2022

2022


St. Olavsleden Tag 28

Heimreise: Flug - Copenhagen - Wien Jean-Marie aus Frankreich hielt uns in der Nacht mit einer Schnarchvorstellung wach. Naja, man verzeiht wenn jemand lieb ist 😜 . Nach dem Frühstück Verabschiedung. Niklas fährt heute mit der Bahn Richtung Heimat und Jean-Marie mit dem Rad Richtung Nordkap. Laut Pilgerbetreuer kommen im Schnitt täglich 5-6 Pilger von zwei Richtungen an. Der wohl bekanntere Weg verläuft von Oslo nach Trondheim, also nur in Norwegen. Am St. Olavsleden waren hauptsächlich Frauen unterwegs, stellten wir im Tourenbuch vor Trondheim fest. Für uns wurde es auch Zeit zu gehen. Mit dem Bus zum Flughafen, Otto musste ja noch seinen Wagen zerlegen. So, das war der St. Olavsleden, von Küste zu Küste. Vielleicht ist es uns ein wenig gelungen, euch einen relativ unbekannten Weg schmackhaft zu machen 😊 . Für uns hat jeder Weg seine Besonderheit, sonst würde man wohl kaum neue suchen. Dieser bietet eine wunderschöne Natur, Ruhe und Einsamkeit die man genießen kann. Auch die Menschen im Norden strahlen Ruhe und Gelassenheit aus. Wir hatten Hitze, Kälte, Regen, Schlamm und sind an Schneefelder vorbeigekommen. Die Wegmarkierung ist hervorragend, danke dafür. Auch vielen Dank an die Familien die Pilger aufnehmen und sich darum kümmern ob sie ein Essen haben und auch sonst sehr hilfsbereit sind. Aber das kennt man ja auch von anderen Wegen. Supermärkte gibt es nicht täglich und Einkehrmöglichkeiten nur selten. Wasser sollte man bei jeder Gelegenheit nachfüllen. Manchmal stehen Kanister mit Wasser bereit oder man kann sich bei einem Haus bedienen 🥰 . Wie immer möchten wir uns recht herzlich für eure „Begleitung“ und über die netten Kommentare bedanken, die wir immer mit Freude lesen ❤️ . Jetzt ist es Zeit sich ein wenig ums Motorrad zu kümmern und an den Urlaub zu denken. Einen schönen Sommer wünschen euch O + R

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St. Olavsleden Tag 27

Trondheim-Besichtigung Gestern hatten wir doch noch das Bedürfnis den Nidarosdom zu besuchen und eine kleine Runde zu drehen. Viele Touristen waren unterwegs. Deshalb ist Otto heute bereits um 5:30 mit seiner Drohne zum Dom und zur Brücke marschiert 🙄 . Nach dem Frühstück stapften wir zum Aufwärmen, hinauf zur Festung Kristiansten. Von da oben hat man einen fantastischen Ausblick auf die Stadt und Otto schickte wieder seine Drohne in die Freiheit. Die Festung ist frei zugänglich, man wundert sich wie klein sie ist und wie da eine Verteidigung möglich war. Ein Spaziergang durch Bakklandet, die ehemalige Arbeitersiedlung mit schönen alten Holzhäusern, durch Fussgängerzonen und uns in einer Bäckerei Kaffee und Kuchen schmecken lassen. Es regnete zum Glück nicht aber die Sonne ließ sich heute nicht blicken. Als Pilger hat man freien Eintritt in den Nidarosdom. Sie ist die größte und bedeutendste Kirche des Landes und wirklich beeindruckend, mit schönen bunten Glasfenstern. Bereits ein paar mal abgebrannt. Erst 1860 wurde mit einer Generalsanierung begonnen, mit der ursprünglichen Pracht. Ein deutscher Architekt bekam den Auftrag. Erst 2001 galt der Wiederaufbau, nach einer 132jährigen Bauzeit als abgeschlossen. Der Sage nach wurde der Hochaltar genau an der Stelle platziert, wo sich das Grab des heiligen Olavs befand. Vor der Kirche haben wir Niklas getroffen, er schläft auch im Pilgerzentrum und erzählte uns vom sehr schwierigem Weg, der mit dem Wagen unmöglich gewesen wäre. Trondheim ist eine liebe, überschaubare Stadt. Sie hat zahlreiche Museen aber sie alle zu besuchen, darauf haben wir keinen Bock. Einen schönen Abend wünschen O + R Unterkunft: wie gestern

https://youtu.be/mZl4gftmsuE https://youtu.be/7xpObgtIXAs https://youtu.be/xUGUyln9mBc

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St. Olavsleden Tag 26

Vikhammer - Trondheim 17.8km (629km) Keine Kälte und gutes Wanderwetter hatten wir wieder. Ziemlich zu Beginn ein kleiner Umweg zum Rastplatz Saksvikskorsen mit einem Hozkreuz, Pilgerstempel und Tourenbuch. Ein bedeutsamer historischer Platz im Mittelalter. Von hier konnten die Pilger erstmals auf Trondheim und den Turm des Nidarosdoms blicken. Wir sahen Trondheim in der Ferne erst danach, beim steilen Abstieg Richtung Schnellstraße, die unterquert wurde. Noch die Eisenbahn überqueren und ein schöner Pfad brachte uns zum Fjord. Viele Rastplätze gab es heute und einige Badestrände. Bei drei Kirchen kamen wir vorbei, leider waren alle verschlossen. Ein durchgehend schöner Weg bis zur Stadt. Eine Siedlung reihte sich an die andere. Moderne Wohneinheiten sowie großzügige Einfamilienhäuser. Bei manchen steht das Motorboot gleich vor der „Tür“ 😎 . Entlang von Strandpromenaden, Waldwegen und kleinen Schotterwegen. Langsam schlichen wir dahin, die Luft ist draußen stellten wir fest. Der Weg bog vom Fjord ab, führte durch eine schöne Parkanlage und zu einem Einkaufszentrum wo uns ein Kaffee wieder in die Gänge brachte. Weiter gings durch die Außenbezirke Trondheims und die Sonne begrüßte uns, wie schön. Steil eine Straße hinauf und weiter über schöne Pfade unterhalb der Festung Kristiansen, die wir übersahen 🙄 . Ein steiler Abstieg folgte zum touristischen Stadtteil Bakklandet. Für Radfahrer gibt es einen Fahrradlift, sowas haben wir noch nie gesehen. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Stadtbrücke Bybruna mit zwei markante, rote Portale im neogotischen Stil und ist 8m lang. Viele Touristen tummelten sich auf der Brücke und bewunderten, so wie wir auch, die bunten Speicherhäuser die den Fluss Nidelv säumen. Am anderem Ufer erreichten wir bald das Pilgerzentrum Nidaros Pilegrimsgård. Hier erhält jeder Pilger seinen letzten Stempel, den Olavsbrief und eine kostenlose Eintrittsmarke für den Nidarosdom. Ein sehr netter Empfang mit Kaffee und Schkolade. Eine große Weltkarte hängt auf der Wand. Jeder Pilger steckt eine Stecknadel an seinem Heimatsort. Bei Wien stecken jetzt drei 🥰 . Ja und wir schlafen da zwei Nächte 😊 . Erst morgen wollen wir zum Dom und die Stadt besichtigen. Heute ist Wäsche waschen dran und Otto säubert gerade seinen verdreckten Wagen. Danach besuchen wir das vornehme Café. Uns geht es gut, wir hatten keine Probleme, bis auf den Wagen, der darf nimmer mit, meinen O +R Unterkunft: Nidaros Pilegrimsgård Kjøpmannsgata 1 Tel.: +47 73525

https://youtu.be/F9Tg6_Aaqh4

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St. Olavsleden Tag 25

Ersgård - Vikhammer 27km (611.2km) Gestern kam noch Niklas, ein junger deutscher Pilger an. Er durfte im Garten sein Zelt aufstellen und die Sanitäranlagen nützen. War schön wieder einmal zu plaudern. Wir standen heute, eigentlich bereits gestern, vor einer Entscheidung. Der St. Olavsleden nach Folden hat wohl den schwierigsten Part vom gesamten Weg. Extrem steile, schmale und rutschige Passagen. Sumpfig, wackelige Holzbretter, Steine und Geröll, eine schwierige Kletterpartie um einen Felsen. Nein das geht mit dem Wanderwagen auf keinem Fall. Otto fand einen Alternativweg entlang der Küste. Gemeinsam mit dem St. Olavsweg geht er die ersten 5km entlang der Straße, parallel zur Eisenbahn und vorbei am Flughafen. Für uns ging es am Rad/Fußweg, zwischen der Straße und dem Meer bis Vikhammer. Manchmal sehr schön direkt am Ufer. Zeitweise herrliche Ausblicke. Pause im Bushäuschen und bei einem Rastplatz vor einem Supermarkt, mit kaltem Cappuccino und Keksis 😋 . Vorbei an größeren Ortschaften, auch Vikhammer ist überraschend groß. Unsere Herberge liegt auf einer Anhöhe, steil ging es hinauf, vielleicht zum letzten Mal? Die allerwichtigste Meldung. Kein Regen, am Vormittag gutes Wanderwetter, ab Mittag SONNE, was für eine Belohnung 🥰 . So schön vor der Herberge zu sitzen, die Sonne und die wunderschöne Aussicht ins Tal zu genießen ❤️ . Heut wird unser letztes Outdoor-Essen verspeist. Morgen sind wir in Trondheim, dort haben wir im Pilgerzentrum für zwei Nächte ein Zimmer ergattert, juhu 👍 . Auf Trondheim freuen sich O + R Unterkunft: Vikhammer Søndre, Herberge in einem Sportzentrum Gullhaugveien 1 C Tel.: selber suchen

https://youtu.be/Ulrc3k2gpWA https://youtu.be/QJxakrq-41c https://youtu.be/__o9pW2NM44

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St.Olavsleden Tag 24

Borås - Ersgård  20.3km (584.2km) Auch wenn die Sanitäranlagen nicht so sauber waren, gleicht sich das mit der Herzlichkeit unserer nicht mehr jungen Gastgeber wieder aus 🥰 . Wie gestern schlängelte sich der Weg durch die hügelige Landschaft. Diesmal auf Landstraßen, durch Felder, Weiden und kleinen Siedlungen. Zum ersten mal sahen wir in Norwegen die Sonne. Leider nur für einige Minuten. Sie dachte sich wahrscheinlich, bei diesen dunklen Wolken soll der Regen wieder arbeiten. Das hat er dann wieder den ganzen Tag erledigt. Zwischendurch mit Pausen, also Regensachen an, aus...... Unsere Pause war gemütlich in einem Bushäuschen. Dort hatte Otto kurz die Möglichkeit seine Drohne zu starten bevor der Regen wieder kam. Bei einer Skisprungschanze biegt der Weg in den Wald hinein. Es folgten Wiese, Sumpf und rutschige Holzstege aber alles nicht tragisch. Nass sind wir ja gewohnt 🙄 . Einen schönen Rastplatz mit einem Unterstand, wo man auch bequem schlafen könnte ignorierten wir. Bei dem Wetter uninteressant. Weiter auf Wiesen und für Otto wieder schlecht zu gehenden steilen Pfaden. Heute gabs es ungewöhnlich viele Rastplätze. Bei besserem Wetter sicher mit schönen Aussichten. Wir waren nicht traurig als wir die treue Begleiterin E14 unterquerten und zu der dicht bewohnten Siedlung Værnes kamen. Erstmals Zivilisation in Norwegen. Der Flughafen von Trondheim ist hörbar nahe. Tieffliegende Brummer über uns. Die Kirche von Værnes gilt als ältestes Steingebäude Norwegens. Sie wurde um 1100 im romanischen Stil errichtet. Gleich daneben ein Freilichtmuseum mit einigen sehr alten Häusern vom ehemaligem Dorf. Das dazugehörige Sommercafé ist am Montag geschlossen sahen wir ganz traurig auf der Tafel. Wir hatten Glück, durch einen Besuch durften wir auch hinein und konnten Kaffee und Waffeln mit sauren Rahm und Marmelade genießen 😋 . Fotografiert für Instagram wurden wir auch. Nun war es nicht mehr weit bis zu unserer noblen Unterkunft. Ein historisches Anwesen, mit einer über 250jährigen Geschichte. 300m entfernt gibt es für Pilger ein Häuschen ohne Wasser und Strom. Wir belohnen uns aber mit einem Doppelzimmer, im wunderschönem, teilweise alt eingerichtetem „Hotel“, mit Abendessen und Frühstücksbuffet. Unterkunft: Hotel&Konferenzzentrum und Herberge Ersgård Sørsidevegen 460 Tel.: +47 90187220

https://youtu.be/0d1oGHbMEoo https://youtu.be/PhXjVZKAQ-g

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St.Olavsleden Tag 23

Markabygda - Borås 20.3km (563.9km) Eine Herberge die von drei sehr angaschierten Helferleins betreut wird, wir sagen danke ❤️. Seit Tagen sind wir in jeder Unterkunft alleine. Hügelig, hauptsächlich auf Forststraßen und gut begehbaren Schotterwegen schlängelte sich der Weg bis Borås. Vorbei an drei Seen, durch bewaldetes Gebiet und an Parkplätzen mit beschilderten Loipen und Wanderpfaden. Auf den Dächern mancher Unterstände aber auch auf kleinen Häusern wächst/wachsen Gras aber auch kleine Bäumchen, schaut lieb aus 🥰 . Die teilweise schönen Aussichten auf die Berge und ins Tal wurden leider vom Regen getrübt. Ja auch heute gabs wieder Regen 🥺 . Wir trafen ein Läuferpaar, mit ihnen ergab sich ein nettes Gespräch. Sie wohnen in Markabygda, fast neben der Herberge und haben erst vor zwei Tagen den Olavsweg von Oslo nach Trondheim beendet. Eine dankbare Pause auf Mistkübel unter einem Baum, vom Regen geschützt. Daneben ein wunderschöner Rastplatz am Seeufer, leider für uns nicht geeignet 🙁 . Was hat sich in Norwegen gegenüber von Schweden geändert? Die Höhenmeter natürlich, weniger rote Häuser und viel weniger Seen. Für den Regen und für die Kälte ist ja der Wettergott verantwortlich. Die Einwohner erzählen von einem ganz schlechten Sommer, der nicht normal ist 🤷‍♀️ . Aber wer oder was ist schon normal 😉 . Wenn wir heimkommen erwarten uns 35 Grad, dann trifft uns eh gleich der Schlag. Sind wieder ganz alleine in einem Haus nur für uns. Im Ofen prasselt das Holz und in der Küche warten norwegische Kjøttkaker (Faschierte Laibchen mit Kartoffel und Erbsenpüree) auf uns 😋 . Das war heut ein „gemütlicher“ Sonntagsspaziergang finden O + R Unterkunft: Herberge Borås Gard Langsteinvegen 1036 Tel. Nr. weiß ich leider nicht

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St. Olavsleden Tag 22

Munkeby - Markabygda  22.2km (543.6km) Viel Auswahl gabs beim Frühstück und den Gesamtpreis konnten wir nicht fassen, so fair 👍 . In Begleitung heute: Regen und MATSCH 🥴 . Die Herausforderung heute: die Höhenmeter und der Versuch nicht im Dreck zu versinken 🤪 . Bald bogen wir in einem Waldweg ab, wo teilweise abgeholzt wurde. Kreuz und quer lag Holz am Wanderweg. Hinauf zu einer Alm, ein sehr feuchter, holpriger, teilweise zugewachsener Pfad folgte. Man musste gut aufpassen um nicht im Matsch zu versinken. Hin und wieder boten sich schöne Ausblicke aber großteils war es ein zugewachsener Wald. Ein sehr unangenehmer Schotterweg über einen Berg, brachte uns zum nächstem Alm-Aufstieg. Der Wind peitschte uns den starken Regen ins Gesicht. Der Aufstieg auf die Alm war zunächst unklar, mit Gatter und über einen Zaun steigen? Das haben wir nicht gefunden. Statt dessen war unsere Pause wieder einmal auf der Terrasse eines Ferienhauses 🙄 . Von der Lichtung hatten wir einen schönen Blick zu einem See. Wegsuche kam anschließend. Wir fanden den Zaun und stiegen drüber. Von da an war der Weg nur mehr grausam und eigentlich bei Dauerregen fast nicht machbar. Echt arg, dass die Buchautorin davor nicht warnt 😕 . Wie Otto es wieder einmal schaffte ist mir völlig unklar. Auf schmalen, schwierigen, steinigen Pfaden, die man manchmal als solche gar nicht erkennen konnte ging es langsam voran, auf und ab. Das größte Hindernis war allerdings der Sumpf. Mit jedem Schritt versanken wir, fast bis zu den Knöcheln. Es gab keine Ausweiche, überall gleich sumpfig. Bächlein wurden überquert, natürlich ohne Brücke. Wir latschten einfach durch, war eh schon egal, nasser ging nicht mehr. Der Weg selber wurde teilweise zu einem Bach, da bemerkt man die schöne Natur auch nimmer. Bei einem Wiesenweg hörte der Regen kurz auf und wir hatten eine wunderschöne Aussicht ins Tal, auf die Berge und auf den See. Endlich kamen wir zur Straße, wie aufgezogen schlapften wir nach Markabygda und zur dortigen, wiederum sehr schönen Holzkirche aus dem 18.Jh. Die Pilgerunterkunft ist gleich daneben im Gemeindehaus und sie ist unglaublich nett. im Schlafraum und Aufenthaltsraum ein Holzofen. Eine schöne Küche zur Selbstversorgung, alles da was man dafür braucht. Der Betreuer hat uns für morgen gleich die Unterkunft reserviert, das war uns recht. Im Zelt schlafen können wir vergessen. Der Weg war heute sehr kräfteraubend finden O + R Unterkunft: Markabygda Kirkestue, Gemeindeherberge Støringvegen 13 Tel.: +47 97159240

https://youtu.be/u2U3VmMq0Lo

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St. Olavleden Tag 21

Vuku - Munkeby 32.3km (521.4km) Glücksgefühl. Hab noch nie so zeitig und gut geschlafen wie in diesem Kuschelbett 🥰 . Alles wurde trocken. Haben unser letztes Frühstückspackerl vernichtet. Durften uns mit Kaffee und selbstgemachter Marmelade bedienen. Zwei Pausen waren in Aussicht 👍 und der Weg hatte heute viel zu bieten. 7 Grad in der Früh, kein Regen und kein Wind. Deshalb empfanden wir es gar nicht kalt. Wir hatten kein norwegisches Geld, wie auch, wenn Åre keine NOK hatte und es danach keine Bank gab. Bei Thomas konnten wir mit SEK bezahlen, in Vuku nicht, auch nicht mit Karte. Wir sollen einfach von zu Hause das Geld überweisen, das machen alle Pilger so. Wow, so ein Vertrauen ❤️ . Der Abschluss gestern war hinab, hinab und hinab. Dann konnte der heutige Beginn ja nur hinauf, hinauf und hinauf sein. Auf einer kleinen Straße, ohne Verkehr. Wunderbare Ausblicke, in der Ferne konnten wir bereits das Trondheimfjord sehen. Es begann wieder zu regnen aber das störte uns heute gar nicht. Landwirtschaft prägt diese Gegend. Kühe, Schafe, Ziegen, Pferde aber hauptsächlich Getreideanbau. Es ging abwärts nach Stiklestad, ein Wallfahrtsort. Am Ortseingang ein Olavsdenkmal. Davor ein Blumenteppich in Form des Olavskreuzes. Das gesamte Dorf ist eigentlich ein Museum. Ein riesiges Freilichtmuseum zeigt traditionelle Gebäude aus dem 18.und 19.Jh. Daneben die größte und älteste Freilichtbühne Norwegens. In Stiklestad erlitt Olav der Heilige, im Kampf gegen ein norwegisches Bauernheer, seine tödlichen Verletzungen. Vor seinem Tod lehnte er sich an einem Stein und bat Gott um Hilfe. Der Sage nach steht genau an dieser Stelle die Kirche und der Stein wurde in die Grundmauer eingearbeitet. Unterm Altar befindet sich heute noch ein Stein. Leider konnten wir wegen einem Begräbnis die Kirche nicht begutachten. Schade, die Wandmalereien hätte ich gerne gesehen. Im Pilgerzentrum, gleichzeitig ein Hotel und Restaurant, haben wir dann eine Pause gehalten, sehr gemütlich war es dort. Ab da zeigt die Markierung in beide Richtungen. Pilger die von Oslo nach Trondheim gehen, wollen oft weiter nach Stiklestad. Über eine schöne Birkenallee neben der Straße erreicht man das Ortszentrum von Verdal. Juhu, endlich ein Bankomat, endlich kommen wir zu NOK und endlich hat der Regen aufgehört 😊 . 1893 wurde Verdal vom schlimmsten Erdrutsch in Norwegens Geschichte getroffen. 116 Menschen fanden den Tod, Höfe verschwanden spurlos, fast der komplette Viehbestand wurde vernichtet. Einfach schrecklich. Noch im Supermarkt eingekauft, der nächste kommt erst nach 80km. Eine weitere Pause, wer weiß wann wieder so eine Möglichkeit kommt 🙄 . Über den Fluss Verdalselva gings weiter, an dessen Ufer führt ein schöner Wiesenweg bis zu einer Siedlung. Da begann der nächste Aufstieg mit fantastischem Blick auf Getreidefelder, dem Ort Verdal und der Trondheimfjord war ganz nah. Auch Norwegen möchte mit Pfaden trumpfen. Dieser ging wunderschön durch den Wald, durch hohes Gestrüpp aber teilweise extrem matschig. Unsere Schuhe wurden wieder waschelnass und dreckig. Vorbei bei einem Rastplatz mit Pilgerstempel. Jemand hat für Pilger einen Frischwasserkanister und eine Kühlbox mit Wasserflaschen hingestellt, vielen Dank, das ist so lieb 🥰 . Ein steiler Anstieg in einem Zauberwald. Ein Wiesenpfad danach, er wurde wohl extra zur Schuhreinigung angelegt, damit man sauber zur Herberge kommt. Aber nein, nochmals durch den Wald, diesmal steil hinunter, dann entlang eines Baches, ein schmaler verwachsener Pfad. Über eine schöne Holzbrücke kommt man zur Klosterruine von Munkeby. Dort durfte die Drohne steigen. Was soll ich schreiben. Wir wollen nicht mehr steil 🤪 . Weder hinunter noch hinauf, es reicht für heute. Nützt nix, wir müssen hinauf zur Herberge in Munkeby. Schlafen heute in einer mittelalterlichen Herberge 😊 . Werden mit Abendessen und Frühstück versorgt. Schön, vielseitig und anstrengend war es heute, finden O + R Unterkunft: Munkeby Herberge, Håkon Fiskvik, Tel.: +47 99692315

https://youtu.be/eFbrUc3QLPs

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St. Olavsleden Tag 20

Sul - Vuku (AKS) 33.4km (489.1km) Kalt und regnerisch. Nach dem Frühstück, Verabschiedung von Thomas und hinaus mit uns. Ein Stück der Straße entlang, über eine Hängebrücke und wir waren wieder auf dem Olavsleden. Der hatte heute drei recht unterschiedliche Abschnitte. Ein Wiesenweg führt aufwärts. Die Hochgebirgslandschaft liegt hinter uns. Nun ist die Landschaft wieder sehr grün, ein Bächlein begleitete uns plätschernd. Teilweise war der Weg recht matschig, man musste gut aufpassen um nicht zu „versinken“. Eine herrliche Ruhe und eine gute Luft 👍 . Steil ging es abwärts, um gleich darauf wieder steil aufwärts zu gehen. Einige Häuser bei einem bequemen Abschnitt. Nah entlang einer Schlucht beim Abstieg. Ein bisher sehr schöner Weg. Es folgte ein langer Straßenhatscher auf einer engen Landstraße mit viel Verkehr. Starker Regen und nieseln wechselten sich ab. Nicht angenehm. Zweimal konnte man sich kurz durch Siedlungen von der Straße erholen. Der nächste Teil war wieder schön. Auf Schotterwegen auf und ab, ein Waldabschnitt mit mächtigen Kiefer und Tannenbäumen. Pausen sind bei dem Wetter kaum möglich, wo soll man sitzen? Wir setzten uns frech auf die überdachte Terrasse eines Ferienhauses 😉 . Zu früh dachten wir es geschafft zu haben aber überraschend führte ein Wiesen-Wanderweg durch den Wald steil hinab und hinauf, keuch, keuch. Mittlerweile schüttete es wie verrückt, wir waren von den Knien abwärts waschelnass 🥴 . Der Weg wollte einfach nicht enden, es muss doch bald Vuku in Sicht sein? Endlos gings auf einer Straße abwärts, so hoch oben waren wir doch gar nicht? Die Kirchen in Schweden und Norwegen sind alle so anders wie bei uns. Die von Vuku ist eine rot gestrichene Holzkirche aus dem 16.Jh. Leider geschlossen aber einen Stempel gabs für unser Büchlein. Am Campingplatz waren alle Häuschen bereits vergeben 😳 . Heut gabs nach langen wieder einen Supermarkt. Dort kauften wir Kleinigkeiten fürs Abendessen. Ein Stück weiter gibt es eine Pilgerherberge in einem Kreative-Center. Dort wurden wir aufgenommen und wir sind ganz alleine. Alles neu und fein. Eine herzliche Aufnahme. Wir dürfen alles anschaun und nutzen. Waschmaschine und Trockner gibt es auch. Unsere Schuhe wurden zum Trocknen mitgenommen 😊 . Schade, dass wir in diesem „Paradies“ so spät ankamen. Heut gibs Babybrei mit viel Schokolade drauf 😋 . Auf besseres Wetter hoffen O + R Unterkunft: Pilgerherberge im AKS Austin Kreative Senter Vukuveien 971 Tel.: +47 45082838

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St. Olavsleden Tag 19

2.5km vor der norwegischen Grenze - Sul 17.6km (455.7km) Heut früh bimmelten uns die Schafe wach 😂 . Es war kühl und feucht aber zum Glück nur ein leichtes Nieseln. Soll ja gut für die Haut sein. Weiter ging der schöne Weg von gestern, uns voran die Schafe. Sie müssen allerdings in Schweden bleiben, also drehten sie wieder um. Um 7:52 überschritten wir die Grenze zu Norwegen, was für ein Gefühl 👍 . Der schöne Weg blieb gleich, nur die Landschaft veränderte sich. Eine karge Hochgebirgslandschaft mit Flechten, Moosen und Mooren. Vorbei an einigen Schneefeldern, tolle Aussichten vom Høgfjell, dem höchsten Punkt des gesamten Pilgerweges. Es sind nur 650 Höhenmeter aber man hat trotzdem manchmal das Gefühl auf einer Alm zu sein. Es gab wieder eine historische Steinbogenbrücke mit einem netten Unterstand und einer Toilette. Zum Rasten leider zu nass. Das holten wir später auf der Stiege eines Hauses nach. Bis dorthin, Natur pur und wir zwei. Steil führte später ein Schotterweg hinunter zur Straße. Wir hatten heute gar keine Lust auf Zelt und Kälte. Also war unser Ziel Sul, in der Herberge bei Thomas. Er ist 2005 von Deutschland ausgewandert und bietet Pilgern einen urigen, gemütlichen Unterschlupf. Küche und Bad werden gemeinsam genützt 😊 . Unglaublich schön ist eine heiße Dusche und ein warmes Zimmer. Danke für den schönen Weg und der netten Herberge sagen O + R Unterkunft: Herberge Appalousa Rendezvous (deutsch) Jämtlandsvegen 3313 Tel.: +47 40462387

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St. Olavleden Tag 18

Tännsforsen - 2.5km vor der norwegischen Grenze 38.3km (438.1km) Eine schön gelegene Anlage, mit einer Touristenstation, Restaurant, Café, lieben Leuten und der Pilgerherberge 😊 . Ein Frühstück in einem großen Korb wurde für uns gerichtet. Da hätten noch ein paar Pilger kommen können. Was übrig bleibt sollen wir für die Jause mitnehmen. Tännsforsen ist bekannt für Schwedens größten Wasserfall, mit einer Fallhöhe von 38m. Den mussten wir uns noch anschauen, er ist nur 200m abseits. Unglaublich mächtig und imposant, Otto hat ihn ja gestern bereits bewundert. Der Hausherr bestand darauf uns die 2km zur Straße mit dem Auto zurückzuführen. Die Mädels hat er schon dort hingebracht. Na dann sagen wir recht herzlichen Dank 🥰 . Blauer Himmel und Sonnenschein. Ausschließlich nur Straße war heute angesagt, die Fortsetzung von gestern. Zu Beginn gabs noch ein paar schöne Fotomotive, später gabs nur mehr die Straße, die Autos, uns und riesige Brummer die sogar durchs T-Shit bissen. Na gut, ein paar schöne alte Steinbogenbrücken aus dem 18.Jh. gabs auch noch 🙄 . Wir freuten uns auf das Sommercafé in Medstugan, es war leider geschlossen. Also gabs Schüttelkaffee a la Rosa-Maria und unsere letzten Kanelbullar. Wasser bekamen wir bei einer netten Dame unterwegs. Eine tolle Aussicht auf einen See und dahinter die schneebedeckten Berge von Norwegen. In Skalstugan hat man den Asphalthatscher endlich geschafft. Einen kleiner Weiler mit einem noblen Hotel durchquert man. Endlich begann ein Wanderweg. Was für eine Freude für die Füße und was für eine Freude war diese Ruhe 👍 . Unser Zelt steht in einem Windschutz, unsere Bäuche sind mit Gemüse-Couscous gefüllt, es ist kälter geworden aber das halten wir aus. Neugierig auf Norwegen sind O + R Unterkunft: Eigenheim mit Aussicht auf die schneebedeckten Berge 😊 .

https://youtu.be/YgYwYh38TKs

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St. Olavsleden Tag 17

Åre - Tännsforsen 22.5km (399.8km) Ein Frühstücksbuffet wo nichts fehlte, wo man gar nicht weiß was man sich von den Köstlichkeiten nehmen soll. Sogar warmen Porridge mit Früchten gab es 😋 . Eigentlich dachten wir gestern spontan an einen Rasttag aber das B&B war ausgebucht 🤷‍♀️ . Blauer Himmel und Sonnenschein. Unglaublich was so ein Wetter mit einem macht 😊 . Erst nach 9:00 spazierten wir gemütlich ins Sportzentrum von Åre. Dort setzten wir uns vor dem Hausberg Åreskutan in die Sonne und beobachteten das kunterbunte Treiben der Wanderer, Mountainbiker und Paragleiter. Mit der Kabinenbahn kann man den Berg hinauffahren und den Gipfel stürmen. Dort steht Schwedens höchstgelegenstes Café. Otto wollte in der Bank € auf NOK umtauschen aber die haben kein Geld, in der BANK??!? Ui, das ist die letzte Bank in Schweden und wir sind bald in Norwegen und dort gibt es auch lange keinen Bankomaten 🤷‍♀️ . Noch einen Kaffee getrunken, erst mittags waren wir für den Olavsleden bereit. Der begann zuerst entlang der Straße neben den Bahngleisen. Diese überquerten wir später zu einem gemütlichen Wanderweg mit Wald Wiese und Blumen. Nach Åre veränderte sich die Landschaft. Sie wurde wieder offener und eben. Ein Stück Landwirtschaft gabs, mit Schweinen, Rindern und Schafen. Schnell waren wir in Duved, ein Ort mit einer sehr schönen offenen Kirche. Nach einer Kaffeepause noch den ICA Supermarkt genützt. Die nächsten 100km gibt es keine Einkaufsmöglichkeit. Wir kauften nur Schinken für unser Püree, unsere Lieblingskekse und zum letzten mal Kanelbullar (schwedische Zimtschnecken). Danach war nur mehr Straße angesagt. Landstraße, E14 und beim nächstem Landstraßenwechsel spazierte ganz gemütlich ein Renntier über die Straße. Leider sprang eine „Verrückte“ total hysterrisch mit der Kamera aus dem Auto und verfolgte den Armen. Der lief erschrocken davon und ich konnte ihn leider nur aus der Ferne fotografieren 🤨 . Wir waren gerade dabei einen Zeltplatz zu finden, da sahen wir von Weitem die Touristenstation mit der Pilgerherberge und sie war nicht wie im Buch steht geschlossen, super 👍 . Sie wird von einer ganz lieben Familie bewirtschaftet, mit einem lustigen Hausherrn und in der Herberge findet man alles was Pilgerleins benötigen. Juhu, in der Herberge trafen wir wieder Rita aus Finnland, sie ist ein Stück mit dem Bus gefahren und ist zum Glück wieder fast gesund. Eine Holländerin schläft auch da 😊 . Otto schickt seine Drohne über Schwedens größten Wasserfall und ich muss tratschen. Das war ein schöner Tag finden O + R Unterkunft: Pilgerherberge Tännforsen 352, Tel.: +46 730403699

https://youtu.be/4_k_Og35N-s https://youtu.be/ykkt6To8CSE

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St. Olavsleden Tag 16

Hållandgården - Åre  23.3km (377.3km) Nach dem Frühstück ging es gleich abwärts zu einem Pfad und zum Fluss Indalsälven. Er entspringt in Åre und mündet in Sundsvall ins Meer. Gleich zu Beginn drei Wasserfälle, wobei der mächtigste mit dem Namen Ristafallet, eine Fallhöhe von 14m und eine 50m breite Fallstufe hat. Er zählt zu Schwedens größten Wasserfällen. Das war schon ein gewaltiges Naturerlebnis 👍 . Es ist kalt, dunkle Wolken aber die frische Luft war hervorragend. Der Weg führt durch einen Campingplatz und weiter gings auf Pfaden die wie immer schön, wild und matschig waren und durch Wald und Wiese gingen. Zwischendurch wurde er über die E14 immer wieder gewechselt. Schöne Sommerblumen säumen den Weg. Die Berge von Åre kamen immer näher, leider gaben sie die Wolken nicht ganz frei. Pausen sind im Freien, wenns kalt und nass ist, nicht grad gemütlich. Deshalb freuten wir uns, dass es am Campingplatz Åre zumindest einen Kaffee und ein trockenes Plätzchen gab. Schnurgerade geht der Olavsweg auf einer kleinen Straße entlang. Schrecklich war der kalte Gegenwind, ohne Haube würde er uns die Ohren wegblasen 🙄 . Eine Wegänderung machte das ganze auch nicht besser. Steil hinauf zu einem Pfad den man nicht so recht erkennen konnte, so schmal war der. Durchs hohe Gras stolpern, im Matsch versinken, das macht keinen Spaß. Der Weg hörte plötzlich auf und man musste erst wieder steil hinunter zur Straße. Tolle Wegänderung 😏 . Besser man bleibt gleich auf der Straße. In Åre haben wir uns in einer Bäckerei eine Pause verdient, bevor wir die Kirche besuchten. Sie ist aus Schiefer und Granit und stammt aus dem 12.Jh. Die Kirche ist frei zugänglich. Ein großer Schlüssel hängt neben dem Eingang 😊 . Drinnen steht eine Holzskulptur vom heiligen Olav. Schön ist auch der daneben stehende Glockenturm. Noch zur unserer Unterkunft hinauf gestapft und uns über die heiße Dusche gefreut. Das Wetter soll sich laut Wetterbericht in den nächsten zwei Tage bessern und danach wirds angeblich noch kälter. So schade, bei fast Wintertemperaturen macht wild campen keinen Spaß 😢 . Zu faul um Schwedens wichtigsten Wintersportort zu erforschen sind O + R Unterkunft: Åre B&B, Tottvägen 12 Tel.: +46 64751140

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St. Olavsleden Tag 15

Mörsil - Hållandsgården  20.8km (354km) Herrlich und länger haben wir geschlafen und das gute Frühstücksbuffet uns schmecken lassen 😋 . In der Nacht hat es geschüttet, tagsüber gabs kurze Regenschauer, damit können wir leben. In Mörsil wurde Schwedens erstes Sanatorium für Tuberkulosekranke errichtet. Für uns ging es über die Eisenbahntrasse zum Freilichtmuseum, mit historischen Gebäuden und Reste einer Festung. Ein Pfad neben dem See wurde wie immer zwischendurch wilder. Er endete bei einem schönen Badestrand. Die Sonne kam hervor, der See bekam wieder seine blaue Farbe und von den Bergen leuchtete der Schnee. Nicht gut begehbare Pfade und kurze Strecken entlang der E14 wechselten sich ab. Ein Wiesenweg im hohem Gras sorgte für saubere Schuhe und Hosenbeine aber auch für schöne Aussichten. Kaffeepause in einer Pizzeria von Järpen, wo uns gute Apfelkuchen-Teilchen geschenkt wurden 😊 . Bei der Verabschiedung bedankte sich die Chefin, dass wir gekommen sind, so als wären wir etwas Besonderes. Das war lieb aber a bissl komisch 🙄 . Wir besorgten uns noch vom Bankomat Nachschub und verließen den Ort über eine Brücke. Ein kurzer, steiler, steiniger Weg führte zu einem Bauernhof. Der Anschluss war ein wunderschöner, gut zu gehender Wald/Wiesenweg bis zur Kirchenruine von Undersåker aus dem 13.Jh. Mitte des 19.Jh. wurde die Kirche großteils abgerissen, die Steine wurden für die neue Kirche verwendet. Dort war in der Sonne die nächste Pause, wo wir die Besitzer unserer heutigen Unterkunft trafen. Lustig wie wir gleich als die Österreicher erkannt wurden 😂 . Tja dann kam kurz darauf ein Sommercafé und das muss man nützen oder? Waffeln mit Heidelbeersoße und Schlagobers testeten wir diesmal 😋 . Verschiedene Fallen von früher waren ausgestellt. Bald waren wir in unserer Unterkunft, das hatten wir gestern noch organisiert und uns fürs Abendessen und Frühstück angemeldet. Einmal verwöhnen lassen, darauf freuen wir uns. Alle Pilger werden bei der Ankunft fotografiert. Mette aus Holland, die wir gestern bereits trafen kam auch dazu. Die Wäsche dreht sich in der Waschmaschine, Otto lässt seine Drohne steigen und ich schau jetzt nach ob's für uns morgen, im Wintersportort Åre, auch eine Unterkunft gibt. Da wollen wir einmal einen größeren Ort genießen. Auf das Essen freuen sich O + R Unterkunft: Hållandgården, Moänge 274 Hotel mit Pilgerherberge Tel.: +46 64731010

https://youtu.be/05zhyxkrSps

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St. Olavsleden Tag 14

Alsen - Mörsil 27.4km (333,2km) Herrlich haben wir geschlafen. Diese Herberge kann man wirklich weiterempfehlen. Reichlich gutes Frühstück wurde für uns gerichtet und eine Jause sollten wir auch noch einpacken 😊 . Alles zu einem sehr fairen Preis. Der Wind pfiff nicht mehr so heftig, deshalb war es etwas wärmer wie gestern. Die Herberge liegt 1.2km abseits, was aber kein Umweg ist. Bald ging es bergauf, uff und wir kamen wieder zum Olavsleden. Am höchsten Punkt ging es wieder abwärts, voll gemein. Aber es war ein schöner Waldweg, später ein verwachsener, matschiger Pfad. Über Steine durch Bächlein und Sümpfe, daneben rauschte ein Bach. Wilde Natur pur 👍 . Auf der Straße angekommen freuten wir uns auf eine Pause bei einem kleinen Laden. Zu früh waren wir dort, er sperrt erst um 11:00 auf. Otto hat sich vor ein paar Tagen mit seinem Wanderwagen angefreundet, er findet ihn jetzt in Ordnung, auch wenn er in Zukunft nicht mehr mit darf. Mein Freund ist er auf jedem Fall. Bei flachen Straßenabschnitten darf ich meinen Rucki aufladen 🥰 . Es ging wieder durch einen Wald aufwärts. Ein Fuchs überquerte den Weg. Auf einer Anhöhe ruft jemand, hello Pilgrims. Es war Birger, ein über 80 jähriger Mann der jeden Pilger freundlich begrüßt und Kaffee und Tee kostenlos anbietet. Er erzählt von seinem Leben und präsentiert jedem seine Postkartensammlung, die die Pilger ihm von zu Hause als dankeschön schicken, klar bekommt er auch von uns eine 🤗 . Bei einem Gedenkstein gab es eine Stempelbox. Die Schweden lieben scheinbar Gedenksteine. Gedenkstein wo einmal ein König sein Mittagessen einnahm, Gedenkstein wo Olav gesessen ist........🙄 . Was uns auch auffällt, alte Autos bleiben einfach am Grundstück stehen, man lässt sie verrotten, vielleicht grad modern? Ab jetzt gings hinunter zur Straße, hinauf in den Wald und so weiter.......bis Mörsil. Immer wieder brachte kurz ein heftiger Wind Kälte und Regen. In der einzigen Herberge erreichten wir niemanden, vielleicht geschlossen? Also wieder einmal bei Regen und Kälte im Zelt schlafen. Das Wasser war bereits knapp. Ottos Handy führte uns zu einem Restaurant, das gar nicht so aussah wie eines aber fragen obs Kaffee und Wasser gibt kann man ja. Es gab Kaffee für uns aber eigentlich bekommen den nur Gäste. Welche Gäste fragen wir? Ja eigentlich ist es ein B&B aber erst ab Montag. Zur Zeit werden Events gehalten, morgen zum Beispiel eine Hochzeit. Aber wenn wir wollen können wir da schlafen. Wow, wir konnten unser Glück nicht fassen, denn ein Wolkenbruch setzte plötzlich ein. Zu einem super Preis, ein tolles Zimmer mit Frühstücksbuffet wo wir uns jederzeit bedienen können 🥰 . Zufrieden sind O + R Unterkunft: B&B Brinkeboda in Mörsil, mehr weiß ich leider nicht. Sind rein zufällig da hineingeschneit 🤗

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St. Olavsleden Tag 13

Näskott - Alsen 28.1km (305.8km) Alles abgebaut, eingeräumt, gefrühstückt und Katzenwäsche in einer Stunde, nicht schlecht oder? 😊 . Die Nacht war kalt und windig, der Tag war nicht anders. Heute wollte die Sonne eine Pause 🥴 . Gleich gings in den Wald hinein. Nach einer schmucken Siedlung erreichten wir Nälden. Dort gibt es einen ICA Supermarkt. Wir waren zu früh dran, Öffnungszeit erst um 8:00. Es ist so eine seltene Abwechslung, da warten wir gerne die halbe Stunde. Außerdem benötigten wir eh Nachschub. Von Rad/Fussgängerweg, Wald/Wiesenweg Schotterweg, netten Rastplätzen und entlang vom Seeufer war danach alles dabei. Im Garten einer Herberge entdeckten wir einen Stempelkasten. So viel wie auf diesem Weg haben wir noch nie gestempelt aber wenn sie eh alle am Weg liegen, will man nicht daran vorbei gehen. Nach einer Rast in einem Bushäuschen führte der Weg 6km entlang der Straße. Ein arger kalter Gegenwind erfreute uns gar nicht. In Röde verlässt man die Straße Richtung Glösa, wo es zwei Besonderheiten gibt. Es begann ein schöner verwachsener Naturpfad auf und ab der später immer verworrener und recht matschig wurde. Für Otto nicht so toll. Er war froh als wir die Lichtung erreichten und ein breiterer Waldweg begann. Wir machten einen Abstecher zu den Fanggruben, das war die erste Besonderheit. Sie dienten der Jagd und es ist wohl die einfachste und älteste Art einer Falle. In einer Länge von 5km wurden Löcher gegraben, mit Ästen und Laub bedeckt und die Tiere, hauptsächlich Elche, tappten in die Falle. In Glösa Älgrike (Glösas Elchreich) gab es wieder ein Sommercafé, da lachte das Herz. Sommercafés sind meist in Kombination eines Freilichtmuseums. Sie sind von 26.06. - Mitte August, von 11:00 - 16:00 geöffnet. Dieses informiert über Elche und über das Leben der Menschen vor etwa 6000 Jahren. Kaffee und selbstgebackene Kekse gibt es für die Pilger umsonst 😋 . Die zweite Besonderheit sind die prähistorischen Felszeichnungen, sie hatten eine tiefe religiöse Bedeutung, liegen direkt beim Wasser, das den Übergang zwischen der menschlichen Welt und der „unteren“ Welt darstellte (laut Buch). Insgesamt sind es auf Steinen, 60 Elch-Zeichnungen die man bewundern kann 👍 . Ein schöner Wiesenpfad führt hinunter zur Straße und zu unserem Ziel. Wir schlafen heute bei einer Familie, die im Garten ein Häuschen für Pilger hat. Dort ist es so schön warm, der Wind pfeift, die Augen fallen immer wieder zu. Herrlich ist es sich ins Bett mit Bettwäsche hineinzukuscheln 🥰 . Die Hausherrin erzählte uns, der Wind ist in dieser Gegend ganz normal, er ist immer da. Trotz der schönen Umgebung, mit Blick auf den See, möchten wir da nicht wohnen 😳 . Gute Nacht sagen O + R Unterkunft: Pilgerherberge Alsen stuga Alsen, Hauptstraße 155 Tel.: +46 702601388

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St. Olavsleden Tag 12

Frösövallens Vandrarhem - Nässkot 30.6km (277.7km) Eine wirklich schöne Unterkunft war das und Ulla hat uns gestern so nett empfangen. Daneben steht ein Sommer-Cafe aber seit Corona kommt nur selten jemand, deshalb ist es geschlossen. Von dort ein Blick auf den See und dahinter Berge wo noch etwas Schnee liegt, schön 😊 . Nur 9 Grad und ein eisiger Wind pfiff uns in der Früh um die Ohren. Wir mussten zurück zur Kirche, es begann ein langer Straßenweg, leicht und stetig bergab. Ein fantastischer Blick auf den See, fast rundum. Vorbei am Flughafen von Östersund. Durch einen Nadelwald, entlang am Seeufer und auf einem Pfad in Ufernähe, so ging es weiter. Über die 677m lange Rödöbrücke verlässt man die Frösön Insel und kommt wieder aufs Festland. Vorbei an einem zweisprachigen Begrüßungsschild der Kommune Krokom, eine samische Minderheit in dieser Gemeinde, mit einer eigenen Sprache. Die Samen sind das ursprüngliche Volk des Nordens. Wieder Wald, Seeufer, matschige Waldwege. Ein Wiesenweg führt direkt zur schönen Kirche von Rödön und sie ist offen 😊 . Pause wegen der Kälte in der Kirche. Die haben immer ein WC, für Kinder eine Spielecke, eine gemütliche Sitzgelegenheit und es ist warm. So stellen wir uns eine Kirche vor, wo man gerne hingeht. Wir trafen Rita, sie ist heiser und fühlt sich nicht wohl, ohje 😳 . Ab da gibt es ganz neu eine Wegänderung, angeblich 2km länger 🤷‍♀️ . Wahrscheinlich weil der alte Weg 5km auf der Straße mit angeblich viel Verkehr verläuft. Mittags quälte sich die Sonne durch die Wolken, war das angenehm. Am neuen Weg sieht man nur Bäume und eine kleine Straße, die nicht enden wollte. Dafür kam selten ein Auto. Otto fand diese Straße scheinbar super, zumindest bescherte sie ihm schnelle Füße. Der Olavsleden bog in einem Wald ein, das haben die schnellen Füße wegen der Geschwindigkeit übersehen 🙄 . Immer kleiner wurde er, bis ich ihn gar nicht mehr sah. Na gut dann renne ich hinterher, auf der Straße die für mich nicht enden wollte. Irgendwann kam er dann doch drauf dass ich nicht mehr da war und latschte ein Stück zurück 🤪 . In Tullus stoßen wir wieder zum Weg. Wir haben anscheinend ein schönes Stück Olasvsleden, mit einer Olavsquelle versäumt. Ist mir wurscht, ich will nur ankommen. Ein Schild mit einer Kaffeetasse motiviert unglaublich. Neben der mittelalterlichen Kirche in Nässkott gibt es ein Freilichtmuseum mit Sommercafé 🥰 , genau richtig nach dem Hatscher. Ein herzlicher Empfang, Kaffee so viel man will, dazu gabs Tunnbröd (dünnes Brot) mit Käse. Das Brot ist typisch für die Provinz Jämtland. Monika, die das Sommercafé betreibt erlaubte uns das Zelt dort aufzustellen. Wenn jemand fragt sollen wir sie erwähnen, so lieb. Wasser hat sie uns nachgefüllt und es gibt eine Toilette 👍 . Wir sagen danke. Ein lustiges Erlebnis hatten wir auch. Otto sah sich in der Gegend um, wo wir uns bei starkem Regen ev. verkriechen könnten. Das sah ein Einwohner mit dem Fernrohr. Er ging herum und beobachtete uns ganz genau. Bis er es nicht mehr aushielt und nachfragte warum wir da so herumschleichen. Als er uns als Pilger erkannte, wir Monika erwähnten, ergab sich ein nettes, lustiges Gespräch. Ich dachte zuerst er beobachtet Vögel aber er meinte, er war nur an einem komischen Vogel interessiert und das war Otto 😂 . Beruhigt konnte er wieder nach Hause gehen und uns eine „god tur“ (gute Reise) bei der Verabschiedung wünschen 🥰 . Otto hat einen Unterschlupf gefunden, das Werkzeug-Häuschen von den Friedhofgärtnern, da kann man es für die Nacht gut aushalten. Keinen Regen wünschen sich O + R Unterkunft: Eigenheim

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St. Olavsleden Tag 11

Brunflo (Unterstand) - Frösövallens Vandrarhem 23.1km (247.1km) Gestern am Abend waren wir so hungrig, da musste noch ein Morgenbrei zur Nachspeise sein 😋 . Handschuhe, Haube und sonst alles angezogen, dann konnten wir überraschend gut schlafen. Der Regen hörte in der Nacht auf 👍 . Das eiskalte Wasser von der Quelle erfrischt bei der Katzenwäsche sogar bei Kälte. Zeitig sind wir wieder losmarschiert. Angenehm kühl war das Wetter. Dunkle Wolken am Himmel. Auch der See war mystisch dunkel. Zwischen der Eisenbahn und dem See gings fast bis Östersund. Hauptsächlich auf kleinen Schotterwegen und Straßen. Leider nur kurz durch einen Wald mit herrlich weichem Boden. Hohes Gras bescherte uns nasse Schuhe und Hosen. Herrliche Ausblicke gab es. In der Ferne konnten wir bereits die Brücke sehen, die das Festland mit der Insel Frösön verbindet. Wälder, Wiesen, Sträucher und Blumen säumten den Weg. Alles wächst so dicht und ist saftig grün. Es begann leicht zu regnen und vor Östersund verwirrte uns der Weg. Der Olavsleden ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Folge der orangen Markierung, steht auf einem Schild. Ums Eck gabs genau einen Pfeil, danach nix mehr. Wir folgten der Straße zu einer Siedlung, Richtung Östersund aber die hörte plötzlich auf. Zurück und überlegt, entlang der Straße war die Antwort. Wir wurschtelten uns durch die Siedlung und einem Park, kamen zu einem Rad/Fussgängerweg und da war die Markierung auf einmal. Bissl spät aber vielleicht hat der Regen sie weggespült? Schnell waren wir in Östersund und sind dort gleich in eine Konditorei gefallen. Hatten in der Früh nur einen Kaffee und haben uns die Bäuche „vollgeschlagen“. Kaffee ist eine Selbstbedienung. Man zahlt einmal und kann sich immer einen nachholen 😊 . Östersund ist die einzige Stadt in der Provinz Jämtland. Die Kirche aus roten Backstein ist wunderschön. Auch drinnen ist sie schlicht und bunt 👍 . Im Supermarkt ICA Nachschub geholt auch einen Gelsenspray und Spiritus besorgt. Durch die Fussgängerzone spaziert, immer wieder leichter Regen. Über die Fussgängerbrücke erreichten wir die Insel Frösön. Weiter gings entlang vom Seeufer, mit schönem Rückblick auf die Stadt. Durch ein besiedeltes Gebiet, vorbei an der Dreufaltigkeitsquelle. Das Wasser verspricht Gesundheit oder man kann sich etwas wünschen. Ein schöner Waldweg begann zu einem Vogelreservat. Der Boden ist dort recht matschig. Kunterbuntes Vogelgezwitscher von unterschiedlichen Arten. Nicht steil aber stetig bergauf. In Vagled steht eine Pilgerbank wo man die wunderbare Aussicht genießen kann. Die Kirche in Frösön hat einen besonders schönen freistehenden Holzglockenturm. Er wurde 1754 errichtet. Neben der Kirche steht ein Haus mit einem Pilgerzimmer. Eine echte Überraschung. Da gibt es Kaffee, Tee, Kekse, Knorr Instantnudeln, einen Wasserkocher, eine Mikrowelle und so nett eingerichtet. Auch eine Toilette mit Waschbecken gibt es. Alles was ein Pilger braucht. Würde sich gut zum Schlafen eignen? 🤷‍♀️ Wir schlafen ein Stück weiter in einer Jugendherberge in wunderschöner Umgebung. Haben alleine ein Zimmer. Es gibt eine Waschmaschine und eine gute Küche. Alles ist sehr sauber. Die Sonne kam am Nachmittag hervor. Zufrieden sind O + R Unterkunft: Jugendherberge (Vandrarhem) Stockevägen 3 Tel.: +46 6343056

https://youtu.be/2ccE2qdtfE0 https://youtu.be/Ssa_4gxKtd4

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St. Olavsleden Tag 10

Pilgrimstad - Brunflo (Unterstand+Olavsquelle) 25.5km (224km) Haben erfolgreich „meditiert“ und sind bereits um 6:30 gestartet. Ein angenehmes Wanderwetter hatten wir heute aber Regen soll kommen laut Wetterbericht. Das Pilgerhaus war bereits im 11.Jh. ein Rastplatz für Pilger an dem verschiedene Pilgerwege aufeinandertrafen. Heut ging es durch den Wald, zwischendurch offene Landschaften mit schönen Ausblicken. An Seen entlang, vorbei an einzelnen Häusern. Auf Wanderwegen, Schotterstraßen und durchs hohe Gras. Ein Stück neben der Eisenbahnschiene gab es einen ungemütlichen, groben Schotterweg. Autsch, das wollen die Füße gar nicht 🥴 . Was fällt uns in Schweden auf: Die roten Häuser, oft wird davor die schwedische Fahne gehisst. Die vielen Seen und die wunderschöne Landschaft. Man sieht häufig Oldtimer. Hunde sind im Zwinger. Nur wenige Rastbänke. Selten gibt es eine Einkauf oder Einkehrmöglichkeit. Man sollte genügend Wasser mitschleppen und bei jeder Möglichkeit nachfüllen. Man trifft selten Menschen. Es sind nicht viele Pilger unterwegs, vier haben wir bis jetzt getroffen. Aber heut gabs eine Pilgerbank mit einem Pilgerstempel bei einer alten Scheune im Dorf Slåtte. Es ging auf einer Schotterstraße weiter, die dann zu Asphalt wechselte. Danach gleich durch mehrere Ortschaften. Bei einem Haus darf man sich mit Wasser bedienen 😊 . Die Kirche von Brunflo war sogar offen. Sie ist schlicht, schön und besitzt ein wertvolles Taufbecken aus Sandstein. Sogar eine Toilette gab es da drinnen 👍 . Daneben steht ein 30m hoher Wehrturm. Es begann zu tröpfeln. Die einzige Unterkunft ist wegen einem Event voll, also düsten wir zur Olavsquelle, wo es einen Unterstand gibt. Kaum erreicht, schickte der Himmel einen Wolkenbruch nach dem anderen. Da drinnen kann man leider kein Zelt aufstellen. Es gibt breite Bänke, darauf werden wir schlafen. Es ist huschikalt geworden und schön ist es da auch nicht 😕 . Auf etwas Wärme hoffen O + R Unterkunft: Unterstand in Brunflo in uns

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St. Olavsleden Tag 9

Gällö - Pilgrimstad 21.6km (198.5km) Gestern ist Rita aus Finnland noch völlig durchnässt angekommen. Sie wollte die Nacht auch lieber in einem Häuschen verbringen. In der Tankstelle gabs für unser Püree nix dazu. Aus dem Campingplatz-Restaurant duftete es, also hinein mit uns. So einen guten Salat mit Falafel hab ich gegessen 😋 . Otto ein etwas anderes Schnitzel mit Pommes. Wenn wir so weitermachen schleppen wir ewig unser Essen mit 😜 . Durch den Campingplatz und über eine Holzbrücke erreicht man den Ort. Sonne bereits in der Früh. In einem Heimatmuseum gabs einen schönen Stempel für unseren Pilgerpass. Eine Straße führte hinauf und ein Weg hinein in den Wald. Ein Stück weiter gibt es scheinbar recht neu eine Wegänderung. Laut Buch geht es abwärts zu einer Straße. Wir folgten der Beschilderung, die weiterhin durch den Wald hinauf und hinauf.......führte. Oben dann die Belohnung mit einem wunderschönen Ausblick auf den See. Außerdem steht da oben eine Grillhütte mit Tisch, Bänken und einem Wigwam wo man schlafen könnte. Alles schaut neu aus. Der Abstieg auf einem Pfad mit zwischendurch Stufen, war sehr steil und für Otto eine Herausforderung. Einmal mussten wir den Wagen über riesige Steine heben. Unten steht ein Biathlon-Center auch für Kletterer. Dort würde es einen Kaffee geben aber leider war noch geschlossen. Weiter gings auf gemütlichen Wanderwegen durch den Wald mit einigen Häusern direkt am See. Vorbei an einer Olavsquelle, die wir heute nicht aber besuchten. Bei der Kirche von Revsund trafen wir Marja aus Holland. Sie sahen wir zuletzt in Lombäcken. Noch ein Stück Schotterstraße durch eine Siedlung, bevor wir in einem schmalen Pfad oberhalb des Sees einbogen. Lang ging es bergauf und bergab über Wurzeln und Steine. Der See schimmerte immer wieder durch die Bäume. Der Weg ist sehr schön aber nicht geeignet mit einem Pilgerwagen. Rast bei einer Hütte, vorbei an einer 11m langen Grotte, hinaus aus dem Wald mit schöner Aussicht, über Holzstege und für Otto endlich ein Schotterweg. Keine Ahnung wie er diesen Weg mit dem Wagen schaffen konnte? Meine Hochachtung hat er 💪👏👍 . Noch durch kleine Weiler, ein Industriegebiet und Pilgrimstad war erreicht. Dort steht das „Haus der Pilger“ zum Meditieren. Unsere Meditation wird die ganze Nacht dauern. Ob man das darf? Wir wissen es nicht 🤷‍♀️ . Daneben ist eine der bedeutesten Olavsquellen. Eiskaltes, gutes Wasser, angeblich mit heilbringenden Kräften 😊 . Sie versorgt den ganzen Ort mit Wasser und Bier wird auch damit produziert. Das hat ein Einheimischer Marja erzählt. Rita ist gerade gekommen, sie sucht sich einen Schlafplatz beim See. Wir bleiben lieber bei der Quelle. Bei uns gibts heute Pasta mit Käsesoße, der Magen knurrt schon 😋 . Mahlzeit sagen O + R Unterkunft: im Pilgerhaus im Eigenbett

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St. Olavsleden Tag 8

Rastplatz Fluss Gimån - Gällö  17.5km (176.9km) In der Nacht hat es ordentlich geschüttet. Die Bäume haben den Großteil abgefangen, so waren unsere Sachen zumindest nicht waschelnass. In der Früh kein Regen, super 👍 . Sogar die Sonne kam hervor aber dunkle Wolken am Himmel. Alles zusammengepackt, Kaffee getrunken und losmarschiert. Über eine Holzbrücke überquert man eigentlich den Fluss Gimån. Ein Teil der Brücke ist eingestürzt, also überquerten wir auf der E14 den Fluss. Noch über die Bahnschienen und die Markierung war wieder da. Die E14 und die Bahn begleiten uns unauffällig bereits seit Beginn und natürlich auch die Seen, die irgendwie alle miteinander verbunden sind 🥰 . Die Luftfeuchtigkeit ist seit Tagen enorm, ständig ist alles nass 🤪 . Schotterstraße, später eine kleine Straße ohne Autos. Durch Siedlungen und kleine Dörfer mit schmucken Häusern und Villen. Bäume, Wiesen und Blumen säumen den Weg. Immer begleitet der See. Bei einem Rastplatz mit schönem Ausblick eine Pause gehalten. Heut war ein kurzer Weg geplant und wir freuten uns auf einen gemütlichen Nachmittag 😊 . Die letzten Kilometer gingen durch den Wald, der war teilweise wieder recht zugewachsen. In einem Bogen ging es hinunter zur E14 wo sich der Campingplatz am See befindet. Ein netter Empfang, wir wurden mit einem Kaffee verwöhnt, haben ein nettes Häuschen mit Seeblick und es gibt eine Waschmaschine. Vor den Pilgerpflichten mussten wir natürlich noch den See genießen, einfach herrlich. Das Zelt und der Rest nasses Zeug konnte mit viel Wind noch gut abtrocknen, bevor der erwartete Regen einsetzte. Jetzt schauen wir ob die Tankstelle vielleicht Würstel hat. Dazu gibt es Püree 😋 . Ein schönes Wochenende wünschen O + R Unterkunft: Camp Vicking, Campingplatz am See Hannåsen 107 Tel.: +46 77004003

https://youtu.be/T6bS9P2w-K8

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St. Olavsleden Tag 7

Rastplatz Harrsjöstuga - Rastplatz beim Fluss Gimån 24.4km (159km) Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von Selma und Rita. So wie gestern, großteils Natur pur. Auf bewaldeten Schotterwegen, Heidelbeersträucher überall. Vorbei an Häusern, alle liegen am See. Kurz regnete es. Die letzten Kilometer bis Bräcke verläuft der Weg auf der Landstraße. Dort steht oberhalb vom See eine Holzkirche aus dem 18.Jh. Leider kann man sie wieder nur von außen bewundern. Otto hat dort seine Drohne hinaufgeschickt. Im Supermarkt eingekauft, Kaffee getrunken und bald nach Bräcke beginnt wieder der schöne, bewaldete Schotterweg, immer wieder den See in Sicht. Es begann leicht zu regnen und der Regen blieb uns für den Rest des Tages erhalten. In Mordvikken gibt es wieder eine Sage laut Buch. Kurz nach der Christianisierung beschimpfte der Pfarrer die Einwohner als zu wenig gottesfürchtig. Die setzten den Pfarrer auf einen Felsen mitten im See. Er konnte sich zwar ans Land retten, wurde aber von den Dorfbewohnern getötet. Seitdem heißt diese Stelle „Mörderbucht“, nicht grad schön 🥴 . Viel Schöneres haben wir in der dortigen Herberge, Garden Eriksberg erlebt. Auf dem Hof befindet sich eine Olavsquelle, die auch nicht übernachtende Pilger besuchen können. Der Hausherr führte uns hin, sie liegt ganz versteckt im Wald. Danach bekamen wir einen Kaffee und in unserem Pilgerpass wurde hineingezeichnet 🥰 . Ein junger Hund stahl ständig einen unserer Wanderschuhe und wollte immerzu spielen. Mit so einer netten Pause haben wir heute nicht gerechnet. Trotz Regen gings gutgelaunt weiter und wir haben einen super Zeltplatz gefunden. Auf einem Rastplatz, unter Bäumen, mit Toilette und Wasser 👍 . Gleich daneben ist ein kleiner Imbiss mit mexikanischem Essen und mit Internet. Dort kann ich meinen Blog schreiben und anschließend gibt es eine Belohnung für unsere Bäuche 😋 . Mahlzeit sagen O + R Unterkunft: Eigenheim

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St. Olavsleden Tag 6

Träporten - Rastplatz Harrsjöstuga 27km (135km) Gut haben wir geschlafen. In der Früh gabs ein Gewitter. Das warteten wir ab und stapften danach los. Gleich hinterm Campingplatz beginnt ein Naturlehrpfad. Der Weg führt vorbei an der Kirche von Borgsjö. Laut Angabe ist sie eine der schönsten Beispiele Schwedens für Rokokoarchitektur, leider verschlossen. Eine Schotterstraße führt hinauf zur berühmtesten Olavsquelle von Schweden. Laut Sage hat der heilige Olav seinen Stab in den Boden gerammt, so entstand die Quelle. Er setzte sich außerdem auf einen Stein, es entstand eine Mulde und so konnten auch die Pferde Wasser trinken 😊 . Der gesamte Weg verlief heute ausschließlich durch den Wald auf schönen, weichen Wegen mit bemoosten Steinen. Auf schmalen, zum Teil verwachsenen Pfaden, auf und ab. Mit dem Wanderwagen war das eine Herausforderung. Durch den Regen wars im Wald recht dunstig. Ziemlich nass wurden wir und die Gelsen umkreisten uns 😩 . Unser Wasser wurde knapp, wir dachten im Ort Lombäcken könnten wir bei einer Familie eines bekommen. Dort stehen genau zwei Häuser. Es gibt weder Strom und auch kein fließend Wasser 🥺 . Und jetzt? Bei einer Sportanlage standen riesige Kanister mit Trinkwasser. Es war niemand da, ich hoffe wir durften uns bedienen und sagen danke 🥰 . Der Weg war heute sehr schön aber auch anstrengend. Die Nässe und die Gelsenplage, das war heftig. Wieder einmal schlafen wir bei einem Rastplatz mitten im Wald. In einem Häuschen für Wanderer, so nett.  Vor der Nase ein See. Wir haben einen herrlichen Seeblick und das Schwimmen war ein Traum. Selma ist noch gekommen. Wir haben gut Platz in dem Häuschen und Rita aus Finnland schläft in der Hängematte 😊 . Einen schönen Abend wünschen O + R Unterkunft: Häuschen am See

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St. Olavsleden Tag 5

Kurz nach Trops Kyrka - Träporten 21.8km (108km) Gestern hatten wir ordentliches Glück. Beim Rastplatz gab es einen Unterstand, da drinnen stellten wir das Zelt auf. Überraschend kam ein Gewitter. Den Rest noch schnell untergestellt, ein Tarp davor gespannt bevor ein heftiger Regen begann, der die ganze Nacht anhielt. In der Früh war alles vorbei. Bis auf das Tarp blieb alles trocken 👍 . Ein schöner Wanderweg fast bis Ö. Ja der Ort hat wirklich nur einen Buchstaben aber leider gabs kein Ortsschild, das hätte ich gerne gesehen 😉 . Zuerst ein Pfad neben dem Fluss. In Vikbron steht die mit 133m längste Holzbrücke von Schweden. Die zog uns magnetisch an und so übersahen wir den Abzweig vor der Brücke 🙄 . Ein Herr machte uns darauf aufmerksam. Auf und ab durch einen wunderschönen Wald mit netten Rastplätzen. Es wurde schwül, das freute die Gelsen, uns weniger als sie uns überfielen 🥴 . Zu spät haben wir an den Gelsenspray gedacht. Das ruhige Gewässer wurde zu einem rauschenden Fluss. Verwilderte nasse Wiesenwege säuberten unsere Schuhe und Waden. Ein Stück gings entlang der Bahn und in Ö durfte man sich, laut einem Schild, bei einem Haus Wasser holen 👍 . Wir sind heute recht müde und waren froh den Campingplatz in Träporten erreicht zu haben. Unterwegs trafen wir Marja eine Holländerin, sie schläft in der Nebenhütte. Ja wir gönnen uns heute ein Häuschen 😊 . Sehr gemütlich ist es da und wieder am See mit herrlich sauberem Wasser. Selma ist auch noch angekommen, gestern haben wir sie verloren. Sie hat nur mehr zwei Tage, dann muss sie nach Hause. Die Sonne hat sich wieder durchgesetzt, die Temperatur ist angenehm, wir genießen den Abend. Zufrieden mit dem heutigen Tag sind O + R Unterkunft: Motel/Camping Träporten gleich neben der Tankstelle Tel.: 004669020022

https://youtu.be/jroQbPnp6ZE

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St. Olavsleden Tag 4

Stöde - kurz nach Torps Kyrka 28.9km (86.2km) Nur 20m von unserem Häuschen entfernt begann unser Weg in den Wald hinein. Noch ist es angenehm, nicht so heiß, etwas Wind und im Wald ist es sowieso immer schön. Noch ein schöner Ausblick auf den Stödesjön See. Vorbei an Gedreidefelder, durch Wiesen, einigen Häusern und Bauernhöfe. Statt den Gelsen gibts es da Bremsen mit selbstmörderischer Absicht. Die saugen sich ganz schnell mit Blut voll, werden erschlagen und hinterlassen eine Blutspur als hätte man sich verletzt 🤪 . Erwähnenswert ist die sehr gute Markierung vom St. Olavsleden und die netten Menschen die man am Weg trifft. Immer für ein kleines Schwätzchen bereit. Fast alle Autofahrer winken uns freundlich zu. Der Fluss Ljungan wird uns einige Tage begleiten. Es ist der Anschluss vom See in Stöde oder umgekehrt 🤷‍♀️ ? In Viskan steht das berühmte Langhaus, das 2015 als Filmkulisse für einen schwedischen Film diente. Naja, da wären wir einfach vorbeigegangen. Es verfällt schön langsam. Noch durch das Dorf Storboda, ein Stück neben der Bahn, schnell waren wir in Torpshammar. Ganz in der Nähe befindet sich laut Angabe der geografische Mittelpunkt von Schweden. Inzwischen ist es wieder recht heiß geworden. Kaffeepause in einem Schnellimbiss und uns im Supermarkt mit Getränken versorgt. Weiter gings auf kleinen Straßen und Schotterwegen und durch Siedlungen bis Fränsta, wo wir uns ein Eis gönnten und uns mit Wasser fürs Wildcampen versorgten. Nicht mehr weit ist es zur Kirche Torps Kyrka aus dem 17.Jh. Sie liegt direkt am Fluss. In ihr steht ein sehr altes Taufbecken und eine Olavs-Skulptur. Leider war sie verschlossen. Ganz in der Nähe gibt es einen Rastplatz, auch direkt am Fluss. Da haben wir unser Zelt aufgestellt. Aber davor war eine Runde schwimmen notwendig 🤗 . Unsere Bäuche sind mit Couscous gefüllt, jetzt können wir den schönen Flussausblick genießen. Einen schönen Abend wünschen O + R Unterkunft: Eigenheim mit „Seeblick“ 😊

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St. Olavsleden Tag 3

Vor Rävelnsbovallen - Stöde Camping 20.4km (57.3km) Eigentlich wollten wir heute zeitig aufstehen aber wir schliefen erst spät ein und es ist nix draus geworden 🤷‍♀️ . Ein Stück weiter gibt es einen Rastplatz beim See, dort werden wir frühstücken. Also alles eingepackt und der Asphalt freute sich wieder auf uns. Wie gestern, ein leichtes auf und ab. Es ist immer eine Landstraße und es fahren nur wenige Autos. Bereits in der Früh war es furchtbar heiß. Der Rastplatz ist sehr schön, mit Sandstrand, Tisch und Bänke, einem Unterstand und mit einem Pilgerbuch zum Eintragen. Wir trafen Selma, sie hat dort geschlafen. Beim Nachbarhaus dürfen wir uns Wasser vom Garten holen, teilte sie uns mit, so nett. In Ruhe gefrühstückt, Otto startete seine Drohne. Ja er hat wieder eine. Hoffentlich bleibt sie diesmal bei uns 🙄 . Die Straße blieb uns heute erhalten. Immer wieder gab es schöne Ausblicke auf den See und Waldabschnitte, wo allerdings die Bäume kaum Schatten spendeten. Einen Stempelkasten und eine Rastbank am Weg, leider in der Sonne, da macht Rasten keinen Spaß. Spaß machte allerdings ein Stück weiter eine Quelle mit eiskaltem Wasser, herrlich 🥰 . Bald sahen wir die Kirche von Stöden, sie wird gerade renoviert. Davor thront auf einem alten Brückenpfeiler eine Bronzefigur. Noch über die Brücke aufs andere Ufer und den Campingplatz gesucht. Schlafen heute in einem kleinen Häuschen, mit Terrasse, gleich neben dem Wald 😊 . Zuerst ab in den See mit uns, darauf freute ich mich schon den ganzen Tag, war das fein, gar nicht so eiskalt wie erwartet. Um unsere Wäsche kümmert sich die Waschmaschine, umgerechnet 5 Cent kostet das, echt arg wenig oder eigentlich nix. Selma hab ich gerade getroffen, sie „wohnt“ ein paar Häuschen weiter 😊 . Einen schönen Wochenbeginn wünschen O + R Unterkunft: Stöde Camping Kästa 107 Tel.: +46 768818283

https://youtu.be/Q9w6a0Pp-74

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St. Olavsleden Tag 2

Selånger - vor Rävelnsbovallen 29km (36.9km) Nach dem Frühstück und der Verabschiedung hatten wir einen längeren Straßenhatsch unter den Füßen. Ein Herr zeigte uns ganz stolz eine sprechende Tafel, Information von St. Olavsleden, selbst gebastelt 😊 . Einzelne Häuser, überall gepflegte Gärten. Eine herrliche Ruhe. Die Einheimischen schlafen noch. Am Freitag war der Mittsommer, eine Feier der Sonnensonnenwende, dem längsten Tag des Jahres, das wird da gefeiert und zwar bis heute. Wiese Weiden und eine Weite. Otto würde sagen, viel Gegend 😂 . Es folgte ein gut zu gehender Schotterweg, gesäumt mit Bäumen die etwas Schatten spendeten. Wow, in Schweden gibt es Trail- Angels. Bei einem Haus steht eine Tafel mit der Auskunft „Pilger sind willkommen“ oder so ähnlich. Tommy und Sigrid verwöhnen die Pilger mit Kaffee oder Tee, kalten Getränken und mit Essen, einfach so. Unglaublich lieb. Eine gemütliche Pause, Selma kam noch dazu, die österreichische und holländische Fahne wurden „gehisst“, sie besitzen von jedem Land eine. Die zwei leben für den Weg und für die Pilger. Otto und ich sind in diesem Jahr Nummern 151 und 152. Das wird alles fein säuberlich in ein Buch eingetragen. Zum Abschied wurden wir noch fotografiert, mit Flagge natürlich. Für die Fotos gibts ein Album. Wir sagen DANKE für die wundervolle Pause ❤️ . Es kam ein sehr schöner Abschnitt durch den Wald, leider nur kurz. Ein Abstecher zum ersten „Olav-Wunder“, nämlich zur Olavsquelle, auch ein Stempelkästchen gibt es dort. Das Wasser kann angeblich getrunken werden aber für uns drei schaut das nicht einladend aus. Es steht und oben ist es verschmutzt. Aber eine Pause hatten wir zumindest. Ein Stück zurück und bald waren wir in Matfors, wo es in einer Pizzeria Kaffee für uns gab. Der Besitzer schenkte uns dazu zwei süße Teilchen, ein willkommen Geschenk meinte er 🥰 . Selma ging ohne Pause weiter. Im Supermarkt Brot gekauft und weiter gings. Asphalt begleitete uns für den Rest der Strecke. Über 30 Grad mittlerweile. Wahrscheinlich am Asphalt noch heißer. Die schöne Pilgerherberge am See, Solgarden, ist geschlossen. Also weiter mit uns, einen Zeltplatz suchend, hatten wir sowieso vor. War aber nicht so einfach, alles zugewachsen oder Forstarbeit, die Haxen brannten bereits. Aber wer suchet der findet 👍 . Ein Wiesenwaldweg bot sich an. Otto stellt das Zelt auf und ich schreibe den Blog, alles passt wieder. Futter fassen ist angesagt, Mahlzeit sagen O + R Unterkunft: Eigenheim 😊

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St. Olavsleden Tag 1

Wien - Stockholm: Flug Stockholm - Sunsvall: Bahn Sunsvall - Selånger: 7.9km „eingegangen“😊 Zeitig aufstehen hieß es wieder einmal. Alles hat gut geklappt mit dem Flug. In Stockholm hatte Otto genügend Zeit um seinen zerlegten Wanderwagen wieder zusammenzubauen. Wie bereits gestern erwähnt, ich habe viel zu viel Essen vorbereitet und mitgenommen 😳 , knallvoll sind unsere Ruckis. Nach Kaffee mit Zimtschnecke gings mit dem Zug weiter nach Sunsvall. Der Ort liegt an der Ostküste und wird auch Steinstadt genannt, hab ich gestern gelesen. Im 18.Jh. sind die damaligen Holzhäuser im Zentrum gleich dreimal vollständig abgebrannt. Danach entschied man sich für die Errichtung von Steingebäuden, heute noch sehr repräsentativ und zeigt den damaligen Reichtum. Kurz nach dem Bahnhof sahen wir die erste Beschilderung. Die ist bis Selånger prima, obwohl der Weg eigentlich erst dort beginnt. Vor ein paar Tagen dachte ich noch an Kälte im Norden, heute hatte es fast 30 Grad in Sunsvall, wir kamen ganz schön ins Schwitzen. Obwohl es eine Küstenstadt ist, sahen wir das Meer leider nur vom Zug aus, dafür konnten wir die schönen Bauten bewundern. Bald nach der Stadt überraschte uns ein schöner Wanderweg neben einem Fluss, bis Selånger. Im Buch steht, der Weg führt fast ausnahmslos an einer befahrenen Straße entlang, das wäre bei der Hitze nicht lustig gewesen. In Selånger steht eine Kirchenruine, der Beginn vom St. olavsleden. Wir besuchten noch das Pilgerzentrum, verwöhnten uns mit Kaffee, bevor es zu unserer Unterkunft ging. Am ersten Tag schlafen wir bei einer Familie, wir werden bekocht und haben mit Selma aus Holland eine Tratschgelegenheit. Sie muss nach einer Woche wieder nach Hause. Es ist 21:30 und es scheint noch immer die Sonne 😊 . Einen schönen Abend wünschen O + R Unterkunft: Lilla Äppelgården bei Emelie und Patrick Lauro Kungsnäs 115 Tel.: +49 730732029

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St. Olavsleden

Auf den Spuren des Heiligen Olavs sind wir ab morgen unterwegs, der nördlichste Pilgerweg weltweit. Von Selånger in Schweden bis Trondheim in Norwegen. Beide Länder werden durchquert, von Küste zu Küste. Im Norden gilt das Jedermannsrecht, das erlaubt freien Zugang zur Natur. Auch Wildcampen ist gestattet. Das haben wir, mit einer Selbstversorgung, großteils vor. "Outdoor-Menüs" sind vorbereitet, hat Spaß gemacht aber wahrscheinlich ist es viel zu viel 😉 . Otto nimmt erstmals seinen Wanderwagen mit, das macht es möglich. Alle paar Tage wählen wir eine Unterkunft bei Familien, das sind Privatherbergen für Pilger, wo oft Essen angeboten wird. Auch die Campingplätze werden wir nützen. Das ist der Plan 🙂 . So wie bei den Jakobswegen, gibt es auch mehrere Olavswege. Alle führen zum Nidarosdom in Trondheim, wo Olav Haraldsson begraben wurde. Nach etlichen Wundern und Legenden wurde ein brutaler Wikingerkönig, der das Christentum erzwingen wollte, Norwegens Nationalheiliger. Gespannt auf das neue Abenteuer sind O + R PS.: Ob es jeden Tag möglich ist den Blog zu schreiben hängt von der Sonne ab 😉 (Solarpanel)

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J.W. Südtirol Tag 9

Heimreise: Bozen - Wien Sonnig und warm in Bozen. Noch gemütlich gefrühstückt, durch die Stadt gebummelt und mittags mit dem Zug zum Brenner gefahren. Kälteschock 😉 . Weiter mit dem Zug nach Wien, auch da huschikalt. Schön wars in Südtirol. Die Bergspitzen der Dolomiten begleiteten uns fast bis Bozen, nur zwischendurch dachte sich der Weg, wir müssen denen auch etwas anderes bieten. Das waren dann Burgen, Römerwege und die schöne Klosteranlage in Neustift. Unglaublich viele Blumenwiesen verwöhnten unsere Augen, auf schönen Wanderwegen durch Wälder oder mit herrlichen Aussichten aber auch in Südtirol führt der Jakobsweg oft auf Radwegen. Nur an einem Tag gabs Regen, sonst nur Sonnenschein. Naja, wenn Englein reisen....:-) . Unsere Unterkünfte kann man nur bestens weiterempfehlen. Freundliche Menschen am Weg und unsere Bäuche waren auch immer zufrieden. Wer hatte wohl die Idee Jakobsweg in Südtirol? Es hat den Anschein, nicht die Südtiroler 😉 , eher die Tiroler. Die Touristenbüros in Südtirol sind nicht wirklich informiert oder interessiert. Die haben genügend andersartigen Tourismus. Auch mit leistbaren Unterkünften war es nicht gerade einfach. Die Wege sind zum Teil markiert, stimmen aber mit der minimalen Beschreibung oftmals nicht überein oder leiten falsch. Man sucht sich eben selber einen Weg der mit den Ortschaften zusammenpasst. Wir sagen wieder einmal danke für die Begleitung im Blog und für die netten Kommentare 🙂 . Uns geht es gut und das nächste Abenteuer am 25.06. kann beginnen. Das wird im Norden der Olavsweg sein. Wir gehen von Selånger in Schweden bis nach Trondheim in Norwegen. Das hoffen wir zumindest. Rucksack, Zelt und Wanderwagen werden dabei sein. Darauf freuen sich O + R

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J.W. Südtirol Tag 8

Oberbozen - Bozen 14.5km (163.6km) Der letzte Wandertag, er soll gemütlich werden. Das Wetter ist wieder einmal herrlich 😊 . Heut teilt sich die Gruppe. Drei wollen nicht mehr gehen, lieber fahren sie nach Meran. Bei dem Wetter lockt uns kein Stadtbummel, Annelies auch nicht, also fuhren wir nach dem Frühstück mit der Seilbahn nach Oberbozen. Eine schöne Aussicht bietet sich da auf die Weinberge, unter uns der dichte Wald. Die Seilbahn ist ein reguläres, öffentliches Verkehrsmittel und wir können sie mit unserer 7Tageskarte nützen 👍 . In der Touri hab ich mir einen Stempel für meinen Pilgerpass geholt. Danach besuchten wir die moderne Pfarrkirche in Oberbozen. Über den Rittner Themenweg erreicht man die Kirche Maria Himmelfahrt. Von dort war der Jakobsweg für uns wieder einmal anders. Inzwischen ist uns die schlechte Markierung wurscht. Unser Weg war zwar länger aber schön und wir haben ja keinen Zeitmangel 😉 . Durch den Wald, auf schönen Wander und Forstwegen ging es vorerst gemütlich, fast nur bergab. Pause bei einem schönen Rastplatz, mit einem sensationellen Blick auf Bozen, die Eisack und auf die Brenner Autobahn. Da staut es sich so weit man sieht. Gut dass wir mit dem Zug morgen heimfahren. Das letzte Stück wurde steinig und steiler. Bei Regen nicht zu empfehlen. Nach einem verdienten Eis, besuchten wir den Ötzi. Wenn man schon einmal in Bozen ist, muss das fast sein 🤷‍♀️ . Wenn der wüsste wie sehr er nach über 5000 Jahren bewundert wird. Noch gemeinsam den letzten Abend ausklingen lassen, morgen gehts heimwärts. Einen schönen Abend wünschen O + R Unterkunft: wie gestern

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J.W. Südtirol Tag 7

Zw. Villander und Barbian - Oberbozen 20.5km (149.1km) Von unserem Balkon hatten wir ein traumhaftes Dolomiten-Panorama 🥰 und juhu die Sonne war wieder bei uns. Nach der Verabschiedung von unserer Gastgeberin Marianna, ging es auf den Kerschtnweg gemütlich bergab nach Barbian. Dort überrascht eine Jakobskirche mit einem schiefen Kirchturm. War nicht so geplant, meinte die Dame von der Info 😂 . Weiter gings gemütlich bergab, immer die Dolomiten vor der Nase. Als wir gerade dachten, den vorletzten Tag können wir genießen, begann in Lengstein ein steiler Aufstieg der dann nicht enden wollte. Durch den Wald, über Wiesen, auf einen Forstweg, immer steil. Als die Zunge bereits bis zum Bauch hing und der Schweiß uns wegen der Hitze nur so hinunterrann, begann auch noch ein Steig, hinauf nach Maria Saal 🤪 . Die Pause mit kalten Getränken war nötig und nach Kaffe und Kuchen war die Welt wieder halbwegs normal. Über den sehr schönen Pyramidenweg kommt man zu den berühmten Erdpyramiden von Lengmoos. Ein Naturschauspiel 🤗 . Angeblich die höchsten und formschönsten Erdpyramiden Europas. Das Entstehen ist rund 25.000 Jahre alt. In Klobenstein hörten wir alle auf unsere Köpfe. Die meinten, es reicht für heute, steigt in die Schmalspurbahn, die bringt euch nach Oberbozen 😜 . Das machten wir so und schlemmten dort ein Eis bevor es weiter mit der Seilbahn nach Bozen ging. Wir haben ein sehr nettes Apartment, fast neben dem Dom in der Fußgängerstraße, mit viel Platz und mit einer Waschmaschine 👍 . Auf einen gemütlichen Abend freuen sich O + R Unterkunft: Residence Fink Central Apartments Mustergasse 9 Tel.: +39 0474745220

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J.W. Südtirol Tag 6

Brixen - zw.  Villanders und Barbian  25.5km (128.6km) In der Nacht gab es wieder einmal ein Gewitter, danach Regen und der blieb uns den ganzen Wandertag erhalten 🥴 . Naja, immer kann man eben kein Glück haben. Michael trifft sich heute mit Freunden aus Brixen, er kommt am Abend in die Unterkunft nach. Der Weg geht entlang der Uferpromenade aber welches Ufer denn? Die nette Dame von der Bäckerei erklärte uns, dass die Rienz und die Eisack eins werden, und auch wie man zur Promenade kommt. Zu viert schlapften wir los. Apfelplantagen und Weingärten am Weg. Wir befinden uns ab jetzt im Eisacktal. Bald trennten sich unsere Wege. Wegen dem Regen entschieden sich Monika und Margit am Radweg bis Klausen zu gehen. Wir wollten über den Berg, am Kerschtnweg (Kastanienweg) dort hin. Angeblich ein sehr schöner Weg mit einigen Sehenswürdigkeiten. Am Weg hinauf trafen wir zum Glück eine Frau, die uns erzählte, Bäume seien umgestürzt, sie liegen kreuz und quer und wir werden da nicht durchkommen. Also alles wieder zurück und auch für uns blieb nix anderes als der Radweg nach Klausen. Wegen dem Regen waren wir schnell dort. Hoch oben thront auf einem Felsen das Kloster Säben. Kaffeepause mit einem hervorragenden Apfelstrudel konsumiert und durch das liebe Städtchen spaziert, schade dass es so schüttete. In Klausen beginnt der Aufstieg nach Villanders. Ein Wanderweg, uff, der ist steil und rutschig im Regen. Zu Beginn gabs noch schöne Aussichten ins Tal. Auf den Hängen gegenüber kleine Ortschaften und Bauernhäuser. Bald kam der Nebel und wir sahen nix mehr 😎 . Von Villanders geht es laut Michael eben zu unserer Unterkunft. Der ebene Weg hört bald auf und zum Bauernhof Mitterhofer geht es weiter steil bergauf, informierte uns eine Frau. Aber in fünf Minuten käme ein Bus, der bringt uns ein gutes Stück hinauf. Da waren wir nach über 25km im Regen sofort einverstanden 🤪 . Ein herzlicher Empfang in unserer Unterkunft, es wurde eingeheizt, wir bekamen einen Kaffee und von der herrlich warmen Dusche konnten wir uns nur schwer trennen. Der Regen hörte auf, sogar die Sonne kam hervor. Der Nebel verflüchtigte sich und die Dolomiten zeigten sich in voller Pracht. Plötzlich stand Annelies da 🥰 . Sie hat ihre Krankheit überstanden und wollte uns überraschen. Das ist ihr bestens gelungen. Hurra, wir freuten uns riesig 😍 . Weil es da kein Gasthaus gibt, kocht die Bäuerin für uns, das finden wir unglaublich nett. Es gibt eine Knödelsuppe und einen Kaiserschmarrn 😋 . Mahlzeit sagen O + R Unterkunft: nach Villanders und vor Barbian Bauernhof Mitterhofer, Stofls 11 Tel.: +39 0472843384

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J.W. Südtirol Tag 5

Niedervintl - Brixen 21.5km (103.1km) Schön langsam gewöhnen wir uns an die Bus/Bahnfahrten 🤪 . Heute war nach Niedervintl der Bus mit süßen Volkschülern gefüllt, Wandertag 😊 . Unser Wanderbeginn war entlang des Radweges, immer in Waldnähe und neben dem Fluss Rienz bis zur Mühlbacher Klause. Dort wechselten wir über eine Hängebrücke die Seite und es begann ein schöner Wanderweg. Auf und ab auf schmalen Waldwegen und durch Wiesen erreicht man Mühlbach. Nach einer Pause wieder einmal eine leichte Wegverwirrung. Der Pfeil zeigt aufwärts, die Berschreibung meint hinunter zum Fluss? Nachdem nicht nur ich auf schöne Ausblicke stehe, fiel die Entscheidung auf die Pfeilverfolgung. Bei Schabs gings hinunter, Pilger die über den Brenner nach Innsbruck gehen, biegen da ab. Für uns gings wieder aufwärts und weiter nach Neustift mit dem wunderschönem Kloster. In der Ferne sahen wir bereits Brixen. Vorbei an Apfelplantagen und Weingärten. Steil hinunter nach Neustift, angeblich ist es die größte Klosteranlage Tirols. Der Kreuzgang ist gotisch, die Stiftskirche barock. Im Stiftshof steht ein Brunnenhaus bemalt mit den sieben Weltwundern und dem Stift. 1142 war man überzeugt das 8. Weltwunder mit dem Brunnen geschaffen zu haben. Tja, nix drauß geworden 😉 . Im äußeren Stiftshof steht die alte Michaelskapelle, auch Engelsburg genannt. Auch von Neustift können Pilger Richtung Brenner abbiegen. Wir gingen nach einer Pause entlang des Eisackufers nach Brixen. Haben noch die Stadtkirche, den Dom und den sehr schönen Kreuzgang besucht. Fresken mit intensiver Farbe konnten wir bewundern 👍 . Keine Busfahrt, wir sind bereits am Ziel, freuen sich O + R Unterkunft: wie die letzten zwei Tage

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J.W. Südtirol Tag 4

St. Lorenzen - Niedervintl  20.5km (81.6km) In der Nacht gabs wieder ein Gewitter, in der Früh war alles gut, Sonnenschein und die Schwüle wurde scheinbar „fortgespühlt“. Grad heute, wo die Busfahrt länger war, versäumten wir den Bus. Also erst spät in St. Lorenzen gestartet, selber Schuld 🙄 . Dafür war danach schön dran. Auf den Spuren des alten Römerweges mit Burgen, Festungen, alten Kirchen und Bauernhöfe. Ein Stück entlang der Rienz und hinauf zur Sonnenburg. Für Pilger nach Santiago und Rom gab es im Kloster von Sonnenburg bereits im 12.Jh.ein Hospiz. Noch brauchen wir das nicht, also stapften wir gut gelaunt auf prächtigen Wanderwegen weiter aufwärts. Herrlichen Ausblicke und natürlich fehlten auch heute die wunderschönen Blumenwiesen nicht 😍 . In Kiens Pause auf einem Spielplatz und vor der Kirche Peter und Paul, im Inneren angeblich Jakobus als Maurentöter. Weiter ging es durch den Wald, über Wiesen, Forstwege und Pfade nach St. Sigmund, wo es eine Jakobskirche gibt. Hier steht laut Angabe der älteste Tiroler Flügelaltar. Ein Fresko an der Außenwand zeigt den Hl. Christopherus. Nach einer weiteren Pause hat uns der Radweg wieder einmal. Bald waren wir in Niedervirtl, wo uns der Bus nach Brixen brachte. Nach dem Essen noch durch die nette Altstadt spaziert, damit wir nicht nur da wohnen aber jetzt ab in die Heia 😴 . Gute Nacht sagen O + R Unterkunft: wie gestern

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J. W. Südtirol Tag 3

Welsberg - St. Lorenzen 24.5km (+ Quartierhatscherei) (61.1km) Nach der Verabschiedung von unserem netten Gastgeber Hr. Ewald, stiefelten wir wieder einmal zum Bahnhof und fuhren nach Welsberg. Sonnenschein bereits in der früh. Bald fanden wir die Jakobs-Markierung, sie führte uns auf einer Straße bergauf. Oben dann die Überraschung, da zeigte der Pfeil wieder hinunter 😳 . Wir pfiffen auf die Markierung und hatten zu Beginn unseren eigenen Weg. Also weiter die Straße aufwärts und wir bereuten es nicht. Bald gings durch einen schattigen Wald mit riesigen, alten Bäumen. Oben angekommen, wie immer die Belohnung mit herrlichen Ausblicken. Auf dem Hang gegenüber stehen verstreut Bauernhöfe, so viele Blumenwiesen am ganzen Weg, eine wahre Pracht. Bei einem Weiler dann ein schöner Wiesen/Waldpfad hinunter nach Olang. Vor unserer Nase lag wunderschön der Olanger Stausee. Die Gemeinden Oberolang, Mitterolang und Niederolang liegen wie aufgefädelt hintereinander, es zieht sich wie ein Strudelteig bis die endlich hinter einem liegen. Aber es gab dort eine Pause für uns. Südtirol lebt hauptsächlich vom Fremdenverkehr, zumindest erzählen das die vielen Hotels und Pensionen. Zur Zeit ist tote Hose. Die Saison beginnt erst Anfang Juni. Deshalb ist es nicht so leicht ein Quartier zu finden. Wir sind froh reserviert zuhaben. Weiter ging es auf einen Rad/Wanderweg. Unterwegs dann zwei Wege. Einer führt über Nasen wo es eine Jakobskirche gibt. Es war inzwischen heiß und schwül, also reizte uns das Hinauf zur Kirche gar nicht. Lieber noch eine gemütliche Pause im Schatten. Auch bestaunten wir lieber die Lamprechtsburg von weiter unten. Der Weg neben dem Fluss Rienz bis Bruneck war auch recht schön 😊 . Bruneck hat eine schöne Altstadt mit einige Cafés, fast alle waren heute an einem Sonntag geschlossen 😳 . Eines gab es dann doch noch für uns. Entlang der Rienz-Promenade bis St. Lorenzen . Danach lang auf den Zug gewartet und auch lang nach Brixen gefahren. Das war recht nervig. Unser heutiges Quartier ist eine Jugendherberge. Es gibt Waschmaschine, Trockner und Abendessen, wie schön. Einen super Wochenbeginn wünschen O + R Unterkunft: Jugendherberge Brixen Brunogasse 2 Tel. +39 0472279999

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J.W. Südtirol Tag 2

Vierschach - Welsberg (und zum Quartier) 26.6km (36.6km) In der Nacht hat es mindestens eine 3/4 Stunde, ohne Unterbrechung, geblitzt und gedonnert 😳 . In der Früh war alles vorbei. Nach dem guten Frühstück sind wir mit dem Zug nach Vierschach gefahren. Bis Innichen gings wieder entlang vom Radweg, die Gipfel der Dolomiten in Begleitung. Heut am Samstag waren viele mit dem Radl unterwegs, deshalb waren wir froh als wir in Innichen waren. Gleich zwei interessante Kirchen im Ort. Die romanische Stiftkirche, in ursprünglichem Zustand versetzt und die Pfarrkirche St. Michael in barocken Stil, neu errichtet nach einem Brand. Die zwei Kirchen besucht, nur die Stiftkirche war zugängig. Heut war Markttag, Unmengen an Blumen gabs im Angebot, auch Hühner und Vögel. Der Rest war wie am Kirtag. Schwer fanden wir aus Innichen hinaus. Bis jetzt war der Weg nicht gut gekennzeichnet und er ärgerte uns mit satten Umwegen, weil der Pfeil falsch zeigte 😩 . Der weitere Weg nach Toblach war ein Traum. Hinauf in den Wald auf herrlich weichem Boden, guter Luft und riesigen Bäumen. Pause in der Nähe der Drauquelle, wo uns das köstlich kalte Wasser erfrischte. Wir sahen oftmals Tafeln mit der Aufschrift „Naturpark Drei Zinnen“ aber wo sind die denn? Wir haben sie nicht entdeckt. In Toblach, dem Ferienziel von Gustav Maler, fanden wir ein nettes Café und füllten dort unsere Speicher auf, bevor es wieder aufwärts in den Wald ging. Zwischendurch erfreuten uns blühende Blumenwiesen und schöne Ausblicke 🥰 . Kurz nach Niederdorf gings abwärts und bis Welsberg entlang vom Radweg, durch das sonnige Pustertal. Wieder ein unerfreulicher Umweg zum Bahnhof in Welsberg und mit dem Zug nach Niederdorf gefahren. In der Nähe von unserem Quartier haben wir im gemütlichen Gastgarten gut gegessen und alle fanden, der Tag war heut super. Die Umwege waren schnell vergessen. Einen schönen Abend wünschen O + R Unterkunft: wie gestern

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J.W. Südtirol Tag 1

Wien - Lienz - Sillian mit der ÖBB Sillian - Vierschach 10km gegangen (+dem Weg zur Pension) Virschach - Niederdorf mit dem Zug Um 8:25 trafen wir Monika am Bahnhof Wien, Michael stieg in Meidling zu und Margit in Wr. Neustadt. Zum Glück hat Annelies Plätze reserviert, der Zug war bummvoll und scheinbar haben sie sich den vom Ostblock ausgeborgt, echt arg. In Lienz in einen modernen Bummler umgestiegen und in Sillian war Endstation. Eine nette Stadt. Noch geschlemmt und von dort unseren Jakobsweg begonnen. Bei Sonnenschein, am Radweg, ist auch der Jakobsweg, zwischen Blumenwiesen und der Drau. Immer wieder entlang von Baumgruppen und vor uns die Sextener Dolomiten, die immer näher kamen. Sehr schön oder eigentlich faszinierend 👍 . In Winnebach beginnt der Jakobsweg von Südtirol, 1km vorher überschreitet man die Grenze 🥰 . Weil am Ziel meist kein Quartier zu finden war, schlafen wir oft zwei mal an einem Ort und fahren mit dem Zug hin und her. Auch heute sind wir von Vierschach mit dem Zug nach Niederdorf gefahren. Zu unserer Pension mussten wir dann noch 1,5km hatschen und zur Pizzeria war es auch nicht nah. Aber wir haben dort sehr gut gegessen 😋 . Alles hat heute gut funktioniert finden O + R Unterkunft: Pension Klara Via Emma Frau 63 Tel. +39 0474745220

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J.W. Südtirol

Da es im Vorjahr zu sechst super gepasst hat, wollen wir auch in diesem Jahr gemeinsam ein Stück wandern. Diesmal soll es der Jakobsweg in Südtirol sein. Obwohl viele Kapellen und Kirchen dem Hl. Jakobus geweiht wurden, ist es eine weniger bekannte Wegstrecke. Sogar die Südtiroler die wir am Camino Frances trafen waren überrascht. Die paar Pilger wählen dann eher den Weg über den Brenner, Richtung Innsbruck. Sie gehen also nur ein Stück in Südtirol. Wir wollen allerdings in diesem schönen Land bleiben, wo die Alternativroute von Winnebach über Bozen und Meran zur Schweizer Grenze führt. Wobei unser Vorhaben, nach ca. 150km in Bozen endet. Wir brauchen schließlich 2023 auch einen gemeinsamen Weg 🙂 . Die Stimmung ist ein wenig getrübt, Annelies wurde krank und kann morgen nicht mit uns fahren 🙁 . Aber wenn es die Gesundheit zulässt, kommt sie am Montag nach Brixen nach und vervollständigt zumindest die letzten Tage unser Team. Eine schöne Tour wünschen sich O + R

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Frühling C.F. Tag 22

Heimreise: Flug Santiago - Barcelona - Wien Ziemlich gut belegt war der Flughafen Santiago letzte Nacht 😳 Bis Barcelona gut geschlafen. Mein Magen rebelliert noch immer, was hat der Autobus mit mir angestellt? 🤪 . Es war eine sehr gute Entscheidung im Frühling den Camino Frances zu beenden. Wir hatten nur einen richtigen Regentag. Der Schnee hinauf nach Foncebadón und dazu der Sturm zum Cruz de Ferro war wie eine Belohnung für mich. Wunderschön war diese Winterlandschaft ☃️ . Danach kam langsam der Frühling mit einem wahren Blumen und Blütenmeer 🥰 . Die Einheimischen, lieb wie immer, die Markierung großartig. Nur die Pilger haben sich etwas geändert, sind distanzierter geworden, zumindest auf diesem Weg. Aber wir hatten ja die letzten Tage eine liebe Begleitung ❤️ . Mit dem „Kopf“ zu gehen war gar nicht so schwer. Uns ging es hervorragend, keine Wehwehchen in den Beinen oder am Rücken 😊 Wir sagen danke für die Begleitung im Blog und für die netten Kommentare. Am 20. 05. starten wir zu sechst den Jakobsweg in Südtirol, darauf freue ich mich schon sehr 😎 . Bis bald sagen O + R Unterkunft: zu Hause 😴

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Frühling C.F. Tag 21

Lires - Fisterra  14.8km (445.4km) Gestern ist noch Helmuth aus Oberösterreich in unser Herbergen-Restaurant gekommen. Er ging den 30km schwierigen aber sehr schönen Leuchtturmweg von Muxía nach Lires 👍 . Mit ihm und den zwei Südtirolern die in unserem Zimmer schlafen wurde es ein lustiger Abend. Den Sonnenuntergang konnten wir auch wieder bewundern . Diesmal ohne Wolken 😊 . Unser letzter Wandertag war gemütlich und schön. Ein Stück begleitete ein Bach, immer wieder gab es wunderschöne Aussichten zum Meer. Seit Dumria gibt es haufenweise Farne in den Wäldern. In Bixan hatten wir überraschend eine urige Pause bei einer Aussteigerin. Donativo, alles was das Herz begehrte, so nett. Das sind immer die allerbesten Pausen 🥰 . Schnell waren wir danach in Fisterra. Sonja stellte ihren Rucki in die Herberge, gemeinsam verbrachten wir die letzten Stunden. Sehr lustig und harmonisch war es zu dritt, danke liebe Sonja ❤️ . Sie bleibt noch zwei Tage in Fisterra und geht zurück nach Santiago und erledigt danach noch einige Besuche. Ich weiß, zahlreichen Kurven mit dem Bus das kann übel werden. Die letzten Jahre hat sich das jedoch sehr gebessert. Heute ist alles von den letzten Jahren nachgeholt worden. Schon bei der zweite Kurve wurde mir kotzübel. Drei Stunden musste ich durchhalten. Am Busbahnhof war einmal kotzen und flach liegen angesagt. „Sterbensübel“ das ist nicht nur so dahingesagt 🤪 . Angeblich war ich gelb im Gesicht 😳 . Eigentlich wäre der Plan, mit Erwin, der auch heute in Santiago ankam, einen schönen Abend zu verbringen. Das wäre ein richtig toller Abschluss gewesen. Danach ab in unsere bereits bekannte „Herberge“ im Flughafen. Ein Treffen meinerseits war nicht möglich, also gleich zum Flughafen und dort weiter flachliegen. So schade und gemein 😩 . Tja, was würde mein Therapeut dazu sagen: „Gehen ist eben gesünder“ 😜 Für Sonja weiterhin buen camino wünschen O + R Unterkunft: Im Flughafen von Santiago de Compostela

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Frühling C.F. Tag 20

Muxía - Lires 15.2km (430.6km) Lange geschlafen, gemütlich gefrühstückt. Heut war der Weg kurz, ein Sonntagssparziergang eben 👍 . Bereits in der Früh war es warm. Entlang vom Meer zur Stadt hinaus. Steil führt eine Straße zu einem Dorf hinauf. Danach begann ein schöner Wanderweg. Mindestens eine Stunde weiterhin steil bergauf und bergauf......uff 🤪 . Dafür gabs danach die Belohnung. Gemütliches bergab durch den Wald bis Lires. Bei einer Stiege wollten wir rasten. Eine Frau deutete, ein Stück weiter wäre es gemütlicher. Wirklich, bei einem Steinkreuz und einem Brunnen wurde es eine gemütliche Pause. Immer wieder kamen uns Muxía-Pilger entgegen 😊 . In Lires ist heute ein Dorffest. Ich denke fast die gesamten Dorfbewohner sind heute im Restaurant neben unserer Herberge. Eine Musikkapelle spielte auf. Es wurde getanzt und gegessen. Wir haben blöderweise aufs rechtzeitige Essen vergessen 😳 . Um 16:00 wurde die Küche geschlossen. Sie öffnet erst wieder um 20:00. Hunger 🥺 . Einen schönen Sonntag und allen Müttern einen schönen Muttertag wünschen O + R + Sonja Unterkunft: Private Herberge As Eiras Lugar de Lires Tel.: 662261818

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Frühling C.F. Tag 19

Dumbria - Muxía 23.6km (415.4km) Nach dem Frühstück verließen wir gestärkt Dumria. Die Sonne war wieder unser Tagesbegleiter, so schön. Am Weg trafen wir eine Pilgerin aus Belgien. Sie hat den gleichen Rucksack (Gossamer) wie ich und ist auch so zufrieden damit wie ich 👍 . In der Herberge stellten wir fest, wir haben auch die gleichen Schlafsäcke, echt lustig, so ein Zufall 😂 . Straßen und Wanderwege wechselten sich ab. Irgendwo eine Pause gehalten, vorbei beim angeblich längsten Kornspeicher. Daneben das Kloster San Martiño de Ozón aus dem 12Jh. Vor ein paar Jahren lebten dort Aussteiger. Heute wird das Anwesen ausschließlich privat genutzt. Etwas abseits, 5km vor Muxía noch eine Bar ergattert, davor sahen wir erstmals das Meer 🤗 . Noch einmal steil hinauf nach Moraime, wo man die vorbeikommenden Pilger zählte? Der letzte Abschnitt geht recht schön durch den Wald. Ein Postkartenfoto von Muxía mit Meer präsentierte sich uns. In der Herberge Bela Muxía hat die Hospitalera wie immer für die Pilger gekocht 🥰 , ist frei. Eine hervorragende Linsensuppe mit Gemüse und Nudeln mit Gemüsesugo gabs. Nach der Pflege ein Rundgang zum Hafen und hinauf zur kleinen Wallfahrtsirche Virxe da Barca, wo gerade eine Messe war. So sahen wir zum ersten mal die Kirche, die sonst zugesperrt ist, von innen, wie schön. Ein wundervoller Ort da oben. Das Meer rauscht und klatscht auf die großen Steine. Stundenlang könnte ich das genießen und ja Karin, ich hab es auch für dich erledigt 🥰 . Zum Essen hinunter marschiert, einen Oberösterreicher getroffen und gemeinsam wieder hinauf zur Kirche und den Sonnenuntergang bewundert. Einige Wolken drängten sich vor aber als die Sonne unterhalb wieder hervorkam dachte man an ein Feuer im Meer. Sehr beeindruckend und wunderschön war das 😊 . Zufrieden mit dem Tag sind O + R + Sonja Unterkunft: Private Herberge Bela Muxía Encarnación 30 Tel:687798222

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Frühling C. F. Tag 18

Santa Mariña - Dumbria 23.1km (391.8km) Schon komisch wie vertraut einem die Herbergen sind, wenn man da schon geschlafen hat? 🙂 Auf Asphalt ging es weiter mit schönen Aussichten auf Felder und Wälder. Bei einem Aussichtspunkt ein schöner Blick auf den Fervenza Stausee. In einer Bar bei einem Campingplatz in Mazaricos eine lustige Pause gehalten. Der Besitzer drückte Sonja und mir die Luft aus der Lunge und küsste uns herzhaft, so schnell haben wir gar nicht schauen können. Hoffentlich hat er nicht Corona 🤭 . Ein Späßchen nach dem anderen. Kleine Geschenke wie Kuchen, Keks und in Stamperl Orangensaft gabs auch 🤗 . Otto wollte uns für zwei weitere Kuchenstücke verkaufen, na warte 🙂 . Nicht weit nach Olveiroa begann ein sehr schöner Höhenweg mit Heidekraut, Ginster und Mischwälder. Tief unten ein Fluss, ein Stück begleitete uns ein Bach. Kein weiterkommen mit mir, hatte viel zu schauen und zu fotografieren 😍 . Die nächste Pause in einem sonnigen Eck in Logoso. Von da war es nicht mehr weit nach Hospital de Logoso wo sich die Wege gabeln. Diesmal gingen wir nach rechts, Richtung Muxia während der Weg links nach Finisterre führt. Ich weiß nicht ob wir den Weg schon einmal mit so einem Traumwetter genießen konnten. Wo man hinschaut blüht gelber Ginster. Abwärts hauptsächlich durch den Wald, wo auch die schöne Herberge von Dumbria steht, die langsam voll wurde. Ein schönes Stück noch zum Einkaufen gegangen. Heut gibts eigene Küche, nochmals wollen wir den Weg da hinauf nicht mehr gehen 🙄 . Den Balkon in der Sonne nützen O + R + Sonja Unterkunft: Öffentliche Herberge O Conco in Dumbria Ortsbeginn blau/rotes Gebäude Tel.: 981744001

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Frühling C. F. Tag 17

Negreira - Santa Mariña 22.1km (368.7km) Wir haben so ein Glück mit dem Wetter, heut gabs wieder Sonne mit blauen Himmel 🌞 . Durch das historische Stadttor verlässt man Negreira. Heut hatten wir schöne Hohlwege durch den Wald, Asphalt durch Dörfer, Schotterwege mit wunderschönen Ausblicken unter unseren Füßen. Viel Wiese und Landwirtschaft, wo fleißig gearbeitet wurde 👍 . Pause in A Pena und in Vilaserío. Neu für uns ist die Bedienung in den Bars, auch nicht schlecht 😉 . Österreichisches Pilgergespräch: Renate: „herrlich diese Weitblicke“ Otto: „Gegend hoid“ Sonja: „so sche, wie bei uns daham“ Otto: „und wos dama daun do?“ 😂 😂 😂 Nach einer endlosen Geraden war bald das Ziel erreicht. Die Wäsche hängt in der Sonne, wir hängen dort auch faul herum, das Leben ist schön 🤗 . Heut werden wir bekocht, darauf freuen sich O + R + Sonja Unterkunft: private Herberge Santa Mariña Santa Mariña 14 Tel.: 981852897 oder 655806800

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Frühling C. F. Tag 16

Santiago de Compostela - Negreira 22.5km (346.6km) Herrlich geschlafen und uns das tolle Frühstücksbuffet schmecken lassen. Noch ein Beginnfoto zu dritt vor der Kathedrale und los ging es mit Sonnenschein und blauen Himmel 👍 . Ein Stück durch die Stadt und bald hatten uns die duftenden Eukalyptuswälder wieder. Von einer Anhöhe hat man einen schönen Blick zurück auf die Fassade der Kathedrale. In den Gärten blühen überall wunderschöne Blumen mit leuchtenden Farben und Orangenbäume warten auf die Ernte der zahlreichen Früchte die da oben hängen 😋 . Anstiege gab es auch heute und auch Asphaltwege da es einige Dörfer zu durchqueren gab. In Ventosa Pause, Fotoshooting in Ponte Maceira. Laut Angabe eines der schönsten Orte in dieser Gegend. Leider haben da die Bars nicht überlebt 😢 . Man trifft zwar Pilger am Weg aber nicht viele. Wir sind zu fünft in der Herberge. In Negreira gibt es eine italienische Pizzeria, die werden wir jetzt überfallen 🤪 . Mahlzeit sagen O + R + Sonja PS.: Haben gerade in einer Bar UNS im Fernsehn gesehen. Es gab einen Bericht  über den Autor mit seinem Buch „Mord am Camino Frances“ und mit seinem Interview am Monte de Gozo . Wir sitzen da, trinken Cafe und sehen UNS im spanischem Fernsehn bei den Nachrichten 🤭 . Hammer oder? 😜 Unterkunft: private Herberge Alecrín Avda. de Santiago 52 Tel.: 981818286

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Frühling C.F. Tag 15

O Pedrouzo - Santiago de Compostela 21.1km (324.km) Wir freuen uns auf den Abend. Da kommt Sonja, eine Freundin nach Santiago und geht mit uns nach Muxia, juhu 🥰 . Aber zuerst müssen wir nach Santiago kommen 😉 . Recht gemütlich war der Beginn. Viele Eukalyptuswälder erfreuten unsere Nase. Bald ging es aufwärts und so blieb es hauptsächlich bis nach Monte do Gozo. Heut rannten die Pilger keuchend und gehetzt nach Santiago. Wir nicht, ich muss ja mit dem Kopf gehen und der versteht grad nicht warum alle so rennen 🤔 . Vorbei beim Flughafen. In Labacolla pflegten die Pilger im Mittelalter sich im Bach zu waschen, damit sie sauber in Santiago ankommen. Wir brauchen das nicht, haben Merinoklamotten und stinken nicht 😉 . In Monte do Gozo, übersetzt Berg der Freude, besuchten wir natürlich die zwei übergroßen Pilgerstatuen die auf Santiago zeigen. Ein Filmteam interviewte dort gerade einen Autor. Er stellte sein Buch „Mord am Camino Frances“ vor. Na hoffentlich erwischt es uns nicht 🥴 . Das riesige Papstdenkmal gibt es nicht mehr, es wurde aus irgendeinem Grund abgerissen 🤷‍♀️ . Abwärts geht es Richtung Santiago und es folgt ein langer Hatscher durch die Stadt. Das störte mich gar nicht, es gibt immer viel zu sehen. Gestern bekamen wir die Mitteilung unsere Lieblingsunterkunft, San Martin Pinario wäre voll. In der Nacht dann die Mitteilung ein Doppelzimmer und ein Einbettzimmer könnten wir doch noch haben. Ja da war die Freude groß, noch dazu bekamen wir die teuren Zimmer mit einem Pilgerpreis 😊 . Nach der Pflege die Kathedrale durch die Hl. Pforte (sie ist nur im Hl. Jahr geöffnet) besucht. Im Pilgerbüro unseren Pilgerpass abstempeln lassen. Einen Santiagorundgang erledigt. Mir meine Kostproben der Tarta de Santiago schmecken lassen. Einen Cafe con Leche in der Sonne getrunken und Sonja vom Bahnhof abgeholt 🤗 . Nach dem gemeinsamen Abendessen endete ein schöner Tag und wir freuten uns alle drei aufs Bettchen. Bis morgen sagen O + R Unterkunft: San Martin Pinario, Hospedería. Seminario Myor Plaza de la Inmaculada 3 (gegenüber der Kathedrale Tel.: 981560282 reservas@sanmartinpinario.eu (reservieren nur so möglich)

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Frühling C.F. Tag 14

Ribadiso - O Pedrouzo  22.1km (303km) Wenn die Sonne tagsüber fehlt, ist es am Abend ziemlich huschi. So war es gestern. Wie bereits geschrieben, ist die öffentliche Herberge in Ribadiso wie ein kleines Dorf. WC und Waschräume sind in einem anderen Häuschen. Zähneputzen war dann eine Herausforderung 🤪 . Die Schlafräume sind in Etagen gebaut. In unsere Etage waren nur zwei Stockbetten, außerdem gab es eine Tür. Ein Zweibettzimmer für uns in der öffentlichen Herberge, auch nicht schlecht 👍 . Nicht weit war es in die Stadt Arzúa. Dort kommen auch die Camino del Norte Pilger an. Bei so vielen Pilgern muss ab da der Wanderweg natürlich breiter sein, damit kein Stau entsteht. Natürlich ein Scherz 😊 . Ist aber wirklich breiter und sehr schön. Viele Blumen und einige Palmen am Wegesrand. Etwas bewölkt war es heute aber warm. In Tabernavella besuchten wir Heidi in ihrer Herberge. Nach einem netten Gespräch Pause gegenüber in einer neuen Bar. Die Pilgeranzahl wurde immer dichter. Ines aus Niederösterreich getroffen und mit ihr ein Stück gegangen. So schön wenn man tratschen kann. Uns geht es so richtig gut, das muss einmal erwähnt werden 🥰 . In A Brea die nächste Pause in einer neuen Bar mit Musik aus den 60igern. Irgendwie die totale Pilgerstimmung. Immer wieder ergab sich ein Gespräch, auch mit Martin aus Deutschland der mit uns in der Herberge in Casanova übernachtete. Bis gestern war der Camino noch recht einsam, nur in der Herberge traf man die Pilger. Erwin ein Pilgerfreund kommt heute in Santiago an. Er fliegt leider morgen am Vormittag nach Hause. Schade, ein Treffen wäre schön gewesen 😢 . Die heutige Herberge ist zum Wohlfühlen finden O + R Unterkunft: private Herberge Edreira Rúa da Fonte 19 Tel.: 660234995 oder 981511365

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Frühling C.F. Tag 13

Casanova - Ribadiso  21.8km (280.9 km) Hatten mit einer Niederösterreicherin alleine ein Zimmer in der Herberge. Eine herrliche Ruhe war. Schlafen ohne Ohropax war möglich 😊 . Wie die letzten Tage starteten wir im Nebel. Die Sonne konnte sich heute leider nicht durchsetzen. Ein Sonntagsspaziergang, zur Belohnung nur auf schönen Wanderwegen. Durch duftende Eukalyptuswälder. Viele Tageswanderer waren unterwegs. Am Tag der Arbeit wurde tatsächlich fleißig gearbeitet. Bauern verkauften Pflanzen und Gemüse, die Einheimischen schleppten dies zahlreich nach Hause 👍 . Pause in Melide, die Stadt der vielen Pulperías. Pulpo (Krake) ist eine galicische Spezialität die nach dem Kochen mit Salz, Öl und Paprika zubereitet wird. Otto liebt dieses Essen. Ich mag lieber Caldo Gallego, ein Gemüseeintopf, auch eine galizische Spezialität, mit Kohl und Kartoffel 😋 . Eine weitere Pause in Boente in der Bar „die Deutschen“ 😉 . Noch über zwei Bergerl und unser Ziel war erreicht. Die öffentliche Herberge ist wie ein kleines Dorf neben einem Fluss, sehr speziell. Noch sind wir ganz alleine. Wir denken viele gehen noch das Stückerl in die Stadt Arzúa. Sitzen in der Bar gegenüber und ich schreib mühsam den Blog (in der Herberge hab ich kein Netz). Drei Tische mit Einheimischen sorgen für meine baldige Taubheit 🤪 , so unbeschreiblich laut. Einen schönen Sonntag wünschen O + R Unterkunft: öffentliche Herberge beim Fluss, am Ortsanfang Tel.: 660396823

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Frühling C. F. Tag 12

Gonzar - Casanova  23.6km  (259.1km) Im Nebel wieder losmarschiert. Ein Stück Weg erinnerte an eine Alm. Großteils ging es heute auf und ab, entlang einer Landstraße mit schöner Umgebung. Fast keine Autos, durch Dörfer wo fleißig gearbeitet wurde. Durch einen Eukalyptuswald, typisch in Galician, bald sind wir in Santiago 😊 . Leider haben angeblich die Eukalyptusbäume die ursprüngliche, heimische Pflanzenweld weitgehend verdrängt 🥺 . Eine Pause im kleinen Ort Portos und in Palas de Rei fürs Abendessen eingekauft, weil es angeblich in Casanova keine Bar und auch keine Einkaufsmöglichkeit gibt. Der letzte Abschnitt erfreute uns wieder mit Wald auf schönem Wanderwegen 👍 . Was sehen wir in Casanova? Es gibt doch eine Bar, umsonst geschleppt? Nein, die hat nur bis 16:00 geöffnet 🤷‍♀️ . Sind heut nur zu viert in der Herberge, auch nicht schlecht. In der Sonne faulenzen werden jetzt O + R Unterkunft: öffentliche Herberge am Ende vom Ort Tel.: 982173483

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Frühling C. F. Tag 11

Barbadelo - Gonzar 27.1km (235.5km) Die Herberge hat sogar einen schönen Swimmingpool, im Sommer sicher ein Hit 👍 . Anfangs ansteigend der Straße entlang. Danach im Nebel durch den bemoosten Zauberwald der Sonne entgegen, wunderbares Galicien 🥰 . Im Vordergrund steht da die Landwirtschaft. Eine herrliche Ruhe am gesamten Weg 🥰 . Durch kleine Dörfer, irgendwo die erste Pause, vor Portomarín noch eine gemütliche, in einer urigen Bar bei einem deutsch/italienischen Paar. Ein nettes Gespräch 😊 . Den Weg den wir heute hinunter nach Potomarín wählten der muss neu sein, den kannten wir noch nicht. Ein Stück erinnert an eine Schlucht. Schmal, große Steine, die Hände mussten bei mir mithelfen, uff aber geschafft 😜 . Viele Pilger blieben in Potomarín, für uns ging es weiter nach Gonzar. Man sollte dann noch genügend Wasser dabei haben. 8km geht es abwechselnd durch den Wald und neben der Straße entlang. Es gibt durchgehend nichts. Ziemlich heiß mittlerweile, wir waren froh das Ziel erreicht zu haben. Es gibt da nur eine Bar, da sitzen wir grad. Ich schreib den Blog und Otto kümmert sich um seine Pfeife 😝 . Ist ein Stück von unserer Herberge entfernt, deshalb bleiben wir gleich bis zum Abendessen da. Über den Frühling freuen sich O + R Unterkunft: Öffentliche Herberge am Ende von Gozar. Tel.: 982157840

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Frühling C.F. Tag 10

Triacastela - Barbadelo 23.5km (208.4km) Gestern am Abend gabs noch ein ordentliches Gewitter, danach hat es lange geschüttet. Heut war alles vorbei 👍 . Es gibt drei Wege nach Sarria. Wir entschieden uns wieder einmal für die Bergvariante über San Xil. Über Samos, da soll das Kloster sehr schön sein aber der Weg dort hin kann mich nicht überzeugen, weiß nicht warum, da ich ihn ja nicht kenne? Unsere Variante führte uns bald in den Wald. Eine herrliche Luft war heute und ein lautes Vogelgezwitscher begleitete uns. In A Balsa fanden wir Gertrudis Haus und ja Gertrudis es steht noch immer und schaut gut aus 😊 . Weiter aufwärts durch den schönen bemoosten Wald nach San Xil. Huschikalt war es da oben. Abwärts im Irgendwo eine Pause und Pilgertreffen. Auf einer Anhöhe sah man bereits Sarria. Begegneten heute Pilger aus aus Kalifornien und Kolumbien. Außerdem treffen wir immer wieder eine sehr alte Dame mit Stock, kleinem Rucksack und einer großen Umhängetasche. Sie geht ein Stück, wird mitgenommen oder fährt Taxi. Am O Cebreiro durften wir sie fotografieren, das hat ihr gefallen 🥰 uns auch. In Sarria reiht sich eine Herberge neben der anderen. Es ist der Startpunkt vieler Pilger die in Santiago eine Compostela wollen. 100 Kilometer müssen dafür gegangen werden. Für uns gab es nur eine Pause und weiter. Hinauf zu einem Kloster, danach schöne Wanderwege. Durch den Wald steil hinauf und das kleine Dorf Barbadelo zeigte sich. Sclafen heute in einem „Pilgerhotel“. Weiß nicht ob der Schreiberling es abschätzend meint. Wir finden die Herberge super. Alles da was Pilgerlein braucht und sehr gemütlich 👍 . Ein schöner Weg war es wieder finden O + R Unterkunft: Herberge Casa Barbadelo beim Ortseingang rechts Tel.: 659160498 od. 982531934

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Frühling C. F. Tag 9

O Cebreiro - Triacastela 22km (184.9km) In der Nacht waren wir von Franzosen umzingelt. Zwei haben einen Wald umgesägt 🙄 . Der Blick von der öffentlichen Herberge ist ein Traum, so schön wenn der Tag erwacht und die Sonne aufgeht 🥰 . Gleich begann ein schöner Wanderweg, runter und rauf, durch einen bemoosten Wald. Am Straßenrand steht noch immer der Pilger und hält seinen Hut fest. Braucht er heute nicht, das Wetter wird schön, ohne Wind. Der Weg wurde freier, schöne Ausblicke überall. Noch einmal keuchten wir steil den Berg hinauf zum Alto do Poio. Mit 1337m ist es der höchste Punkt des galicischen Jakobsweges. Pause und „von nun an gings bergab“. Nicht gleich, eben und gemütlich zuerst. Herrliche Weitblicke, man kommt mit dem Schauen nicht nach 👍 . Woran erkennt man Galicien: die öffentlichen Herbergen haben zwar schöne Küchen aber kein Geschirr, grün wo man hinschaut, Kuhfladen am Weg, Kohlstauden und natürlich die gute Tarta de Santiago 😊 . Im schmucken Dorf Filloval eine gemütliche Pause gehalten, in Ramil war vor dem dicken, uraltem Kastanienbaum, ca. 800 Jahre alt, Pilger-Fotoshooting angesagt. Sind heute wieder in einer netter, urigen Herberge mit einem lieben Hospitalero, der unsere Wäsche gewaschen und auch schön zusammengelegt hat 😍 . Das war heute ein wunderschöner Wandertag finden O + R Unterkunft: Herberge Aitzenea Praza de Vista Alegre 1 Tel.: 670452476 od. 982548076

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Frühling C. F. Tag 8

Trabadelo - O Cebreiro 20.1km (162.9km) Das Abendessen gestern war der Hammer. Sogar die Nudeln waren selbst gemacht 👍 . Nach einem Orujo (Schnaps) haben wir herrlich geschlafen 🤪 . Der versprochene Regen hat sich noch nicht durchgesetzt. Sonne, bald waren wir kurzärmelig. Lang und fad ging's wieder der Straße entlang, zeitweise war eine Mauer zwischen Asphaltweg und Straße. In den Ortschaften tote Hose und geschlossene Bars. Erst in Herrerías gab es für uns eine „Tankstelle“ und ein nettes Geplauder mit zwei deutsche Pilgerinnen. Ab da könnte man mit einem Pferd auf den O Cebreiro „reiten“. Ein steiler Aufstieg begann, zuerst Straße, dann durch den Wald. Sehr kräfteraubend. Deshalb in La Faba gleich noch eine Pause 😜 , bevor es steil hinauf weiterging. Vorbei an der abgebrannten Herberge 😢 , das hab ich vor einiger Zeit schon in einem Forum gelesen. Herrlich Aussichten auf die Berge und ins Tal, viel grün. Nach Laguna de Castilla erreicht man bald den Grenzstein der anzeigt, dass man Galicien erreicht hat 🥰 . Ein leichter Regen begann, also hinein in die Regenklamotten. 10 Minuten später verschwand er, also wieder ausziehen. Noch einmal die Wadeln beansprucht und das auf 1300 Höhenmeter liegende Dorf O Cebreiro war erreicht, uff 🤪 . Werden uns heute, ich mit einer galicischen Suppe und Otto mit einem galicischen Pulpo verwöhnen lassen. Darauf freuen wir uns 😋 . Davor wird noch eine Runde im mystischem Dorf gedreht. Zur vorromanischen Ortskirche und zu den pallozas. Das sind runde Häuser mit Strohdach. Eine mehr als 2500 Jahre alte Bautradition der Kelten. Sie sind sehr gut erhalten. Noch immer zufrieden sind O + R Unterkunft: öffentliche Pilgerherberge Lugar Cebreiro 17 Tel.: 638962815 od. 660396809

https://youtu.be/RL375MkYxHM

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Frühling C. F. Tag 7

Cacabelos - Trabadelo (Camino Duro)  21.5km (142.8km) Bei uns im Zimmer schliefen Südafrika und Australien, echt arg, von so weit kommen die daher 😳 . Sonne und blauer Himmel. Vorbei bei der originellen öffentlichen Herberge, wo in einem Kranz um die Kirche Doppelkabinen gebaut wurden. Zur Zeit leider geschlossen und wahrscheinlich eh zu kalt. Lang ging es entlang der Straße mit ständiger, leichter Steigung. Die wärmenden Klamotten mussten entfernt werden. Nach Pieros begann wieder ein schöner Wanderweg durch Weingärten und Wiesen, mit schönen Ausblicken. Pause in Villafraca del Bierzo. Von da entschieden wir uns für den camino duro, eine Nebenroute die einem den Straßenweg erspart. Anfangs steil den Berg hinauf bis auf fast 1000 Höhenmeter. Dann die Belohnung, ein traumhaft schöner Blick ins Tal, zu den Bergen und auf Villafranca. Unmengen von blühenden Heidekraut und Ginster am Weg, durch einen kleinen Nadelwald und lang durch einen Kastanienwald. Auch dieser Weg ist ausreichend mit gelben Pfeilen markiert. Abwärts gings in Serpentinen zuerst der Straße entlang, zum Glück kam dann doch noch ein Naturpfad zum kleinen Ort Trabadelo. Anstrengend aber schön wars über die Berge. Gönnen uns heute ein Doppelzimmer in einer netten Herberge. Wir werden am Abend bekocht und Frühstück gibt es auch 🥰 . Einen schönen Wochenbeginn wünschen O + R Unterkunft: Herberge Camino y Leyenda Camino de Santiago Tel.:602321154

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Frühling C. F. Tag 6

Molinaseca - Cacabelos 23.2km (121.3km) Kein Winter heute, Sonne schon in der Früh 😊 . Nach einem gemütlichen Frühstück mit Beate aus Österreich, ging es zuerst schnurgerade der Hauptstraße entlang, dann auf einer Nebenstraße nach Ponferrada. Links begleiten die Berge, rechts kommt die Stadt immer näher. Pause vor der mächtigen, gut erhaltenen, wunderschönen Templerburg 👍 . Der weitere Weg war heute sehr abwechslungsreich. Durch einen Park, entlang eines Flusses, später fällt man direkt von einem Ort in den anderen. Am Sonntag trifft man sogar Einheimische. Nach dem nicht enden wollenden Ort Camponaraya verlangte der Hunger nach einer weiteren Pause auf einem Rastplatz. Der letzte Abschnitt war dann ein schöner Wanderweg durch ein Weingebiet mit viel grün und Ruhe. Die Sonne verabschiedete sich, gleich wurde es kälter, leichter Regen und in der Bar von unserer Herberge sitzen wir mit der dicken Jacke. Vielleicht heizt ein Essen unsere Körper ein 🥺 Einen schönen Sonntag wünschen O + R Unterkunft: Herberge La Gallega Calle Santa Maria 23 Tel.:98754355 od. 987549476

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Frühling C.F. Tag 5

Rabanal del Camino - Molinaseca  25.5km (98.1) Die letzte Nacht war nicht so fein. Neben mir die Französin hatte schreckliche Hustenanfälle. Nachdem sie mich gestern Abend rügte, weil ich meine Schuhe bei der Heizung trocknen lies, tat sie mir gar nicht leid. Ich dachte, in Zeiten wie diesen sollte man sich bei Krankheit ein Zimmer leisten. Schnee fiel heute von Himmel, immer winterlicher wurde es. Seltene Einsätze von Einkaufsackerln. Eine Frau packte die Schuhe damit ein und ein Mann seine nackten Knie 😂 . Ich war denke ich die einzige die glücklich im Schnee stapfte. Der Wind wollte uns zurückhalten aber wir schafften trotzdem gut den Berg hinauf nach Foncebadón. Alle Pilgerleins wurden herzlich in der Bar empfangen und sofort versorgt, so lieb 🥰 . Tiefer Winter mittlerweile und der Sturm, der immer ärger wurde, peitschte uns den Schnee ins Gesicht, das tat weh. Am Cruz de Ferro, sahen wir fast nix mehr. Aber der mitgebrachte Stein, liebevoll von Annelies bemalt, wurde natürlich trotzdem dort abgelegt. Eine Tradition und ein symbolisches Zeichen. Persönliche Lasten werden dadurch weniger. Diesmal legte ich den Stein für die Familie und für die Pilgerleins vom Jakobsweg Wien ab 😊 . Mit 1500 Höhenmeter ist Cruz de Ferro der höchste Punkt vom Camino Frances. Weiter gings nach Manjarín zur Alternativherberge. Eigentlich hatten wir die Info, sie wurde vom Gesundheitsamt geschlossen. Stimmt nicht, Pilger werden nach wie vor mit Kaffee, Kekse und Tee versorgt. Schön warm wars da drinnen. Tomás, der sich als Tempelritter fühlt war leider nicht da. Der Weg wurde gatschig, der Abstieg steinig, der Nebel zog vorbei und öffnete immer wieder Nebelfenster mit mystischen Farbspielen. Beim steinigen Abstieg nach El Acebo verschwand er dann ganz, auch der Schnee und es boten sich zauberhafte Aussichten zur Bergwelt von León 😊 . Nach der Pause begann es zu regnen und bei rutschigen Schiefersteinen setzte es mich auf den A.sch, autsch. Wir waren froh als der Abstieg endlich geschafft war und freuten uns über die tolle Herberge heute. Juhu, es gibt da Waschmaschine und Trockner, jetzt duften wir wieder. Eine Österreicherin und ein Schweizer schlafen auch da, tratschen war heute angesagt 👍 . Sonne, Regen, kalt, warm, Wind, Nebel, Sturm und Schnee. Wir hatten bereits alles. Jetzt könnte tatsächlich der Frühling einziehen. Zufrieden sind O + R Unterkunft: Herberge Señor Oso Calle Real 43 Tel.:+34661761970

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Frühling C.F. Tag 4

Astorga - Rabanal del Camino 21.4km (72.6km) Gestern wurde es noch ein lustiger Abend mit mehreren Nationalitäten 😊 . In der Nacht hörte man bereits den Regen aufs Dach pritscheln. Leichtregen, kein Regen und Starkregen wechselten sich heute ab, wie auch die Wanderwege in der Natur und neben der Straße. Großteils war der Weg flach. Rapsfelder, Ginster, Heidekraut, Kuhweiden und Wälder am Wegesrand. Der Ginster blüht da bereits, in den vergangenen Tagen war das noch nicht so. Pause in Santa Catalina de Somoza, wo es in der Bar ein großes Pilgertreffen gab. Wir sind das gar nicht mer gewohnt, in den letzten Jahre waren unsere Wege recht einsam. Langsam begann der Aufstieg nach Rabanal del Camino zu unserem Ziel. Wir waren nass und die Lust hinauf nach Foncebadón zu gehen war nicht vorhanden. Leider gibt es in der Herberge keinen Trockner, nur eine Waschmaschine, Wäsche waschen ist dann sinnlos. Zumindest sind die Heizkörper warm und im Aufenthaltsraum gibt es einen Kamin, da hängen jetzt Pilgers nasse Klamotten. Auch für morgen ist Regen angesagt, da hoffen wir dann auf einen Trockner, sonst rennen uns noch geruchsbedingt die Hunde nach 🤪 . Für euch ein besseres Wetter wünschen O + R Unterkunft: Herberge Nuestra Señora del Pilar Plaza de Jerónimo Morán Alonso Tel.: 987631621

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Frühling C.F. Tag 3

San Martin del Camino - Astorga  25.3km (51.2km) Gemütlich gefrühstückt und los ging es mit Sonnenschein und blauem Himmel. Kein Wind, herrliches Wanderwetter 😊 . Bis Hospital de Órbigo Fortsetzung neben der Nationalstraße. Eine sehr lange Römerbrücke teilt den Ort. Otto schickte da seine Drohne los, leider stürzte die aus unerklärlichen Gründen ab und blieb verschollen. Wahrscheinlich krachte sie an eine Mauer und liegt jetzt auf einem Dach. Sie gab auch leider kein Signal, ev. kaputt. Ein trauriger Otto begann die Suche, Bauarbeiter begleiteten ihn ins Haus aber auf die Dächer in Spanien kommt man nicht. Die haben keine Dachlücken wissen wir jetzt 😢 . Also gings weiter mit einem zerknirschten Otto. Diesmal wählten wir nicht den Weg neben der Straße, da hatten wir gestern genug davon. Unser Weg nach Astorga war zwar länger aber dafür recht schön. Pause in Villares de Órbigo. Danach auf und ab durch breite Feldwege und Getreidefelder, durch Steineichenwälder, mit herrlichen Aussichten 👍 . Auf einer Anhöhe ein Aussteiger der eine gemütliche Auszeit für Pilger geschaffen hat. Gegen eine Spende gibt es Obst, Säfte, Eier, Süßigkeiten......einfach nur nett ❤️ . Ein Wegkreuz bietet einen fantastischen Blick auf Astorga und vor San Justo de la Verga steht noch immer der durstige Pilger. Noch einen Cafe con Leche und ab nach Astorga. Die Kathedrale und der Gaudipalast schienen nah zu sein aber wollten nur langsam näher kommen. Schlafen heute in „Brasilen“ und bekommen brasilianisches Abendessen. Darauf freuen wir uns 😋 . Vorher müssen wir noch die herrliche Sonne am Plaza España bei einer Bar genießen. Noch das alte Rathaus, die Kathedrale und den Bischofspalast von Gaudi besucht und ab in die Herbege zum Futter fassen 😊 . Mahlzeit sagen O + R Unterkunft: private Herberge Só Por Hoje Calle Rodríguez de Cela 30 Tel.: 690749853 der erste und letzte Flug in Spanien, Schei...! https://youtu.be/HZEMsv9Ta4I

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Frühling C.F. Tag 2

León - San Martin del Camino 25.9km Kein Regen, juhu, dafür ein eiskalter Wind der uns, eh klar, entgegen kommt aber alles kann man eben nicht haben. Um 7:30 beginnt es zur Zeit hell zu werden. Schön langsam kam die Sonne durch und wir starteten unseren Camino, hoffentlich diesmal ohne Probleme 😊 . Vor dem ehemaligem Kloster San Marcos, jetzt ein Museum, sitzt noch immer der Pilger und schaut zum Himmel hinauf. Vielleicht überlegt er welchen Weg er nehmen soll? Es gibt nämlich ab La Virgin del Camino zwei Möglichkeiten. Einen Alternativweg abseits der Nationalstraße oder den Hauptweg fast immer entlang der Nationalstraße. Diese Route ist nur ausgesprochenen Masochisten, eingefleischten Autoliebhabern und Menschen, die auf dem Jakobsweg besonders große Sünden abbüßen wollen, zu empfehlen. Das sind die Worte vom Autor des Outdoorbuches 🤣 . Keins von den dreien trifft auf uns zu, also sind wir eher pervers 🤪 . Schön ist der Hauptweg ja wirklich nicht aber viel schrecklicher fanden wir heute den Wind der dann schon von allen Seiten daherkam. Gut dass unsere Ruckis für Bodenhaftung gesorgt haben. Vor uns zog zeitweise Staub wie Nebelschwaden vorbei, nur war der nicht mystisch 🙄 . 5km vor unserem Ziel gabs dann endlich Cafe con Leche. Sind heute in einer netten Herberge die ziemlich voll ist. Am Nachmittag wurde zum Glück eingeheizt, das war auch notwendig. Unsere Bäuche sind vollgefüllt mit Köstlichkeiten des Hauses, das wärmt uns zusätzlich. Einen schönen Abend wünschen O + R Unterkunft: gleich beim Ortseingang links Private Herberge Vieira. Tel.: 987378565 od. 620671864

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Frühling C.F. Tag 1

Flug von Wien nach Madrid, Bus von Madrid nach León Heut haben wir zum Glück nicht verschlafen, bzw. hat uns der Wecker pünktlich um 4:00 zum Aufstehen informiert 😉 . Am Flughafen trafen wir Margit, sie fliegt nach Pamplona und startet dort den Camino Frances. Wer weiß, vielleicht trifft man sich am Weg? Am Camino ist ja bekanntlich immer alles möglich 🤷‍♀️ . Wir sitzen grad in Madrid fad herum und warten auf den Bus der uns nach León bringt 🙄 . Über fünf Stunden Autobusfahrt sind dann doch vergangen. Zwischendurch hat es immer wieder heftig geregnet aber vor León änderte sich das Wetter und die Sonne verwöhnte uns sogar. Also stapften wir zu unserer Herberge ohne nass zu werden, dafür hätte uns der eiskalte Wind fast verblasen 🤪 . Von Elo und der süßen Hündin Violetta wurden wir freudig begrüßt. Bereits im Jänner war das Leon-Hostel unsere Unterkunft 👍 . Noch fürs Abendessen und Frühstück eingekauft, getratscht und uns nach der Pflege in die Waagrechte begeben. Eine gute Nacht wünschen O + R Unterkunft: León Hostel Calle Ancha 8, 3 Stock Tel.: 987079907

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C.F. weiter geht´s

Es geht weiter 🙂 , morgen fliegen wir nach Madrid und mit dem Bus dann weiter nach Leon. Mittlerweile ist der Frühling einmarschiert, auch recht, den haben wir am Camino Frances eh noch nie erlebt. Meine Fussis sind fast in Ordnung. 80% würde unser Koreaner-Kücken sagen, damit kommt man nach Santiago. Mein Physiotherapeut sagt "gehen ist der gesündeste Sport", soll ich auf jeden Fall weitermachen. Am selben Tag buchten wir unsere Reise. Er dachte eigentlich nicht an gleich. Seine Worte waren dann aber "a bissl verrückt muss man schon sein, sonst wird's fad im Leben". Allerdings soll ich mit dem "Kopf" gehen". Bin gespannt ob die Vernunftecke da drinnen gespeichert ist 😉 . Laut einem französischer Schriftsteller hat einzig die Richtung einen Sinn. Es kommt darauf an, dass du auf etwas zugehst, nicht dass du ankommst. Eigentlich lauter gute und vernünftige Meinungen. Damit Otto nicht langweilig wird wenn ich meinen Weg gemütlich gehe, nimmt er seine Drohne mit. Dann kann er mich bei meinen Pausen beobachten 🙂 . Die Ruckis sind gepackt, sonst fällt uns nix mehr ein, also haben wir einen gemütlichen Tag vor uns und freuen uns auf morgen. Noch einen schönen Ostermontag wünschen O + R

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Wieder in Wien

Hallo zusammen! Sind gut nach Wien gekommen. Knieaufklärung ist auch bereits erledigt. Hab einen Erguss, eine Entzündung und ich soll jetzt Ruhe geben 🤷‍♀️ . Zum Glück ist nix mit der Prothese. Aber genug von mir, Unkraut vergeht nicht, wird schon wieder. Wie war der Winter-Camino mit blauen Himmel und täglicher Sonne? Warm tagsüber, ziemlich kalt ohne Sonne, in der Nacht immer Minusgrade. Der Großteil der Herbergen war zu kalt. Entweder ist es für Spanier normal mit Jacke und Haube den Abend zu verbringen oder es wird gespart? Eigentlich wollte ich im Schnee stapfen aber wir waren dankbar nicht nass geworden zu sein. Selten wäre dann das Zeug trocken geworden. Du meine Güte sind wir Weicheier 🙄 . Abgesehen von der fehlenden Wärme waren die Herbergen alle nett oder supernett und die Hospitaleros sehr bemüht 🥰 . Aus den wenigen Pilgern wurde ganz schnell eine tolle Gemeinschaft, sehr schön war das 👍 . Die Spanier nehmen die Maskenpflicht wirklich ernst, auch im Freien, wenn Menschen unterwegs waren. Das sollten die Pilger als Gäste ebenso berücksichtigen, auch wenn da ein Auge zugedrückt wird, tut nicht weh die Maske. In den Herbergen wurde es nicht verlangt, das war dann doch angenehm. Zweimal wurde die Temperatur gemessen und das Impfzertifikat verlangt. Ansonsten war es ein ganz unkomplizierter Camino 😊 . Zum Teil durfte nicht gekocht werden. Dann gab es aber eine Mikrowelle oder wir wurden von den Hospitaleros bekocht oder es gab eine Bar. Bis auf Grañon, gab es überall Matratzenschutz und Kopfpolster-Bezug. Oft waren Seifenspender und Einmalhandtücher vorhanden. Wir sagen danke für die virtuelle Begleitung und für die Kommentare, die uns immer sehr erfreuen 😊 Auf einen nächsten Camino hoffen O + R PS.: wie immer wird die Bildergalerie nachträglich bestückt 😊

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2. Winter C.F. Tag 18

León Der letzte Tag in León. Obwohl ich kaum gehe hat sich der Schmerz in meinem Knie verschlechtert. Das Knie selber kann es ja gar nicht sein, ist ja nur eine „Attrappe“ 🤔 . Ich hoffe nur das Übel wird erkannt und kann wieder gerichtet werden? Morgen fliegen wir heim, hat ja keinen Sinn zu warten. Der Weg rennt uns eh nicht davon. Blöd ist nur, dass wir nicht nach Hause können, weil ja unser Zuhause renoviert wird und es keinen Platz für uns gibt. Aber Schwager/Schwägerin nehmen uns auf, danke dafür 🥰 . Ich hab mich heute eher im Hostel herumgetrieben, da ist es zum Glück richtig gemütlich und ich hab Lesestoff. Bin nur mit Otto in meine Lieblings-Bar, Confiterías León, gegangen. Da gibt es immer zum Kaffee süße Teilchen 😋 . Otto schwirrt in León herum, auch die Kathedrale hat er besucht. Ihm sind schönere Fotos der wunderschönen Glasfester gelungen 😊 . Einen schönen Tag wünschen O + R

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2. Winter C.F. Tag 17

Mansilla de las Mulas - León 18.6km (416.6) Natürlich gilt das wieder nur für Otto, ich musste mich vom Nixtun erholen 🙄 . Hab heut bis 8:00 herrlich geschlafen, in Ruhe gefrühstückt und bin dann zur schönen, gotischen Kathedrale gehatscht. Endlich wird sie einmal auch innen besichtigt. Sie besitzt noch einen großen Teil der Glasfenster vom Mittelalter. Sämtliche Könige haben da ihre letzte Ruhe gefunden. Nur den Hl. Jakobus findet man in dieser Kirche nicht 🤷‍♀️ . Otto war bereits um 11:30 da. Von der Kathedrale hab ich ihn freudig abgeholt und ihn in meine Lieblingsbar entführt. Auf Einkehr unterwegs hat er heute nämlich verzichtet. Otto erzählte: Obwohl die Etappe heute kurz war, wollte sie nicht enden. Nach dem Frühstück ist er losmarschiert und kam zum Glück bald drauf, dass er seinen Stock in der Herberge vergaß, also wieder zurück. Neben der Straße, da war heute sogar viel Verkehr, gings nach Villamoros. Dort gab es zwar eine offene Bar aber es war noch zu früh zum Einkehren. Also weiter und endlich weg von der Straße, etwas in die Botanik, Hügel auf und Hügel ab. Der Weg zog sich wie ein Strudelteig. Noch über eine imposante blaue Brücke über die Autobahn und neben ihr Richtung León. Endlich war die Stadt mit der Kathedrale in Sicht. Noch eine Stunde bis zur Kathedrale und juhu ein Treffen mit mir und einen verdienten Café con Leche 🥰 ☕️ . Nach der Erholung musste von Otto noch die Stadt begutachtet werden und ich las mein Buch zu Ende. Einen schönen Abend wünschen O + R Unterkunft: León Hostel Calle Ancha 8, 3 Stock Tel.: 987079907

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2. Winter C.F. Tag 16

Bericanos del Real Camino - Mansilla de las Mulas 26.9km (398km) Das gilt wieder nur für Otto, ich bin heute mit den Bus nach Leon gefahren, zum Glück fährt der am Montag. Nach dem gemeinsamen Frühstück stapfte Otto los und ich blieb noch in der warmen Bar der Herberge. Die Hospitalera meinte, die Fahrpläne stimmen nicht immer. Der Bus kann zwischen 9:00 und 10:00 kommen. Also ging ich zeitiger los. Mit mir wartete eine ältere Dame, die Verständigung ohne die Sprache des anderen zu verstehen ist immer wieder lustig. Irgendwie gelingt immer ein Gespräch, so erfuhr ich z.B. dass beim Haus neben der Haltestelle noch immer Weintrauben mit den Füßen gestampft werden und vis-a-vis ist eine kleine Bodega 😊 . Der Bus kam dann doch pünktlich, in 50 Minuten war ich in Leon und „schlich“ mich, vorbei an der Casa de los Botines, ein Gebäude von Gaudi entworfen, heute ein Museum und weiter zum Leon Hostel. Wer sich Gutes tun will, mit fairen Preis, der schläft da, es passt einfach alles 🥰 . Bin ganz alleine in einem 4Bettzimmer. Hab mich noch in einer Bar und am Platz der Kathedrale herumgetrieben, eingekauft und das reicht für heute. Otto hat mir seinen Weg beschrieben: Die ersten 8km schnurgerade, die Autobahn immer in Sicht bzw. Hörweite. So ging es weiter, dazwischen mit drei Senken. In Reliegos erhoffte er sich eine Bar aber nichts hatte offen. Also gerastet neben dem Jakob 😊 . Er schrieb, hier ist es so flach, da ist die Meseta direkt eine Gebirgskette 😂 . Gezählt hat er 16 PKW, 3 LKW und 4 Radfahrer. In Burgo Ranero sind die Bäume mit Wollschals behübscht. Weiteres fällt ihm nicht ein. Auch Ottos Herberge ist zu seiner Zufriedenheit und sie war bereits bei der Ankunft warm. Getrennt wünschen einen schönen Wochenstart O + R Unterkunft: Hostel Gaia Avda. Constitución 28 Tel.: 699911311 oder 987310308 PS.: Fotos kommen morgen dazu, das kann nur Otto 😜

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2. Winter C.F. Tag 15

Ledigos - Bercianos del Real Camino 27.5km (371.1km) Otto ist losmarschiert und ich hock in der Bar der Herberge von Ledigos, das ist echt frustrierend 😢 . Da bleib ich noch bis mittags und dann fahr ich wieder mit dem Taxi, Bus gibt es ja keinen, nach Bercianos del Real Camino. Jetzt muss ich glatt am Camino Frances Geduld erlernen. Otto erzählte, der Weg ging hauptsächlich neben der Straße oder die Straße war in Sicht. Er konnte nix Besonderes berichten, außer dass der Weg zu Beginn etwas hügeliger war und er an Weinkellern vorbei kam die wie Schlumpfhäuser aussahen 😊 . Von weitem sieht man bereits Sahagún das einfach nicht näher kommen wollte. Otto kam trotzdem zeitig an und erholte sich in einer Bar, die es heute zahlreich gab. In Sahagún ist die Hälfte vom Camino Frances geschafft und es gibt sogar eine Urkunde. Nicht für uns, da wir erst in Pamplona gestartet sind und außerdem haben wir schon vor ein paar Jahren aufgehört Urkunden zu sammeln. Erwähnenswert ist vielleicht das schöne Stadttor. Fad sagt er 😂 gings weiter. Vorbei an der aus Backstein errichteten Ermita de la Virgin del Peral. Im 12.Jh. war es ein Pilgerhospital. Bei einer Kreuzung überholte ich Otto mit dem Taxi. Er war gerade dabei sich für eine weiteren Pause zu richten. Mitfahren wollte er nicht der Ehrgeizige 😉 . Das Ziel zog sich dann doch noch, obwohl er unglaublich schnell da war. Das Wetter war wieder ein Traum. Am Nachmittag “rennen“ wir immer der Sonne nach. Bis 18:Uhr war das gestern möglich. Heute ist das gar nicht nötig, in der Mini-Bar der lieben kleinen Herberge sitzen wir erstmals mit kurzen Ärmeln anstatt mit der Winterjacke. Total gemütlich, auch die Einheimischen fühlen sich da wohl 👍 . Wie es weitergeht wissen leider nicht, O + R Unterkunft: Herberge Santa Clara Calle Iglesia 3 Tel.: 605839993 oder 987784314

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2. Winter C.F. Tag 14

Carrión de los Condes - Ledigos 24.6km (343.6km) Die Kilometer heute gelten nur für Otto. Ich bin mit dem Taxi in die Herberge gefahren. Hab Schmerzen im Prothesen-Knie? Voll gemein, hab doch vorher mit dem ÖJW getestet ob der Camino möglich ist und zwei mal sind wir nach Mariazell gewandert. Alles war da in Ordnung 🤷‍♀️ . Warum mit dem Taxi werdet ihr euch wundern. Von Samstag bis Montag gibt es keinen Bus 🤷‍♀️ . Ich schreib immer von der Sonne und dem blauen Himmel. Die ist auch jeden Tag da und ist frühlingshaft warm um die Mittagszeit. Wenn sie dann untergeht wird es huschikalt. In der Nacht hat es immer Minusgrade. Die Unterkünfte empfindet man bei der Ankunft meist warm aber eigentlich ist es nur eine überschlagene Wärme. Das heißt am Abend sitzen alle mit der Jacke in der Herberge. Die große Herberge in Burgos ist eine löbliche Ausnahme, da ist es immer kuschelig warm. Natürlich auch bei Sabine und Uli, da wärmt bereits das gute Essen 🥰 . So jetzt sitze ich in der Bar der Herberge blöd herum und die Zeit will nicht vergehen. Zumindest ist es da nicht kalt, es gibt einen Kamin, wie es in der Herberge ist weiß ich noch nicht. Wie der Weg war, da muss ich dann Otto fragen aber es ist glaub ich schnell erzählt. Ich kann mich an die Meseta pur erinnern. Absolut eben, 18 km in der „Prärie“, eine nicht enden wollende Gerade. Wahrscheinlich kann Otto sich in der netten Bar in Calzadilla de la Cueza erholen. Danach sind es noch 6.6km bis zum Ziel. Zum Teil neben der Landstraße, ein Fluss wird überquert, über eine kleine Anhöhe erreicht man Ledigos. Also, Otto hatte nix hinzuzufügen, passt was ich geschrieben hab. Außer das James heute 40km bis Sahagún geht, somit sind wir jetzt alleine 😳 . Auf das wir den Weg beenden können hoffen O + R Unterkunft: Herberge La Morena Calle Carretera 3 Tel.: 626972118 oder 979065052

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2.Winter C.F. Tag 13

Frómista - Carrión de los Condes 20.5km (319km) Nach dem Frühstück Verabschiedung von Baek unserem Kücken. Er fährt heute nach Leon und geht von dort weiter. James‘ Etappe ist heute länger, huch dann sind alle weg 😩 . Vorbei an der schönen romanischen Kirche San Martín. Bald kommt man auf die „Pilgerautobahn“, die fast schnurgerade neben der Straße bis Carrión de los Condes geht. Es ist ein speziell für Pilger angelegter Weg, angeblich wegen mehreren Unfällen. Wir nehmen allerdings diesmal die schönere, etwas längere Variante ab Población de Campos. Es geht durch Felder, eine unglaubliche Weite. Ab Iterio de la Vega waren wir in der Region Palencia. Sie hat keine Hügel, alles flach. In einem kleinen Ort gehts über die Brücke, entlang eines Baches und einem Wiesenweg, wie schön. Da fanden unsere Füße etwas Erholung vom sonst so steinigen Weg. Im Sommer sollten die Pilger diesen Weg wählen, Bäume spenden Schatten den gibt es neben der Straße nicht. In Villalcázar de Sirga treffen sich die zwei Wege. Nach einer Pause geht es auch für uns auf der „Pilgerautobahn“ weiter, bis zum Ziel. Eine nette Herberge in einem Kloster ist es heute. Alles ist blitzsauber, eine liebe aber strenge, recht alte Hospitalera erklärt uns alles ganz genau und lange. Ui, im Sommer bei vielen Pilgern dauert das dann 😂 . Juhu, James ist doch noch gekommen, er hat mit Baek in einer Bar noch gemütlich gefrühstückt. So jetzt müssen wir die Gegend begutachten und eine Futterstelle fürs Abendessen suchen. Ahja heute wieder Sonne mit tiefblauen Himmel 🥰 . Wollen wir unbedingt Schnee 😜 fragen sich O + R Unterkunft: Herberge Espíritu Santo Plaza de San Juan 4 Tel.: 979880052

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2. Winter C.F. Tag12

Hontanas - Fromista 36km (298.5km) Nach dem Frühstück stapften die Pilgerleins Richtung Castrojeriz. Drei Spanier sind dazugekommen. Es wurde hügeliger und es gab wieder Bäume. Wir kommen zur Straße die durch die Ruine von San Antón führt, ein Kloster aus dem 12.Jh., wo im Sommer Pilger schlafen können. Schnurgerade geht es auf der Straße weiter nach Castrojeriz. Hoch oben thront die Ruine einer Burg. Es ging steil einen Berg hinauf, am Plateau ein schöner Rastplatz. Gut geeignet für eine Pause in der Sonne, ja die ist schon wieder da 😊 . Da oben zeigt sich die Meseta in voller Pracht, wunderschön dieses Farbenspiel. Steil ging es wieder hinunter, vorbei an der kleinen Kirche San Nicolás. Noch über eine alte Brücke und wie immer gabs einen Kaffee in Itergo de la Verga 👍 . Durch Felder, vorbei an Boadilla del Camino, entlang eines Kanals und Fromista war erreicht. Eine tolle Herberge, ein netter Empfang und ein sonniger Hof. Kochen darf man nicht aber es gibt eine Mikrowelle und gegenüber ist ein kleiner Laden. Kaffee und Tee dürfen wir uns kochen, Herz was willst du mehr 🥰 Liebe Grüße von O + R Unterkunft: Herberge Lux de Frómista Tel.: 635140169

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2. Winter C.F. Tag 11

Burgos - Hontanas 32.4km (262.5km) Randy hat sich gestern von uns verabschiedet, er fährt heute nach Hause, schade 😢 . Er will aber den ÖJW gehen, dann treffen wir ihn wieder 😊 . Jetzt sind wir nur mehr mit den Koreanern James und Baek unterwegs. Nach der Verabschiedung von Manuel begann der lange Hatscher zur Stadt hinaus. Ich denke mit gestern haben wir die ganze Stadt durchwandert. Hochnebel, der sich später herunterzog. Irgendwann waren wir von Autobahnen umzingelt, die wir über und unterquerten. Gestern überquerten zwei Füchse den Weg, heute drei Rehe die Straße. Sie hatten Glück, dass sie ein Autofahrer noch rechtzeitig sah. Pause in einer Bar von Tadajos. In Rabé de las Calzadas beginnt die Meseta, Spaniens Hochebene, eine wunderschöne Landschaft. Der Nebel war plötzlich verschwunden, die Sonne setzte sich volle Kraft durch. Keine Wolke am blauen Himmel, Wahnsinn. In Hornillos del Camino wollte uns zwar die Herberge nicht aufnehmen, die Bar zum Glück schon 😊 . Hontanas liegt so arg in einer Senke, dass man den Ort erst knapp davor sieht. Wir haben zu zweit ein Zimmer. Die Dusche war zwar kalt aber im Zimmer ist eine Heizung und im Aufenthaltsraum ein Kamin. Essen und Frühstück gibt es auch 👍 . Unterkunft: Pilgerherberge San Juan Calle Real 26 Tel.: 653532647

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2. Winter C.F. Tag 10

Altapuerca - Burgos 20.6km (230.1km) Die Herberge ist sehr nett, nur der Kamin leider nicht. Ich hab mich in der Früh fast nicht aus dem Schlafsack getraut, so kalt 🥺 . Nach einem Kaffee war es dann besser. Bald ging es heute einen steinigen Hügel hinauf. Die Sonne lachte uns bereits entgegen. Das ist dann in Verbindung mit dieser schönen Landschaft immer großartig 👍 . Der Weg war einfach und schön. Nach Orbaneja Ríopico würde es einen schöneren Weg nach Burgos geben. Den Abzweig haben wir leider übersehen. Also begann ein Straßen-Hatscher aber zur Belohnung dafür eine offene Bar in einem Vorort von Burgos. Danach noch 10km, schnurgerade bis zum Ziel, uff. Die Stadt ist unglaublich belebt, auch am Abend war noch viel los. Nach einem Stadtbummel gönnten wir uns Chocolate con Churros 😋 . Die Herberge in Burgos ist ein Traum. Sie ist warm, wir sind zu fünft und Manuel der Hospitalero ist urlieb 😊 . Er war 2020 auch da und wir durften damals wegen meiner Knieschmerzen drei Tage bleiben ❤️ . Die Küche ist zwar geschlossen aber wir haben eine gute Pizzeria gefunden und zum Früstück tuts ein Kaffeeautomat, essen darf man eh. Morgen wollten wir in Hornillos del Camino übernachten aber das ist denen nicht recht. Die Hospitalera hat die Herberge gleich unbeliebt gemacht. Öffnungszeit erst um 16:00 und sehr kalt ist die Herberge hat sie gemeint, also werden wir die nächste ansteuern. Einen schönen Abend wünschen O + R Unterkunft: Pilgerherberge Casa de los Cobos Calle Fernán Gonzáles 28 Tel.: 947460922