück verwöhnt, danach begleitete er uns bis zum Start. Bereits gestern hat er uns die Route bis Sotres ganz genau aufgezeichnet, so lieb. Ab jetzt müssen wir genau auf den Weg achten, Pfeile gibt es keine mehr. Immer höher und höher bis zu einem Felsendurchbruch, der Beginn der Route der Reconquista. Übersetzt heißt es Wiedereroberung des christlichen Spaniens, das seit 711 von den Mauren (Westaraber) beherrscht wurde. Eine sehr schöne Wanderung im Hochtal von Aliva begann. Statt den Gemsen grasen Kühe zwischen den Felsen. Wir sind fast eingekreist von den mächtigen Kalksteinriesen, herrlich. Da oben war es ziemlich huschi und windig. Bei einer sehr hübschen kleinen Kirche, mitten im Nirgendwo, schnallten wir unsere Hosenbeine an und packten die Ohren und Hände ein. Die Picos de Europa sind bei uns nicht so bekannt, ich hab auch erst vor 3 Jahren das erste mal davon gehört. Seit Anfang des 20.Jh. sind sie zum Nationalpark erklärt worden. Bei den Spaniern ein beliebtes Wander und Klettergebiet. Besonders den Picu Urriellu lieben sie. Er ist angeblich einer der berühmtesten Kletterberge der Welt? Für uns sieht er aus wie ein Gugelhupf 🙄. Der höchste Berg ist 2.648m hoch, man ist nie höher als 1.500m, ein Panorama von den mächtigen Bergen, dass es einem den Atem verschlägt. Bis vor Sotres begleitete uns ein Bach, außer den Kühen gab es noch Schaf und Ziegenherden. Alte, nicht bewohnte Bergdörfer am Weg, irgendwo wechselten wir von Kantabrien zu Asturien und schnell waren wir vor Sotres. Eigentlich wäre es unser heutiges Ziel gewesen aber die Sonne schien und die Füße waren noch nicht müde. 8km nach Bulnes das geht doch noch locker dachten wir aber es kam ganz anders 😥. Die Straße hinauf, dann begann ein schöner Wiesenweg Richtung Bulnes. Es ist das letzte Bergdorf in Spanien zu dem keine Straße führt. Seit 2001 gibt es allerdings eine Standseilbahn, die gänzlich durch den Berg bis Boncebos führt. Die Einheimischen dürfen diese gratis nützen. Das erste mal sahen wir den Picu Urriellu und gleich darauf verfehlten wir den richtigen Weg. Irgendwann kamen wir auf die Idee, einen Blick aufs GPS zu werfen uuund alles wieder zurück gelaufen😭. Der richtige Weg oder auch nicht (?), war zermürbend. Ein Steig zuerst, dann steil hinab ein steinig, rutschiger Weg bis Bulnes. Ein nicht sehr schöner Ort, eine offene Bar und zum Schlafen gab es auch nix, erst in Poncebos :-). Die Versuchung mit der Seilbahn die 4 Minuten hinunter zu fahren war groß. Café con Leche mit Aquarius verleiht Flügel und so machten wir uns halbwegs beschwingt wieder auf den Weg. Arg, echt arg schön war er dann. Selbst der Otto war von dieser mächtigen Bergpracht hin und weg. Die Eindrücke kann man mit Bildern nicht wiedergeben. Vor Poncebos ins erste Hotel gefallen, ein echtes Geschenk mitsamt den Preis, fanden wir. Wir sind hundemüde und werden sicher gut schlafen:-). Gute Nacht, O + R OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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am Weg Richtung Sotres
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Picu Urriellu
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hinunter nach Poncebos
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Tag 16

Potes - Espinama 24.5km (415.9km) Hallo zusammen! Nach dem Frühstück ging es aufwärts zum Kloster Santo Toribio de Liébana, wo der Camino Lebaniego, mitsamt den roten Pfeilen endet. Um 9:00 waren wir oben, um 10:00 sperrt die Touristen-Info auf, wo wir einen Stempel und eine Urkunde bekamen. Um diese Zeit sollte auch das Kloster öffen, wo wir, wenn wir schon da sind, das Lignum Crucis sehen wollten. Der Schatz des Klosters, der es zu einem heiligen Ort des Christentums gemacht hat. Angeblich der größte Rest des Kreuzes Christi, eingehüllt in einem großen goldenen Kreuz. Wegen drei Pilger, ein Däne gesellte sich dazu, lohnte es sich wohl nicht für einen rechtzeitigen Einlass. Wir blieben hartnäckig, schließlich kam doch ein Mönch, holte das Kreuz vom goldenen Baldachin, wir durften es fotografieren und tschüss, sehr nüchtern alles. Kaum waren wir draußen strömten die Touristen daher. Überraschung, vertraute gelbe Pfeile begleiteten uns heute. Wanderweg abwärts, Höhenweg entlang der Straße, Waldweg neben den Fluß Deva, hin und wieder sah man die Picos, jetzt schneebedeckt. Immer wieder führte der Weg zur Straße hinunter, bis wir auf das wiederum Hinauf pfiffen und auf der Straße blieben. Edle Hotels, schöne, renovierte Häuser und endlich auch eine Bar für uns. Ungefähr 4km vor Espinama zeigte der gelbe Pfeil zu einem Waldweg. Ein 3 Stunden längere Wanderung nach Espinama aber sicher nicht für Pilger die in Potes gestartet sind und 1 1/2 Stunden auf die Klosteröffnung warten mussten :-(. Außerdem scheinbar der Start der Ruta de Reconquista, die für uns aber erst morgen in Espinama beginnt und auf die wir uns besonders freuen. Sie führt über das Zentralmassiv der Picos de Europa und ist hoffentlich schneefrei. Sitzen noch um 20Uhr im sonnigen Garten der wunderschönen Herberge und genießen im Liegestuhl. Schönen Wochenbeginn wünschen O + R

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der Arme muss in Potes bleiben
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Kloster Santo Toribio de Liébana
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in diesem goldenem Kreuz befindet sich angeblich der größte Rest des Kreuzes Christi
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die Picos de Europa...
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...begleiten uns

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Tag 15

La Fuente - Potes 24.8km (391.4km) Gestern war der Hospitalero Michael, mit dem Nachbar bei einem Flamencofest. In der Früh war er noch tot, also nix mit dem besten Camino-Frühstück. Aber er hat uns jeden eine riesige Schale Müsli mit frischen Obst und Walnüssen gerichtet. Eine sehr willkommene Abwechslung. Starker Regen, steil bergauf auf Asphalt, danach Beton, starker Gegenwind und hinter mir ein grantiger Homza, na super. Das Dorf La Fuente wird umkreist, das erste mal sahen wir die Picos de Europa ziemlich nah. Der Name stammt angeblich von den Seefahrern. Das erste was sie von Europa sahen waren die Bergspitzen. Vor dem Dorf Cicera hörte der Regen auf und wir erblickten eine Bar, leider zu. Ein Einheimischer sah mein trauriges Gesicht und verständigte scheinbar die Wirtin. Als wir uns beim Bushäuschen aus unseren Regenklamotten schälten, winkte sie uns wie wild. Ja, das sind die Caminofreuden die immer wieder passieren. Café con Leche grande, der Picu vor der Nase wurde bereits von der Sonne bestrahlt, langsam kroch sie auch zu uns herunter. Das Herz geht einem da auf, alles passt wieder und der Otto schaut wieder freundlich. Ein schmaler, steiniger Pfad führt steil hinauf. Durch den Regen zeitweise sehr matschig und rutschig aber sehr schön. Steil hinab und hoch hinauf die Berge. Durch einen "Zauberwald", die riesigen Steine mit Moos überzogen, in der Ferne einige Bergdörfer. Auf der Passhöhe des Collado de Aceton eine kurze Rast und die Aussicht genossen. Ein breiter Wanderweg folgte, durch die Bergwelt hatten wir das Gefühl in Vorarlberg bei unseren Freunden zu wandern. Abstieg zum Dorf Lebaña und zu der romanischen Kirche Santa María de Lebeña aus dem 10.Jahrh. Sie ist die bedeutendste kunsthistorische Sehenswürdigkeit auf dem Pilgerweg nach Santa Toribio. Hier gibt's noch was anderes zu bewundern, ein Balkon ohne Ein bzw. Ausgang. Eine Abkürzung auf der Nationalstraße, durch die enge Hermida-Schlucht wird empfohlen. Die schnappten wir uns. Nicht ungefährlich wenn die Lastautos durchdonnern. Heute donnert nix, es ist Sonntag. Die Herberge in Potes liegt unter einer Bar. Ein Radfahrer ist außer uns noch da. Die Betten sind auf viele Zimmer aufgeteilt, alles frei, man weiß gar nicht wo man sich hinlegen möchte :-). Sitzen grad in einer sehr gemütlichen, warmen Bar mit Musik aus den 60iger und 70iger Jahren. Deshalb wurde es ein halber Roman. Aber jetzt ist Schluss, noch einen schönen Sonntag wünschen O + R PS.: Noch eine ganz traurige Mitteilung von der Infostelle, wo wir uns den Schlüssel für die Herberge holten. Schnee in den Picos de Europa. Die nette Dame erkundigte sich im Nationalpark. Die ersten drei Tage, bis Cain, sind begehbar aber der Aufstieg von der Schlucht zu den Seen ist zur Zeit gesperrt. Drückt uns die Daumen, vielleicht ändert sich die Situation.

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Dorf La Fuente
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Picos de Europa
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hinauf zum Collado de Aceton
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wie kommt man auf den Balkon?
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Kirche Santa María de Lebeña aus dem 10.Jh.
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Tag 14

San Vicente de la Barquera - La Fuente 32.3km (366.6km) Zum Glück mussten wir die vielen Stufen, die wir gestern hinauf keuchten, heut nicht mehr hinunter, da der Weg oben weiterführte. Das letzte mal starteten wir zu viert. Nach 8km noch einen Café con Leche zum  Abschied und weg waren sie, der Franz und der Mauro, heul, heul. Aber wir treffen uns in Santiago, das ist fix. Für uns beginnt eine Alternativ-Route und auch ein kleines Abenteuer 😎. Der erste Abschnitt, ein nicht so bekannter Jakobsweg, der Camino Lebaniego, ist ca. 6Okm lang. Er beginnt in San Vicente und endet beim Kloster Santo Toribio de Liébana. Neben Rom, Jerusalem und Santiago, ist er ein weiterer Wallfahrtsort, der ein Jubileo begehen darf. Die gelben Pfeile sind ab nun rot. Der Weg bis Cades, entlang einer verkehrsreichen Straße war eckelhaft. Ein ständig seitliches Gefälle tat den Füßen gar nicht gut. Naja, die Umgebung war zumindest hübsch, nur die Berge versteckten sich im Nebel. In Cades füllten wir unsere Bäuche und weiter wanderten wir, diesmal aufwärts, auf Asphalt. Aber ohne seitlichen Gefälle und fast keine Autos. Oben angekommen, ging es entlang einer Schlucht mit wahnsinns Ausblick. Die Bergwelt war entnebelt und zeigte sich in voller Pracht😃. Kurz vorm Ziel meinte der Regen, er müsse uns noch kräftig bewässern, denn tägliches Schönwetter geht wohl nicht😏. In der heutigen Herberge sind wir zwei alleine. Der Hospitalero, ein polnischer Aussteiger, verwöhnte uns mit einem köstlichen vegetarischen Eintopf und angeblich gibt es morgen das beste Frühstück am gesamten Camino :-). Wie es in Zukunft in den Bergen mit dem Internet funktionieren wird ????? Schönen Abend, O + R

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roter Pfeil: Camino Lebaniego, gelber Pfeil: Camino del Norte       
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noch mit Franz und Mauro
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der Chef???
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die Bergwelt vom Camino Lebaniego

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Tag 13

Caborredondo - San Vicente de la Barquera 29.1km (334.3km) Christine die Hospitalera, begrüßte am Morgen jeden namentlich, arg so ein Namensgedächnis. Zu viert gings wieder los aber weit kamen wir nicht. Ein Bauer hat einen Tisch mit Kaffee, Getränken und Obst gerichtet. Also gabs nochmals ein Kaffeetscherl und Obst kann ja auch nicht schaden. Jeden Tag organisiert der Liebe Otto für mich eine frische Zitrone für mein Wasser, zeitweise mit gefährlichen Protest von Hühnern😉. Fast der gesamte Weg ging heute der Küste entlang, als Draufgabe gabs Sonnenschein, blauen Himmel und nette Rastplätze. Da verzeihen wir doch glatt den vielen Asphalt. In Comillas, einem historischen Küstenstädtchen, war heute Markttag. Da versorgten wir uns mit Köstlichkeiten, spazierten durch den Park und bestaunten das Schlösschen "El Capriccio" von Gaudi. Links am Weg warten für morgen die Picos de Europa auf uns und rechts hatten wir, das schon fast kitschig blaue Meer vor der Nase, bis San Vicente. Zahlreiche Surfer warteten auf die perfekte Welle. Wir allerdings waren zu feig, um unseren Zehen das Meer zu gönnen. Die Herberge hier ist sehr speziell. Ein sehr altes Hospitalero-Ehepaar, deren Tochter und Enkelin, wohnen mitten unter den Pilgern. Der Papa hat das Comando aber er kennt sich nimmer so recht aus, haben wir das Gefühl. Die Kleine ist eine ganz Süße, bereits Pilger angepasst😀. Die Wäsche wird uns heute gewaschen also bleibt uns genug Zeit zum Genießen und Stadt schaun. Liebe Grüße von O + R OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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im Hintergrund die Picos de Europa
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Palast von Sobrellano in Comillas
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Schlösschen "El Capriccio" von Gaudi in Comillas
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Richtung San Vicente

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Tag 12

Boo de Piélagos - Caborredondo 29.7km (305.2km) Wie die Zeit vergeht, übermorgen zweigen wir in die Picos de Europa ab. Leider bedeutet es dann auch Abschied nehmen von den anderen, besonders Franz wird uns fehlen. Zu viert marschierten wir heut los, ein Italiener hat sich zu uns gesellt. Für ihn ist es der erste Tag. Gleich zu Beginn eine "verbotene Abkürzung" über die 100m lange Eisenbahnbrücke. Ein schmaler Eisenpfad neben den Gleisen, erspart einen 5.6km Umweg 😀. Weit kamen wir nicht und wir mussten wieder einmal unsere Regensachen auspacken. Hin und wieder sah man das Meer recht düster, lieber wäre es uns freundlich und von der Sonne beschienen aber alles kann man nicht haben. Der Regen hörte in Santillana del Mar auf. Ein mittelalterlicher Ort, der zwar recht hübsch zum Durchgehen ist aber dann reicht es auch wieder. Sehr viele Touristen und sehr viele Ramschläden. Haben endlich Chocolat con Churros getestet. Fette, knusprige, süße Teilchen, die man in eine dick- flüssige Schokolade eintaucht. Eine echte Kalorienbombe, gerade recht für Pilger😋. Ab da begann endlich ein schöner Wanderweg, vorher ging es hauptsächlich entlang der Straße. Unterschlupf fanden wir in einer ganz neuen Herberge. Herzlicher Empfang und alles urgemütliche. Schreib meinen Bericht auf einen Antistress-Sessel mit Beinhochlagerung und werd nicht aufstehn, sonst ist er sicher sofort belegt😉. Die Herberge ist voll mit Deutschsprachigen, der arme, einzige Italiener🙄. So, jetzt muss ich doch "meinen" Sessel verlassen, müssen Futter suchen. Tschüss sagen O + R

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verbotene Abkürzung 
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Santillana del Mar
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auf zur neuen Herberge in Caporredondo

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Tag 11

Güemes - Boo de Piélagos 28.7km (275.5km) Hallo zusammen! Heut wurden wir noch so herzlich mit Frühstück verwöhnt, dass uns das Weiterziehen echt schwer fiel. Aber wir wussten was uns bevor stand. Bis Somo traumhafte 10km, entlang der Steilküste. Vor lauter Begeisterung haben wir glatt die dunklen Wolken die sich zusammenbrauten, nicht bemerkt. Regen kam keiner aber dafür wurde es ziemlich kalt. Von Somo fuhren wir mit einer kleinen Fähre nach Sandander. In den Bäckereien dort sind Köstlichkeiten aufgetürmt, da müsste man sich tagelang durchackern😛. Also begnügten wir uns mit Café con Leche und Tapas. Lang zieht es sich, die Stadt hinaus und dann auch noch durch das Industriezentrum. Lustig, in einem Garten werden statt dem Hund , Kühe gehalten, ein Stück weiter ein Pferd😳. Der restliche Weg war nicht sehr anspruchsvoll. Klar, es kann nicht immer der Oberhammer sein. Sitzen wieder einmal in einer netten Herberge, mit frischer Bettwäsche und frischen Handtüchern. So schön, sich in einem Frotteehandtuch abzutrocknen😊. Nur ganz selten trafen wir die letzten Jahre Österreicher am Camino, in der kurzen Zeit bereits vier. Liebe Grüße O + R OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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zu kalt zum Grillen 😉
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Steilküste Richtung Somo
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Strand in Somo

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Tag 10

Noja - Güemes 14.9km (246.8km) Futsch ist es wieder das Meer. Damit wir nicht Heimweh bekommen, war der Weg wieder einmal wie einer in der Steiermark. Nur die Zitronenbäume in den Gärten würden nicht passen. Die Zitronen sind riesig und saftig, Otto hat mir eine gefladert :-). Adler und Weihen begeisterten die Männer, mich das Meer, die Blumen in den Gärten und auf den Wiesen. Auf einem Campingplatz öffnete grad die Bar, eine Pause zur rechten Zeit. Bereits um 11:30 waren wir in der Kultherberge in Güemes, beim Pater Ernesto. Viel zu früh, eigentlich wollten wir weiter. Eine junge Hospitalera benötigte allerdings keine Sekunde um uns zu überzeugen, doch da zu bleiben. Da wird man verwöhnt, unglaublich schön ist das. Was haben wir gemacht nach dem Mittagessen? Gefaulenzt, gefaulenzt, gefaulenzt......, ganz schön anstrengend ist das:-). So, müssen schnell weiter faulenzen, bevor das Abendessen kommt :-). Tschüss sagen O + R OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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Weg nach Güemes
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Güemes
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Herberg-Garten in Güemes
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Pilger-Zimmer in Güemes

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Tag 9

Liendo - Noja 20.8km (231.9km) Gestern Pfingstfest in Liendo? Es war was ordentliches los, nur Essen gabs keines. Wir sind die vielen Futter-Stationen bei unseren Festen gewohnt und waren echt überrascht. Haben dann doch noch ein paar Tapas gefunden und der Wirt schenkte uns Brot fürs Frühstück, echt lieb :-). Wir waren nur zu viert im Zimmer und haben herrlich geschlafen. Heut wählten wir bis Laredo nicht den Küstenweg, sondern den uns noch unbekannten Wanderweg durch den Wald. Laredo ist die Sommerfrische vieler Spanier. Zum Glück ist noch keine Saison, die über 4km lange Strandprominade ist auch so schon ziemlich reizlos. Ein Boot brachte uns zur Halbinsel Santoña, wo wir unsere Vorräte auffrischten und in eine Bar fielen. Nun stand uns eine der schönsten Abschnitte vom Weg bevor, über das Massiv des Buciero. Ein schmaler, großteils felsiger Weg mit traumhafter Sicht zur Bucht von Berría und dem Strand von Noja. Rundum alles grün mit Dornbüschen, zeitweise mussten beim Kraxeln die Hände mithelfen 🙄. Juhu, Schuhe ausziehen und über 3km den Noja-Strand entlang trödeln 😍. Herrlich erfrischend und gar nicht so kalt war das Meer, fanden die Füße. Genug für heute, sitzen in einer sehr netten Pension die auch Pilgerzimmer besitzt und schlürfen Nescafé mit Doppelkeks. Mei geht's an Pilger guat 😀. Noch einen schönen Pfingstmontag wünschen O + R

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Laredo
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mit der Fähre nach Santoña
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über das Buciero Massiv
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Strand Richtung Noja
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Tag 8

Castro Urdiales - Liendo 24.9km (211.1km) Gestern hatten wir herrliches Wanderwetter, obwohl Regen versprochen wurde. Dafür war es heute umgekehrt, bereits in der Früh Regen. Der wiederum reizvolle Weg bis Islaris entschädigte alles :-). Auf einem Campingplatz verwöhnten wir uns mit Café con Leche und weiter gings ohne Regen, entlang einer Bucht. Zwei Wege führen zu unserem Ziel. Wir entschieden uns gegen den asphaltlastigen Küstenweg und wählten die längere Variante durch Dörfer und über einen Berg. Oben angelangt, eine Felsenlandschaft wie auf der Hohen Veitsch, meinte der Otto. Versuchen heuer in anderen Ortschaften zu übernachten, wie vor zwei Jahren. Das ist uns bis jetzt recht gut gelungen. Wir waren zeitig am Ziel aber die nette, freundliche Herberge zwang uns fast dazubleiben. Außerdem wurden wir mit herrlicher Sonne empfangen 😎. Pilgerpflichten sind erledigt, müssen nur noch Nahrung aufstöbern, heut ist Sonntag, das haben wir nicht bedacht. Einen schönen Abend, O + R OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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Route über den Berg statt der Küste entlang
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Tag 7

Portugalete - Castro Urdiales 27.2km (186.2km) Hola zusammen! In der gestrigen Herberge trafen wir Franz einen Steirer, gemeinsam waren wir heute unterwegs. Am Morgen wurden wir vom Hospitalero mit Frühstück verwöhnt, sogar einen frisch gepressten Orangensaft gab es :-). Fast bis Pobeña gibt es eine "Autobahn" für Fußgänger und Radfahrer. Danach kann man den unglaublich schönen Weg, entlang der Steilküste kaum beschreiben 👍. In Onton überschreitet man die Grenze vom Baskenland zu Kantabrien. Ein Stück ging es entlang der Straße, damit wir uns vom "Sattsehen" erholen konnten :-). Der letzte Teil, mit Einmarsch zum heutigen Ziel, war wiederum kitschig schön. Noch schnell uns und die Wäsche gesäubert und schnell "Futter suchen", wir haben Hunger. Liebe Grüße von O + R OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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wolkig aber wunderschön ist der Weg
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 entlang der Steilküste Richtung Castro Urdiales
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Castro Urdiales

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Tag 6

Eskerika - Portugalete 29.2km (159km) + 10km mit der Metro, aus dem Intustriegebiet von Bilbao Starker Regen bereits in der Früh. Ein fesches Gatschhüpfen stand uns bevor. Die Umgebung war sicher eine Schöne aber wir konsentierten uns lieber auf den rutschigen Abstieg und auch, dass wir nicht auf den Hintern landeten. Auf der Geraden ging es dann bis Lezama, ausschließlich auf Asphalt, wo wir trotz dem Dreck den wir mitschleppten, in eine Bar durften :-). Weiter, durch einige Dörfer bis zum Aufstieg über den Berg, Richtung Bilbao. Rechts sah man den Flughafen, oben angelangt ein großartiger Blick auf die Stadt mit dem Guggenheim-Museum. Ein Rundgang durch Bilbao. In einer Halle mit unglaublich vielen Pintos-Stationen, diese Teilchen genossen und dabei das rege Treiben beobachtet. Unbedingt wollten wir noch zum Guggenheim-Museum, um den berühmten Blumenhund zu sehen. Vor zwei Jahren war er eingerüstet UND auch jetzt wieder 😢. Ununterbrochener Regen bis daher, deshalb fuhren wir mit der Metro durch das Industriegebiet. Überraschend gibt es in Portugalete, ziemlich neu eine Herberge, also hinein mit uns. Jetzt sitze ich grad in einer sehr gemütlichen "Lümmelecke", schreibe den Bericht während eine Waschmaschine sich um unsere verdreckten Klamotten kümmert 👍. Buenos Tardes, 0 + R

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Gatschhupfen 😉
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Flughafen von Bilbao
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Kirche wenn man vom Jakobsweg nach Bilbao kommt
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vor dem Guggenheim-Museum in Bilbao
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Blumenhund vor dem Guggenheim-Museum in Bilbao

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Tag 5

Markina-Xemein - Eskerika 35.7km (129.8km) Hallo ihr Lieben! Nach dem Frühstück ging es gemütlich entlang eines Baches mit herrlich frischer Luft, später leiteten uns die gelben Pfeile in den Wald hinauf. Ein mittelalterlicher Weg brachte uns zum Kloster Cenarruza, wo Pilger übernachten können. Alles sehr spartanisch wurde uns erzählt. Vor zwei Jahren haben wir da "unsere Belgier" Jean Marie und Eduard getroffen. Winke winke, ihr Lieben :-). Seit gestern sehen wir regelmäßig Pilger. Die ersten 3 Tage waren recht einsam, nur die Sportbegeisterten aus San Sebastian hirschten ganz locker, den Küstenweg nach Paseia hin und zurück 😳. Bis Gernika war das Wandern wie im Wienerwald :-). Als ich den Otto erinnerte, dass es bal steil und rutschig bergab geht, standen wir plötzlich vor neuen Holztreppen, zum Teil schon begehbar, der Rest noch in Arbeit. Die führen bis ins Tal hinunter, nicht schlecht. In Gernika, bei Café con Leche und Pintos entschieden wir, noch bis zur nächsten Herberge zu gehen, unsere Füße waren einverstanden. Das Meer sahen wir heut nicht, dafür begann es fürchterlich zu schütten. Macht nix, unsere Schuhe müssen eh regentauglich getestet werden 😉. Wir waren recht froh die Herberge erreicht zu haben, das ständige Bergauf wurde dann doch recht anstrengend. Eine Sauna wär jetzt nicht schlecht aber alles kann man nicht haben, oder? Tschüss bis morgen, sagen O + R

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mittelalterlicher Weg zum Kloster Cenarruza
 
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Kloster Cenarruza
 
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neue Holztreppen bis ins Tal
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Ottos neuer Charakter (Pilgerstab)

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Tag 4

Deba - Markina-Xemein 23.4 km (94.1km) Küche gabs keine im Bahnstation-Häuschen aber die Bar daneben hatte bereits geöffnet, also mussten wir nicht ohne Frühstück losdüsen. Auf der anderen Seite der Stadt, aufwärts, haben sie noch immer keinen Aufzug gebaut, so was 😉. Vor 2 Jahren waren bei den ersten Kilometern, alle Pfeile schwarz übersprüht. Derjenige der sich diese Arbeit angetan hat, wohnt scheinbar nicht mehr in Deba, oder so? Auf jeden Fall ist wieder alles frisch markiert, wie schön. Überhaupt ist bis jetzt der Weg so gut gekennzeichnet, sich verirren ist fast unmöglich. Hoffentlich verschrei ich das jetzt nicht :-). Die gesamte Strecke ging heut durch den Wald, hauptsächlich schöne Wanderwege. Nur der Abgang war so ein steiler, glatter Betonweg, am liebsten wäre ich auf den Hintern hinuntergerutscht. Unten angekommen überraschte uns eine kuriose Kirche. Laut Angabe wurde sie rund um einen megalithischen Altar, der aus drei gigantischen Felsblöcken besteht, gebaut. Sonst gibt es nicht viel zu berichten. Doch, sogar etwas ganz Wichtiges, Otto hat "Charakter 4" (Pilgerstab) gefunden. Jetzt sitzt er am Balkon und verhübscht ihn sicher stundenlang. Zu unserer Herberge gehört eine Bar, also gibt es heut gutes Pilgermenü 😋. Einen schönen Abend wünschen O + R OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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Deba
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Blick auf die Hafenstadt Mutriko
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Einwohner bei der Kalvarienberg-Kapelle
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um einen megalithischen Altar wurde in Markina-Xemein eine Kirche gebaut

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Tag 3

Orio - Deba 29.5 km (70.7km) Hola Amigos! Gestern war noch ein gemeinsames Abendessen mit sämtliche Nationalitäten, wurde recht lustig :-). In der Früh, keine Hektik, alle haben lang geschlafen und gemütlich gefrühstückt. So war es bereits vor 2 Jahren am Küstenweg, so bleibt es hoffentlich auch. Zu Beginn gab es zwei Wegvarianten, eine flache, dem Meer entlang und eine in den Wald hinauf. Ich konnte mich mit dem Wald durchsetzen. Als es dann steil wurde hab ich einen Zahn zugelegt, damit ich den Otto nicht schimpfen höre 😉. Dafür wählten wir ab Zarautz den schönen Küsten-Prominadenweg bis Getaria, wo uns ein nettes Café zu einer Pause verführte. Da lachten uns süße Köstlichkeiten an, denen wir aber sofort widerstehen konnten, als wir zwei Pilger beobachteten, wie sie sich ein Stück weiter vorne, den Weg hinaufquälten. Auf ländlichem Weg gings weiter, das Meer versteckte sich heute hinter den Hügeln. Wenn es sich zwischendurch zeigte, war es postkartenähnlich kitschig schön. Bis zur Passhöhe von Itziar stetig bergauf, keuch keuch und endlich ging es hinunter nach Deba, unserem heutigen Ziel. In der Mogelgasse waren wir der Meinung, dass wir uns das Hinunterfahren mit dem Aufzug, bis zum Stadtzentrum, ehrlich verdient hatten. Wir schlafen heute in einem Bahnhof-Häuschen, der lieben kleinen Feve, das finden wir echt cool 😜. Heut rauchen unsere Füße, dass müssen wir zugeben aber sonst geht es uns gut. Liebe Grüße O + R

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Blick nach Orio
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irgendwo vor Zumaia
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Richtung Deba
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Herberge in Deba, im Bahnhof-Häuschen 

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Tag 2

Pasaia - Orio 24.8km (41.2km) Aupa! Manche haben es gestern bemerkt, wir konnten weder senden noch empfangen. In einer Bar, heute in San Sebastian, haben wir das alles erledigen können :-). Küche war in der Herberge keine, haben heißes Wasser vom Hospitalero ergattert, also gab es ein Kaffeetscherl und zwei Müsliweckerl von daheim hatten wir auch noch. Die vielen Treppen hinunter zum Hafen, 100m mit dem Boot zum anderen Stadtteil geschippert und gefühlte 1000 Stiegen hinauf zu unserer Belohnung. Ja, er war wieder einmal wunderschön der Weg, durch den Wald, die Steilküste begleitete uns, immer wieder besuchte uns die Sonne....😎. Ab San Sebastian blieb sie uns für den Rest des Tages erhalten. San Sebastian ist dieses Jahr die Kulturstadt von Europa. Von der Kultur haben wir nix gesehen, viel gemütlicher fanden wir es auf der Strandpromenade. Otto hat ein neues Spielzeug, ein GPS, damit wir uns in den Bergen, die wir nach San Vicente ansteuern, nicht verirren. Ralph, unser Freund, hat uns den Weg installiert. Auch der Jetzigen ist da drauf. Nun bestätigt Otto mir zwischendurch, am gut markierten Weg, dass wir eh richtig sind :-). Nach einer Stärkung gings wieder aufwärts, diesmal für längere Zeit auf Asphalt. War nicht schlimm, wir waren ja von der Aussicht abgelenkt. Eine "Motor-Ankurbelung", mit Café con Leche fanden wir auch noch, da viel uns der weitere Weg, wieder ein schöner Waldweg bis Orio, sehr leicht. Wir besitzen neue Wanderschuhe, bis jetzt sind wir sehr zufrieden. Werden wahrscheinlich auf dem Camino "die zwei Alten mit den roten Schuhen" werden. In unserer Herberge hat sich Paul, ein Engländer den wir im letzten Jahr auf der Via de la Plata trafen, einquartiert. So ein netter Zufall. So müssen tratschen. Schönen Tag wünschen O + R

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Steilküste, Richtung San Sebastian
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Bucht von San Sebastian
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Don Quijote in San Sebastian
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Männerrunde am Strand von San Sebastian
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herrliches Wetter in San Sebastian
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unsere neuen Stadler Schuhe, Qualität aus Österreich 🙂

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Norte-Picos-Primitivo-Muxia Tag 1

Wien - Madrid - Irun (Flug) Irun - Pasaia 16.4 km Hola! Landung in Madrid bei strömenden Regen. Weiterflug mit einem Mini-Vogel, wo das Handgepäck im Flieger keinen Platz hatte, deshalb abgesammelt und irgendwo verstaut wurde. In Irun zwar keine Sonne aber herrliches Wanderwetter. Um 14:00 verließen wir den Flughafen, die Überlegung war, gleich los marschieren oder doch erst morgen früh. Der erste gelbe Pfeil nahm uns die Entscheidung ab, Ultreia, deshalb sind wir ja am Jakobsweg :-). Hinauf mit uns auf den Jaizkibel, da wir auf Belohnungen stehn, wählen wir den Alpinistenweg. Zwar sehr steil aber dafür nur kurz und die Aussicht da oben ist echt traumhaft schön. Immer entlang der Steilküste auf der einen Seite, auf der anderen Seite die Berge, vorbei an Pferden und den alten Wachtürmen aus dem 19.Jh. Pasaia, unser heutiges Ziel begrüßte uns mit Sonnenschein. In unserer Herberge, eine renovierte, ehemalige Kirche, waren einst Hippie ansässig. Von daher stammt noch ein Wandbild aus Mosaik von Che Guevara. Jetzt sitzen wir am Hafen, genießen die Aussicht und unsere Bocadillos. Einen schönen Abend, O + R    am Berggrad vom Jaizkibel, in der Ferne ein Wehrturm aus dem 19.Jh.

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Otto bekämpft den Jaizkibel
Mosaik von Che, in der Herberge von Pasaia
Blick von der Herberge in Pasaia

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Hallo zusammen

Nach einem wunderschönen Muttertags-Verwöhnprogramm unserer Tochter, sitzen wir jetzt "geschniegelt und geschnäuzt", völlig entspannt da und checken es noch immer nicht dass es morgen bereits losgeht. Es wird schon noch kommen das Kribbeln im Bauch und in den Füssen, da bin ich mir sicher :-). Morgen um O4:45 werden wir abgeholt und um O6:55 fliegen wir Richtung Spanien, denn unser nächster Jakobsweg wartet auf uns. Zum zweiten mal starten wir den Küstenweg, der uns beide fasziniert hat. Damit es aber nicht fad wird, zweigen wir diesmal in die Berge ab. Das wird ein Erlebnis auf das wir uns sehr freuen. Zwei neue Schutzengel von Karin werden auf uns aufpassen, dass wir gesund nach Hause kommen. Außerdem wurden wir von Pilgerfreunden mit Informationen versorgt, damit wir gut über die Berge finden. Herzlichen Dank euch allen. So, jetzt müssen wir nachdenken, warum wir noch nicht aufgeregt sind ;-). Gute Nacht sagen Otto und Renate

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2016

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10 Gedanken zu „2016

  1. Grüß euch,meine Oldie’s!
    Bald ist es wieder so weit! Habt ihr eure 7 Zwetschken schon eingepackt und seit startklar für Sonntag? Schon nervös und ganz aufgeregt?
    Ich freu mich auf jeden Fall schon wieder sehr,auf eure wunderschönen Fotos und natürlich auf deine “Romane” liebe Mamschi 🙂
    Dickes Bussal,eure Karin :-*

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