2014

2014


Tag 37

Fisterra - Santiago (Bus) Santiago - Madrid - Wien (Flugzeug) Erstmals recht herzlichen Dank an euch. Wie auch im letzten Jahr haben wir uns riesig über die Kommentare gefreut :-). Gestern war es noch recht gemütlich am Kap, jeder wusste etwas zu erzählen und ein altes lieb gewonnenes Kleidungsstück wurde verbrannt. Nun ist unser "Spaziergang" zu Ende und wir freuen uns auf zu Hause. Wir haben den Camino del Norte sehr genossen. Der Weg und die Menschen die wir trafen, waren für uns Entspannung pur. Die Landschaft war einfach nur schön bis traumhaft schön. Besonders die Küste hatte für uns einen besonderen Reiz. Selbst wenn die Fußsohlen manchmal von zu viel Asphalt rauchten und uns in der zweiten Hälfte die "Eismännchen" ärgerten, hat alles gepasst. "Noch" freuen sich die Einheimischen wenn sie Pilger sehen, sie helfen weiter wo sie nur können. Netter Empfang in jeder Herberge, es gab keine die ekelig war. Besonders fürsorglich empfanden wir es in den letzten, kalten Tagen, wo immer darauf geachtet wurde, dass die Pilger es wenigstens in den Herbergen kuschelig hatten. Wo am Camino Francés Hunderte von Menschen zur gleichen Zeit laufen, waren es an Camino del Norte vielleicht 25. Da ist natürlich ein Wettkampf um einen Platz in der Herberge nicht nötig. So kommt es, dass wir die Pilger auf diesen Weg total anders erlebt haben. Kaum jemand der vor 6:30 aufgestanden ist, keine blöden Stirnlampen die einem blenden, es wurde gemütlich gefrühstückt und wir wussten, am Abend treffen wir uns wieder. Einfach nur super und zum Weiterempfehlen. Vielleicht gibt's ja wieder einen neuen Weg, da hat uns jemand einen Floh ins Ohr gesetzt. Wir sind gut nach Hause gekommen und wurden wieder von unserem Töchterlein empfangen mit Mohnstrudel bzw. Nussschnecken. Jetzt ab ins eigene Bett, endlich. PS.: speziellen Dank an "Pauzi" ohne seiner Hilfe gäbe es nicht unseren Blog. Ein letztes mal Ultreia von O + R

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am Kap Finisterre, bei einer Feuerstelle verbrennen meine Laufsocken und Ottos Schweißtuch
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Fisterra
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ganz lieber Empfang zu Hause 🙂

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Tag 36

Cée - Fisterra 12km (949,6km) Danke Rosa Maria, wir denken, dass wir dieses mal keine "Eingewöhnungszeit" zu Hause brauchen :-). Nicht nur die Herberge in Cée ist nett, sondern das gesamte Hafenstädtchen kann sich sehen lassen. Gegessen haben wir auch sehr gut, Otto hat sich getraut Pulpo (Krake) zu bestellen, ich war leider zu feig aber ich durfte kosten, mmmmhhhh. Schon in der Früh Sonne und warm, eine Belohnung zum Abschluss, wie schön. Entlang der Bucht, einmal noch steil hinauf, durch einen schönen Wald und einigen kleinen Dörfern. Nach 2km, auf einer Uferpromenade, erreichen wir Fisterra und erleben die Hafenstadt viel ruhiger wie im Vorjahr. Juhu, wir haben unser Ziel gesund und zufrieden erreicht :-). Nun können wir den Hafen in aller Ruhe genießen. Fisterra - Kap Finisterre - Fisterra 7km (956,6km) So, für die Feier am Kap noch Wein und Knabbergebäck gekauft. Um 17:00 treffen wir uns mit Ingrid, die wir seit Santiago immer wieder treffen, zum Essen und dann ab zum letzten Marsch. Vielleicht sehen wir ja noch einige Bekannte, das würde uns freuen. Dieses mal wird nach alter Tradition ein Kleidungsstück verbrannt. Bei mir sind's die löchrigen Socken, bei Otto muß das Schweißtuch dran glauben. Tschüss sagen O + R 20140610-155902.jpg

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Finisterre in der Ferne, am li. Ende liegt das Kap, "das Ende der Welt" 🙂

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Tag 35

Olveiroa - Cée 20,7km (937,6km) Liebe Anna und lieber Christoph, nur kurz war euer Beitrag drinnen, dann war er auf einmal futsch ? Hallo ihr drei Österreich Ost-West-Geher. Wir wünschen euch einen schönen Weg, besseres Wetter und keine Gallensteine :-). Bei uns ging es heute hinauf in die Hochebene durch eine schöne Heidelandschaft und eeeeendlich wieder einmal herrlichen Ausblick ins Tal und auf kleine Stauseen. Das Allerschönste, kein Regen aber ein Wind der uns fast aus der Spur wehte. Nach einer Pause in Hospital de Logoso gibt es bis Cée nur mehr Natur. Ab da gabelt sich der Weg nach Fisterra oder nach Muxia. Unser Weg nach Fisterra geht weiter durchs Heideland und plötzlich überrascht uns wieder ein heftiger Regen der bald zu einem Eisregen wurde. Na ja, Gesichtsmassage ist auch nicht schlecht. Der Wind hielt uns nur durch unsere Rucksäcke am Boden. Neben uns ein Pilger der sang und lachte, echt ansteckend, da ging's uns auch gleich viel besser. Ein steiniger, sehr steiler Abstieg nach Cée, wir wissen vor unserer Nase ist das Meer. Durch den dichten Nebel waren wir froh wenigstens die Steine vor unseren Füßen zu sehen. Fast unten angekommen hörte der Regen plötzlich wieder auf und der Nebel verzog sich. So wurde uns doch noch ein schöner Blick aufs Meer und auf die Hafenstadt gegönnt. Sind wieder einmal in einer netten Herberge mit Blick auf die Bucht und einem fürsorglichen Hospitalero, der sofort den Kamin anmachte und auch sorgte, dass unsere Schuhe im Warmen trocknen können. So viel Fürsorge tut echt gut :-). Unsere Wäsche ist bereits im Trockner, danach gehen wir Stadt schaun, sogar die Sonne traut sich hervor. Einen schönen Wochenbeginn wünschen O + R 20140609-153951.jpg

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Hospital, wir gehen den li. Weg nach Finisterre, re. geht es nach Muxia
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steiler, steiniger Abstieg nach Cée

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Tag 34

Negreira - Olveiroa 34,3km (916,9km) Bereits in der Früh starker Regen. Nützt nix, hinein ins Regengewand. Der Ort verabschiedet uns durch ein historisches Stadttor. Weiter geht's durch den Wald mit Wegbächen und zwischendurch besonders weicher Boden. Vor einer Woche hat Otto Sattelfett für unsere Wanderschuhe gekauft, sehr zu empfehlen, echt Spitze. Denn das Bienenwachsfett von zu Hause lacht uns bei diesem Wetter aus. Des Pilgers ungemütliche Arbeit ist Regenschutz aus, an, aus, an...... aber das ist eben in der Atlantiknähe so. Pause und Stärkung in Vilaserío und Santa Marina. Danach war es auch mit dem Regen fast vorbei aber der Wind trieb uns voran. Von der Anhöhe eines kleinen Passes, ein schöner Blick auf den Fervenza-Stausee. Die letzten 5km eine nette Tratschbegleitung, dabei verging die Zeit ganz schnell. Vier Herbergen sind in unserem Zielort, mit uns sind sie jetzt alle voll. Wir sind erstaunt, dass doch so viele nach Fisterra pilgern. Was echt gut ist, überall wird die Heizung aufgedreht. Wir sind total dankbar, denn so selbstverständlich ist das in Juni bei uns wohl nicht. Bis morgen O + R

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historisches Stadttor von Negreira
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Fervenza-Stausee

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Tag 33

Santiago - Negreira 23km (882,6km) Hola! Gestern wurde in der Abendmesse der Weihrauchkessel (Botafumeiro) geschwungen. Diese Messe war auch viel angenehmer als mittags die Pilgermesse, nicht so dicht mit Touristen gefüllt. Seit einigen Tagen sehen wir zwei Zen-Meister mit Gefolge. Heute durften wir einen fotografieren. Unglaublich, dass man mit diesen Schuchis gehen kann. Noch gemütlich mit den anderen gefrühstückt und danach, heul heul, verabschiedet. Ein sonniger Start, bald aber werden wir auf die plötzlichen Wetterumschwünge in Galicien erinnert. Letzter mystischer Blick auf Santiago, danach hat es nur mehr geschüttet :-(. Wieder einmal durch Eukalyptuswälder aber auch durch schöne Hohlwege. In Aguapesada Pause und beschlossen, wir gehen nur bis Fisterra und das gemütlich. Heut hat uns jemand vom Camino Porto vorgeschwärmt. Na ja, vielleicht nächstes Jahr........, da könnte man dann  Muxia einbauen ? :-). Jetzt sitzen wir in der selben Herberge wie im letzten Jahr, sind wieder die Ersten und liegen in den selben Betten. Boah sind wir sentimental und kindisch. Zur Zeit ist alle paar Minuten ein anders Wetter, Regen, Sonne, kalt, warm, stürmisch, windstill......... So, muss schauen ob ich jemanden zum Tratschen finde, das Schatzi ist mit seiner Pfeife abgehauen. Tschüss sagen O + R

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Zen-Meister auf dem Jakobsweg
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Santiago de Compostela
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Ponte Maceira, Richtung Negreira

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Tag 32

Monte do Gonzo - Santiago 4,7km (859,6km) Zuerst einmal recht herzlichen Dank für die Glückwünsche :-). Jean Marie, in unseren Gedanken seid ihr täglich dabei. Caro, bald wirst du auch einmarschieren, weiterhin buen camino. Gestern am Abend sind Gitte und Geli überraschend in Monte do Gonzo angekommen, juhu. Am Morgen um 8:00 sind wir gemeinsam in Santiago einmarschiert. Der nächtliche Regenguss war so gnädig, er begann erst wieder nachdem wir unser Fotoshooting vor der Kathedrale beendet hatten. Haben diesmal gleich zwei Pilgerurkunden bekommen, für den Camino del Norte eine extra? Naja, wir haben sie genommen. Unser Rückflug ist auch schon gesichert, am Mittwoch ist es soweit. Sämtliche "Nortepilger" haben wir zu unserer Freude wieder getroffen, fast alle sind in unserem Quartier untergebracht, auch "Mister Olivetti" und Kees. Am Abend muss noch a bissi gefeiert werden ist doch klar, bevor sich unsere Wege trennen. Auf ein schöneres Wetter hoffen O + R PS.: gestern eine Pilgerin getroffen, die mit Ihrem Vogel im Käfig am Camino unterwegs ist!!!!!!

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mit Gitte und Geli 🙂
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Kathedrale von Santiago de Compostela

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Tag 31

Salceda - Monte do Gozo 24,5km (854,9km) Die gestrige Herberge ist wirklich empfehlenswert. Ein Hospitalero der sich hervorragend um uns kümmerte, sogar ein Kaminfeuer gab es. Auf der kuscheligen Bettbank davor, schlief ich dann ein, wie daham beim Fernsehn :-). Die Wege sind jetzt breit, sozusagen eine "Pilgerautobahn", es ging hauptsächlich durch Eukalyptuswälder. Neben der Pilgerautobahn bronzene Wanderschuhe entdeckt und noch nicht gestohlen, so wie es bereits bei den Kilometerschildern der Fall ist. Bis mittags waren wir fast alleine unterwegs und dann plötzlich eine Völkerwanderung, wo die auf einmal herkamen war uns ein Rätsel. Pause in Labacolla, früher pflegten die Pilger sich hier im Bach nochmals zu waschen, damit sie sauber in Santiago ankamen. Wir unterließen das, es ist wieder einmal saukalt. Vorbei beim Fernsehsender, Radiosender und dem Flughafen. Noch hinauf auf den Monte do Gonzo (Berg der Freude) und heute sehen wir tatsächlich bis Santiago. Im Vorjahr hat es ja geregnet, da gab es keine Aussicht. Wir beziehen hier ein Hotel bzw. Pilgerdorf, unglaublich riesig, erbaut im heiligen Jahr als der Papst kam. Insgesamt 3000 Betten, 400 stehen den Pilgern zu Verfügung. Um unsere Wäsche kümmert sich heute eine Waschmaschine und ein Trockner, auch nicht schlecht. So, jetzt wackeln wir noch zum Papstdenkmal hinauf bevor es noch frostiger wird. Schönen Abend wünschen O + R 20140605-153611.jpg 20140605-153631.jpg

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Tag 30

Sobrado dos Monxes - Salceda 33,8km ( 830,4km) Du meine Güte, jetzt sind wir am Freitag bereits in Santiago, die Zeit ist so schnell vergangen. Bis zur ersten Pause in Boimorte leichter Regen. Wir verlassen heute unsere nette Gruppe, wollen ein Stück weiter, da wir am Freitag am frühen Vormittag in Santiago einmarschieren möchten. Wollen dann den Flug nach Wien buchen und den Tag genießen bevor es weitergeht. Aber wir werden am Freitag, uns allesamt vor der Kathedrale treffen. In Arzúa Mittagspause, viele Pilger sind in der Stadt. Denn hier treffen sich drei Wege, der Camino Franćes, der Camino Primitivo und der Camino del Norte. Eine Infostelle konnte uns in Santiago ein Zimmer im Wunschquartier, San Martin Pinario buchen, große Freude. Ab jetzt kennen wir den Weg vom Vorjahr, einige Erinnerungen werden geweckt, die Sonne mag uns wieder, die Pilger sind zahlreich und um einiges jünger. Unsere Gruppe geht uns jetzt schon ab :-(. Wir haben die letzten zwei Betten in der Herberge ergattert und das in Juni, man glaubt es nicht. Tschüss sagen O + R PS.: Renate (Bild) muss natürlich vor mir auf dem Camino Franćes sein. 20140604-180207.jpg 20140604-180401.jpg

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bereits am Camino Francés

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Tag 29

Miraz - Sobrado dos Monxes 25,8km ( 796,6km) Der Beginn des heutigen Weges war irgendwie wie auf der Alm, richtig schön. Ab Marcela leider nur mehr auf Asphalt bis 2km vor dem Ziel. Auch das Rundum war nicht berauschend aber es kann ja nicht alle Tage der Oberhammer sein. Heute haben wir den höchsten Punkt des Küstenweges erreicht, 709m, es war aber kein Problem denn die Steigung war recht sanft. So viele Pilger waren noch nie unterwegs, jeden Tag möchte man das gar nicht. Das letzte Stück war wieder schön, es ging durch den Wald, vorbei an einem See und dem riesigen Zisterzienserkloster im Ort, wo wir heute in einer privaten Herberge schlafen. Dort kam eine Gruppe Spanier an, sie duschten sich lautstark, stempelten ihre Pilgerausweise ab und fuhren mit dem Auto wieder fort, Sachen gibt's. Noch einen schönen Tag wünschen O + R 20140603-154940.jpg

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Kloster in Sobrado dos Monxes

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Tag 28

Vilalba - Miraz 37,9km (770,8km) Weiter ging's mit dem schönen Weg, hauptsächlich ländliches Gebiet. Nur die Armut in Galicien wird einem total bewusst. Vorbei an verlassene Weiler und auch an Dörfer dessen Häuser und Gärten auffällig schön gepflegt sind. Mit den Schwestern Gitte und Geli aus Deutschland, den Holländern Rimes und Kees, sind wir bereits tagelang zusammen, ein nettes Gespann. In "Zweiergruppen" sind wir unterwegs da wir verschiedene Geschwindigkeiten haben und in den Bars und den Herbergen treffen wir uns wieder. In Baamonde gegessen und überlegt ob wir noch weitergehen wollen. Wir fühlten uns alle fit und motiviert also Utreia. Noch schnell eingekauft denn laut Buch gibt es in Mirax nix. Am Ortsende steht eine kleine gotische Kirche, davor eine uralte Edelkastanie, im inneren des Stammes eine geschnitzte Maria mit Kind. Eine gemütliche Rast bei Elena in Carballedo musste noch sein, wo es im nächsten Jahr eine neue Herberge geben wird und die erste Tarte de Santiago gegessen. Und dann eine Überraschung in der englischen Herberge. Die Hospitalera schickt uns gleich bei unserer Ankunft in den Garten wo ein Pilgermonument von einem Bischof eingeweiht wurde. Tolles Erlebnis, danach gab es Tapas und Wein :-). Wunderschön und gemütliches ist es wieder einmal. Tschüss sagen O + R 20140602-195909.jpg

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in Baamonde, Schnitzerei im Inneren einer alten Edelkastanie
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Herbergsgarten in Miraz, ein Pilgermonument wird vom Bischof eingeweiht

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Tag 27

Gontán - Vilalba 20,5km (732,9km) Heute eine gemütliche Strecke, so wie sich das für einen Sonntag gehört. Schöne breite Wanderwege, nur leichtes auf und ab durch Wälder und einfach nur Gegend :-). Die Häuser scheinen am heutigen Weg nicht so ärmlich wie gestern, großteils sind sie renoviert und nicht so schrecklich düster. Die "feve" begleitet uns seit dem Innenland nicht mehr, dafür sehen wir durchgehend immer wieder die neue Autobahn mit den grandiosen Brücken. Die Autos die diese benützen kann man zählen, alle 5 Minuten ungefähr eins. Seit gestern ist der Camino recht einsam, trotzdem haben wir in Martinán einen Kaffee ergattert wo sich schön langsam alle von der letzten Herberge sammelten. In Goiriz ein beeindruckender Friedhof, auf jeden Grab ein Granitmonument. In Galicien war früher der Geisterglaube stark vertreten und die Monumente mit Kreuz soll die Abwehr des Bösen symbolisieren. Natürlich hat es auch eine religiöse Bedeutung. Sind heute in einem "Bunker" untergebracht, der aber gut ausgestattet ist. Schöner Garten, ein sonniger Tag, so kann man den Sonntag herrlich ausklingen lassen. Nur die Futterstelle ist weit entfernt. Wir sind faul und werden das aufessen was wir haben. Einen schönen Sonntagabend wünschen O + R 20140601-160339.jpg

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Friedhof in Galicien

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Tag 26

Vilanova de Lourenzá - Gontán 25,3km (712,4km) Hola! Nachdem das Schatzi in der Nacht nicht kuscheln will weil er in seinen Innenschlafsack verliebt ist, hab ich mir gestern noch eine Abend-Nachthose besorgen müssen. War was ordentliches los in der Stadt, das Ziel von einem Radrennen, alle Bewohner waren zum Jubeln vertreten.                                                                                                       Die gut erhaltene Kirche aus dem 18. Jahrhundert haben wir auch noch bewundert. Heute ein sehr schöner Waldpfad, diesmal mit einheimischen Bäumen, bis Mondoñedo. Da noch Kaffee getrunken und Wasser aufgefüllt, denn bis zu unseren Ziel gab es nix mehr. Danach ging es stetig bergauf mit herrlichen Aussichten ins Tal, soviel grün in verschiedensten Tönen. Vorbei an Streusiedlungen und kleinen Weilern mit renovierungsbedürftigen Steinhäusern, wo wir zuerst dachten sie wären unbewohnt, dem ist aber nicht so. Wir sehen auch wieder die komischen Kohlstauden und die Kornspeicher, sie sind in Galicien aus Stein, nicht mehr in Holz. Das letze Stück, 1,4 km steil bergauf in Serpentinen, oben angelangt verzeiht die herrliche Aussicht alles. Drei Steirer checken grad in die Herberge ein :-). Die ersten Österreicher die wir treffen. Zwei Holländer und zwei Schwestern aus Deutschland treffen wir seit Tagen und "Mister Olivetti" überraschte uns auch mit seiner Anwesenheit, er liebt den Otto :-). Müssen auf Futtersuche gehen, der Ort wirkt wie ausgestorben. Grüße von O + R

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Kirche aus dem 18.Jh. in Vilanova de Lourenzá
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Tag 25

Ribadeo - Vilanova de Lourenzá 28,7 km (687,1km) Hallo Eduard, ihr ward weg und der Himmel begann mit uns zu weinen. Wir sehen nur noch wenige von der alten Mannschaft, keine Ahnung ob sie vor oder hinter uns sind. Wir glauben, der Camino del Norte wird immer beliebter, trotzdem ist er nicht überfüllt. Keine Probleme mit den Herbergen, zum Glück, denn die Nächste ist oft weit entfernt. Am Morgen war der Himmel wieder schwarz aber er hat uns keinen Regen geschickt. Am Nachmittag sogar Sonnenschein, herrlich. Das Wandern war heute so wie bei uns, nur zwischendurch ganz schön viele Eukalyptusbäume, die wiederum fleißig abgeholzt werden. Laut Angabe hat man die massenhaft, wegen dem schnellen Wachstum angebaut. Jetzt weiß man dass es zwar gut riecht, sich aber nicht mit den einheimischen Pflanzen und Tiere verträgt. Ein paar heftige Steigungen gab es heute und erst nach 20km eine Bar, die zwar Kaffee für uns hatte aber nix für die hungrigen Mägen. Naja, nur mehr ein Bergerl und es war geschafft. Jetzt sitzen wir alle, vor einer netten Herberge wie aufgefädelt in der sonnigen Wiese, mit Blick auf die Straße und müssen jeden vorbeifahrenden Auto winken. Ganz schön viel Arbeit :-). Sogar einen Heizstrahler gibt es in jedem Zimmer, das ist ein gutes Gefühl, in der letzten Nacht wäre ich bald erfroren. Bis morgen O + R

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ein letzter Meer-Blick, erst in Cée sehen wir es wieder
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Herberge in Vilanova de Lourenzá

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Tag 24

La Caridad - Ribadeo 24,8km (658,4km) Hallo zusammen! Heute war es wieder sehr verregnet, eigentlich haben wir gestern genug "nachgedacht", Wärme wäre nicht übel. Es blieb denn ganzen Tag flach, Pause in Tapia de Casariego, wo die Herberge sehr schön auf einer Klippe steht. War noch zu früh um sich dort einzuquartieren. Weiter ging es entlang des Küstenpfades Senda Costera, der uns von einem Einheimischen empfohlen wurde. Vorbei an schönen Stränden, wo sich die Surfer tummelten. So konnten wir uns noch genügend vom Meer verabschieden. Morgen schwenkt der Camino ins Innenland, das Meer sehen wir erst wieder in Fisterra. Noch über die lange, spektakulär hohe Brücke über den Fluss Eo, der ins Meer mündet und wir waren wieder einmal in Galicien. Die Herberge heute sehr speziell neben der Brücke, direkt am Flussufer. Heul, heul, es schüttet und es ist saukalt :-(. Tschüss sagen O + R 20140529-162953.jpg

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spektakuläre Brücke über den Fluss Eo nach Ribadeo, bereits in Galicien

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Tag 23

Luarca - La Caridad 29,9km (633,6km) Ich dank dir liebe Rosa Maria, hoffe du hast ein paar schöne Tage, ohne Regen, in Regensburg :-). Bei uns bereits in der früh arger Regen der tapfer bis mittags durchhielt. War nicht so übel, so eingemummt ist man für sich und kann gut nachdenken. Auf einer Anhöhe konnte man sich verschiedene Ausblicke aussuchen, Autobahn, Dörfer, Städte, Küste. Das Meer war heute schwarz wie der Himmel. Ab Navia wurde es deutlich wärmer, der Weg führte uns gemütlich, hauptsächlich über Wiesen, in unser Quartier. "Mister Olivetti", der sich täglich von uns verabschiedet und uns jedesmal erklärt er könne nicht mehr so viele Kilometer gehen, ist auch wieder einmarschiert :-). Mehr gibt es heut nicht zu berichten, werden jetzt eine Entdeckungstour machen. Bis morgen O + R 20140528-173423.jpg 20140528-173434.jpg

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Tag 22

Santa-Marina - Luarca 29,7km (603,7km) Hallo Jean Marie, hoffe ihr hattet einen gebührlichen Empfang bevor die Gartenarbeit rief :-). Wir vermissen euch auf jeden Fall :-(. Es tut uns so leid wegen John aber er hat auf dem Camino sicher genug Kraft für seine kranke Frau gesammelt. Heute haben wir uns gegen die Straße entschieden und sind durch einen paradiesischen, verwilderten Waldweg gelaufen. Immer wieder führte der Weg uns zum Meer hinunter, total romantisch. In Cadavedo eine nette Bar gefunden und weiter ging ein schöner Wanderweg durch Streusiedlungen mit wunderschönen Blumengärten, immer die Küste vor Augen. Noch durch den langgezogenen Ort Barcia und schon sahen wir, die von steilen Hängen umgebene Bucht, des Fischerstädtchen Luarca, herrlicher Blick, siehe Foto. Da gibt es eine neue Herberge wo wir uns natürlich sofort eingenistet haben. So, jetzt müssen wir noch die schöne Stadt begutachten. Grüße von O + R 20140527-181404.jpg 20140527-181421.jpg

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Fischerstädtchen Luarca

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Tag 21

El Pito - Santa-Marina 27,3km (574km) Beim Frühstück starker Regen, kaum waren wir fertig wars auch mit dem Regen vorbei, super!!!!!! Wer vielleicht denkt wir hätten es in Spanien schön heiß, der irrt. Angeblich hat der "Norte" sowieso nie mehr wie 25 °. Zur Zeit ist es angenehm warm bei ca. 18° wenn die Sonne scheint, kühl wenn sie verschwindet und am Abend benötigt man alle vorhandenen Kleidungsstücke. Außerdem gibt's immer eine steife Brise vom Atlantik her, brrr. Am gesamten Weg schlängelt sich die "feve", eine kleine Eisenbahn die müde Pilger verleitet einige Stationen mitzufahren :-). Die erste Hälfte heute ging wieder durch den Wald. Zwischen den Bäumen ein Blick zu einer Bucht mit fünf Häusern, wunderschön. Pause in Soto de Luiña, wo wir zur Freude "Mr. Olivetti" trafen. Sein Freund, der kleine Spanier ist ihm auf und davon. Nach dem Ort wieder einmal zwei Varianten. Der Reiseführer und eine Einheimische haben uns den Küstenweg entlang der Straße empfohlen, gute Ratschläge werden gerne angenommen. Wir haben es nicht bereut, bequemer Weg, wenig Verkehr, malerische Ausblicke zum Meer. In dieser Region sind Pilger scheinbar sehr beliebt. Aus den Autos sehen wir erhobene Daumen, aus den Fenstern werden wir mit einem "buen camino" erschreckt und auch sonst nur freundliche Gesichter. Sitzen wieder einmal vor einer schnuckeligen Pension (könnte direkt vom Gaudi stammen) und empfangen die kommenden Pilger. Mr. Olivetti ist auch dabei. Muss aufhören, meine Finger frieren ein :-). Tschüss sagen O + R 20140526-165632.jpg 20140526-165651.jpg

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Tag 20

Avilés - El Pito 28,1km (546,7km) Nochmals recht herzlichen Dank für die lieben Glückwünsche :-). Gestern waren wir echt erledigt, haben dafür in der Nacht "ohne Wanzenalarm" herrlich geschlafen. Der Camino hat uns heute gezeigt, dass die Altstadt von Avilés doch recht schön ist. Der Beginn ging über Asphaltstraßen, durch große Industriestädte, einfach nur hässlich. Danach nur mehr schöne Wanderwege, großteils durch den Wald. Eigentlich entlang der Küste aber das Meer haben wir nur selten gesehen. Dafür überall schöne, renovierte Vorratsspeicher. Rast mit dem kleinen Spanier in Soto de Barco. Er will heute noch bis Soto de Luiña, zwischendurch gibt's keine Herberge. Keine Lust auf 40km, wir hofften auf eine Alternative, die kam dann in El Pito. Jetzt sitzen wir mit schnuckeligen Preis, in einem schnuckeligen Hostel mit Halbpension, im schnuckeligen Garten, lagern unsere Beine hoch und freuen uns. Schönen Sonntagabend wünschen O + R

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schöner, renovierter Hórreo (Kornspeicher)
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Muschel-Wegweiser

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Tag 19

Deva - Avilés 33,4km (518,6km) Bissi mehr als die Hälfte ist geschafft. Zu Beginn recht herzlichen Dank für die lieben Glückwünsche :-). Hab heut schon ein Geburtstagsständchen und ein Blümchen bekommen. Uuuuuund, das Geschenk vom Himmel, kein Regen, immer wieder kommt die Sonne vorbei. Mit dem Tratschen waren wir schnell in Gijón, eine Stadt mit einem der schönsten Stadtstrände Spaniens. Entlang der Strandpromenade Richtung Altstadt. Mit "unseren Belgiern" das letzte mal Kaffee getrunken. Sie fahren heute mit dem Bus zurück nach Santander und fliegen morgen nach Hause. Also Verabschiedung, heul, heul und Ultreia. Schöne Muschelmarkierungen leiten uns aus der Stadt, die uns endlos lange vorkommt. Steil ging's wieder bergauf, dann schöner Wanderweg bis Trabaza. Ab da war absolut nix mehr schön. Auf Asphalt entlang einer Bundesstraße im Industriegebiet, durch Dörfer die sich zogen wie ein Strudelteig. Die Fußsohlen glühten. Die grauenhafte, dreckige Vorstadt von Avilés erreicht. Von der Stadt selber wissen wir nur, dass im Vorjahr, in der Herberge, viele von Wanzen gestochen wurden. Eigentlich war klar, dort schlafen wir nicht und doch haben wir da eingecheckt :-). Wir standen zufällig davor, der Herbergen-Besitzer deutet uns zu kommen, er erkannte sofort unsere Bedenken und zeigte uns ein Zertifikat vom Gesundheitsamt. Alles sei renoviert, die Matratzen erneuert, also hinein mit uns. Es war alles richtig, wir haben lauter bekannte Gesichter entdeckt, die Hysterie ist abgeklungen. Schönen Samstagabend wünschen O + R

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Gijón mit der Universität
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Herberge in Avilés

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Tag 18

Sebrayo - Deva 28,6km (485,2km) Hola! Das Gute, Otto ist wieder gesund und meine Blase ist abgeheilt. Zum Glück, den heute gab es Regen den ganzen Tag und das erste Stück ging durch den "sumpfigen" Wald. Da hätte mir der Gatsch meine Laufschuchi ausgezogen. Durch die Apfelstadt Villaviciosa bis Grases, weiterhin auf Asphalt ein steiler Aufstieg. Oben angekommen, sitzen zwei Pilger im Regen und jausnen. Wir fanden keine Pfeile mehr, irrten durch die Gegend. Nach einem schönen Rundgang standen wir wieder vor dem steilen Aufstieg, fluch, fluch :-(. Also noch einmal hinauf, oben dann die Überraschung, die zwei Pilger saßen vorhin genau vor der Wegmarkierung. Boah, wenn wir die erwischen. Von da extrem steil durch den Wald über einen Berg, wo wir kurz mit der Sonne und einem tollen Ausblick belohnt wurden. Pause in Peón, endlich nach sechs Stunden. Noch einmal über einen Berg und das Ziel war erreicht. Wir wohnen heut auf einem Campingplatz, in netten Holzhütten, mit einem Elektrostrahler der sogar funktioniert. Die Welt ist wieder in Ordnung :-). Liebe Grüße von O + R die auf Futtersuche gehn

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Apfelstadt Villaviciosa
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Tag 17

Ribadesella - Sebrayo 31,4km (456,6km) Heute hat uns der Camino del Norte einmal gezeigt warum er so grün ist. Regen bereits in der Früh. Bis La Isla schöne Wald und Wiesenwege, immer entlang der Küste. Zwischendurch Kuhweiden, sieht sehr ungewöhnlich aus. Durch den Regen war der Weg etwas mystisch, der Himmel schwarz, das Meer grün, heftiger Wind, ich fand es schön. Nach der Pause kam doch noch die Sonne, weiter ging's ins Innenland, zuerst auf Asphalt. Der letzte Abschnitt dann durch den Gatsch, damit unsere Schuhe auch etwas davon haben. Oft sahen wir heute schöne, große Kornspeicher, manche werden sogar als Wohnhäuschen genützt. Jetzt sitzen wir in einer recht einfachen Herberge, wo es zwar kein Trinkwasser gibt und im Dorf keine Versorgung aber der Empfang war dafür sehr herzlich. Am Abend kommt ein ambulantes Geschäft vorbei, von einer Bar kann man Essen bestellen, das geliefert wird, also alles paletti. Tschüss sagen O + R

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Richtung Sebrayo
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Hórreo (Kornspeicher in Spanien)

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Tag 16

Póo - Ribadesella 30,2km (425,2km) Hallo zusammen! Über den heutigen Tag gibt's nicht so viel zu berichten. Durchgehend schöne Wanderwege durch Wälder, Wiesen und kleinen Dörfern. Zweimal hat uns das Meer stürmisch überrascht, die Berge sind heut noch näher. Rast in Nueva, einst das schönste Dorf in Asturien. Sind in einer Jugendherberge gelandet die grad von einem Haufen Kindern gestürmt wird. Die werden sich überlegen was wohl die " alten Socken" da zu suchen haben. Die Herberge liegt direkt beim Meer, echt wunderschön aber es ist viel zu kalt zum Schwimmen. Außerdem geht ein arger Wind, ohne Rucksäcke könnte er uns glatt verblasen. Bis morgen O + R

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Kapelle El Santín bei Niembo
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Tag 15

Colombres - Póo 28,2km (395km) In der Nacht hat es ordentlich geschüttet, bereits in der Früh herrliche Sonne. Der Weg zu Beginn ätzend, entlang einer stark frequentierten Bundesstraße. In Buelna hat dann ein Vogel auf Ottos Kopf geschissen, haha :-), ab da war das Glück auf unserer Seite. Wanderwege wie auf der Alm, über eine Anhöhe hatten wir plötzlich das Meer vor uns mit einem einmaligen Naturphänomen. Die "Bufones de arenillas". Durch Verkarstungen an der Steilküste sind Aushöhlungen im Felsboden entstanden. Die Wellen donnern in die Felshöhlen und aus dem Loch" faucht" und "raucht" es, direkt beängstigend. Otto meint, es hört sich an als würde die Erde atmen. Bei starken Seegang schießen die Wellen angeblich bis zu 20m hoch aus dem Krater. Weiter ging's durch einem Eukalyptuswald, unten läuft ein Fluss ins Meer, alles ist verwachsen mit Farn. Fehlt nur noch der Hase von Alice im Wunderland. Pause und Magenfüllung in Andrín, weiter ging der schöne Weg bis Llanes. Rechts das Meer und links ganz nah die Berge. Caro, wir können dich fast sehen :-), buen Camino, das Wetter passt heute für die Berge. Draußen von der Stadt, fragt Eduard eine Frau nach dem Weg nach Póo, sie begleitet uns fast bis zur Herberge, die wieder einmal sehr speziell ist. Sitzen im Garten bei einem Kaffeetscherl, Pilger haben echt einen Lenz :-). Zu John aus Manchester, der auch grad daher kommt: Er ist 72 Jahre und ist der reine Wahnsinn. Er lebt auf dem Camino richtig auf, marschiert täglich gleich lange Strecken wie wir und ist immer gut drauf. Buenas tardes sagen O + R 20140520-175955.jpg 20140520-180010.jpg

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Pilgerfreund John, Bar-Späher 🙂

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Tag 14

Comillas - Colombres 31,2km (366,8km) Gestern noch eine Stadtbesichtigung und das Gaudi-Schlösschen "El Capricho" für euch fotografiert. Wieder eine weg, Caro will ab San Vicente de la Barquera in die Bergwelt, naja, sie ist aus der Schweiz und hat Sehnsucht :-). Wir haben wie immer den Küstenweg gewählt. Heute einmal ohne Sonne, da hat sich unsere Haut gefreut. Uns hat es auch nix ausgemacht den trüben Ausblick zu genießen. Später ins Hinterland, zweimal steiler Aufstieg mit schönen Aussichten. Sonst haben wir nicht so viel mitbekommen, waren mit den Belgiern (Bild) unterwegs und mussten tratschen. Eigentlich war Serdio (ab da sind wir in Asturien) für die Übernachtung geplant aber es trieb uns nach Colombres wo wir im Garten die Pilger empfangen. Hoffentlich wird dies gut entlohnt :-). Angie falls du es liest, John ist auch eingetrudelt und es geht ihm gut. Liebe Grüße O + R

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Gaudi Schlösschen "El Capriccio" in Comillas
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mit "unseren" Belgiern Jean Marie und Eduard

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Tag 13

Santillana del Mar - Comillas 23,4km (335,7km) Gestern am Abend sind noch Angie und die restliche Horde eingetrudelt, Hurra. Eigentlich wollten sie in Santander bleiben, sie sind aber auch geflüchtet. Allerdings gleich wieder Verabschiedung, sie fahren morgen ein paar Etappen mit Öffis, da sie am 29.05. in Santiago sein wollen, denn am 02.06. ruft die Arbeit :-(. Herrliches Wanderwetter heute, totale Ruhe, strahlend blauer Himmel aber nicht zu heiß. Zwar wieder teilweise auf Asphalt aber das hat uns heute gar nix ausgemacht. Der Weg war so schön und abwechslungsreich, tolle Aussichten immer wieder zum Meer und auf schneebedeckte Berge. In den Gärten der netten Dörfer sind die Zitronen und Orangen reif. In Cóbreces Kaffeepause im Grünen, daneben eine Kirche, die uns an die in Mariazell erinnert. Vor dem Ort La Iglesia haben wir uns gedacht, hallo, wer dreht da so laut die Musik auf. Im Dorf wussten wir es, es war die Kirche :-). Am Glockenturm sind Lautsprecher angebracht, der Ort plus die Nachbarschaft werden scheinbar am Sonntag mit Musik berieselt. Hinunter nach Comillas, ein kleines Küstenstädtchen. Vorbei am Strand, der heute am Sonntag und so einem Wetter gut genützt wird. Unsere Herberge ist heute ein ehemaliges Gefängnis. Falls wir nicht zurückkommen war das mit dem "Ehemaligen" doch nicht richtig :-). Wir sind zwar zeitig da aber zur nächsten Herberge sind es noch 15km, darauf haben wir echt keine Lust. Außerdem ist mein Schatzi wieder einmal grippig, wirklich arm, trotzdem tapfer. Und ich besitze eine Blase an der Ferse die ist so groß das kein herkömmliches Blasenpflaster ausreicht. Schönen Sonntag wünschen R + O

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in der Ferne, die Picos de Europa
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li. die Kirche von Cóbreces

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Tag 12

Boo de Piélagos - Santillana del Mar 25,4km (312,2km) Hola! Heute gleich zu Beginn eine "verbotene Abkürzung" über die Eisenbahnbrücke (Kuni, du erinnerst dich noch an das Foto im Buch?:-)). Der Weg war aber echt breit genug. Im Innenland auf und ab durch nette Dörfer. Das Meer sieht man hin und wieder, weit weg. Schnurgerade in und aus der Stadt Requejada, die außer Industrie nicht viel zu bieten hat. Wir sehen immer wieder neue, leerstehende Reihenhäuser-Anlagen. Die wurden wohl in der Wirtschaftskrise fertiggestellt, für einen Durchschnitts-Spanier nun nicht mehr leistbar. Vorbei am Ort Camplengo, hinunter zum Touristenörtchen Santillana del Mar, unser heutiges Ziel. Ein gut erhaltenes, mittelalterliches Ortsbild, heute vollgestopft mit Touristen, naja es ist Samstag. Vor der Herberge warten zwei Pilger, Einlass erst um 16:00. Warten ist nicht unsere Stärke, es gibt noch einen Campingplatz der Pilger aufnimmt. Nix wie hin mit uns. Die zwei Belgier, Jean-Marie und Eduard, Caro aus der Schweiz und Pauline aus Venezuela treffen wir auch wieder, Freude. Wir wohnen zu zweit in einem Holzhäuschen mit Terrasse, echt lieb und gemütlich. Noch ein bissl entspannen, danach auf zur Entdeckungstour. Schönes Wochenende O + R

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"verbotene" Abkürzung nach Mogro
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Stiftskirche in Santillana del Mar

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Tag 11

Güemes - Boo de Piélagos 29,5km (286,8km) Gestern am Abend hat uns Ernesto noch etwas vom Camino und der Herberge erzählt, danach gab es Hausmannskost nach unserem Geschmack. Heute früh Verwöhnprogramm der freiwilligen Hospitaleros und Verabschiedung von Ernesto. Wieder einmal traumhaft schöne Wanderung entlang der Steilküste, dann über den Strand bis Soma. Die Füße waren einverstanden mit einmal kurz eintauchen, saukalt der Atlantik. Mit der Fähre nach Santander, bissi die Stadt angschaut, Kaffee konsumiert und geflüchtet. Ein langer Hatscher die Stadt hinaus. Wollten eigentlich zur Herberge in Bezana, die liegt aber außerhalb. Da die nächste Herberge diesmal nur 4km weiter war und unsere Füße noch fit waren, Ultreia. Jetzt wohnen wir in einem Apartment mit Pilgerpreis bei einer unglaublich lieben Hospitalera. Lümmeln grad mit Caro aus der Schweiz, im Liegestuhl auf der Terrasse und schauen den doofen italienischen Radfahrern zu, die pitschnass ihre Wäsche aufhängen. Bissi lästern darf man:-). Wir schicken euch ein paar Sonnenstrahlen O + R

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Steilküste Richtung Somo, zur Fähre nach Sandander
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Kathedrale in Sandander

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Tag 10

Santoña - Güemes 26,2km (257,3km) Der Beginn heute war total kitschig schön. Los ging es über das Massiv des Buciero mit Blick auf die Bucht und den Bergen. Ein schmaler, steiler, anstrengender Pfad aber total lohnenswert. Hinunter und am 2km langen, traumhaft schönen Sandstrand bis Noja. Weiter geht es ins Innenland durch nette Dörfer. Vor den Häusern extra Kästchen fürs Brot, die von einem mobilen Bäcker gefüllt werden. In San Miguel ein Umweg zur Kirche hinauf, die eh wie immer verschlossen war. Am Ende der Stadt eine gute Tankstelle für uns. Na gut, da verzeihen wir doch gnädig den Umweg. Heute übernachten wir in der Kultherberge (eher Pilgerherbergendorf) in Güemes, beim Pfarrer Ernesto. Darauf hab ich (Renate) mich schon zu Hause gefreut. Heute am Abend gemeinsames Abendessen, mal sehn was uns noch alles erwartet :-). Einstweilen hat der Wettergott ein einsehen mit uns, täglich Sonne, so könnte es bleiben. Bis morgen O + R

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vom Monte Buciero zur Bucht von Berria 
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2km langer Sandstrand...
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…nach Noja

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Tag 9

Islares - Santoña 28,3km (231,1km) Hallo zusammen! Erwähnenswert: Gestern am Abend hat ein Schnarchpilger freiwillig die Herberge verlassen. Er konnte am Campingplatz in einem Holzhäuschen übernachten. Zum Frühstücken ist er wieder zu uns gekommen. Sonst gab es keinen Schnarcher, herrliche Nacht. Es sollte laut Wanderführer weiter der Küste entlang gehen. Aber jemand muss sich gedacht haben, zwei so schöne Tage hintereinander sind kitschig und hat uns das Meer scheinbar umgeleitet. Na dann eben auf Asphalt bis Laredo, Pause gehalten, die Füße müssen ausrauchen. Anschließend führt die Strandpromenade "Playa de Salvé", rechts wunderschöner Strand und links schreckliche Touristen Hochburgen, bis zur Schiffsanlegestelle von El Puntal, wo uns die Fähre nach Santoña gebracht hat. Dort dürfen wir in der Jugendherberge übernachten. Pelegrins die noch nicht ausgelastet sind, können gratis den Fitnessraum benützen und sich dort den Rest geben. Wir laufen lieber im Garten hin und her und suchen ein halbwegs windstilles Platzerl. Verdammt windig auf dieser Halbinsel. Pilger mit denen wir bereits tagelang in den Herbergen schlafen trudeln ein. So ist es eben am Camino del Norte, man sieht sich immer wieder. Die Unterschlupf-Möglichkeiten sind da nicht so dicht gesät wie am Camino Francés. Tschüss O + R

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in Laredo zur Fähre
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mit der Fähre nach Santoña

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Tag 8

Pobeña - Islares 24,3km (202,8km) Gestern war es noch recht gemütlich mit Pilgern aus Belgien, Spanien, England, Deutschland und natürlich aus Österreich. In der Nacht hat es ordentlich geschüttet, in der Früh hat sich die Sonne durchgesetzt. Juhu, wir sind wieder beim Meer. Der Weg war heute leicht hügelig, zu Beginn wunderschön, in der Mitte sehr schön und das Ende traumhaft schön, immer entlang der Steilküste. Zwischendurch hat es einmal geschüttet, das war echt OK. Ab Ontón sind wir in Kantabrien. Castro Urdiales hat uns sonnig empfangen. Otto hat sich so gefreut, dass er ganz schnell mit einer Rolle rückwärts hinunter zum Hafen wollte. Der Feigling hat sich dafür ein weiches Gebüsch, jedoch mit vielen Dornen, ausgesucht :-). Noch a bissi den Hafen genossen, unsere Mägen zufrieden gestellt, eingekauft und Ultreia. Wir sitzen wieder einmal vor unserer kleinen Herberge mit Blick aufs Meer, ja so kann's weitergehn :-). Können euch leider nur Bilder schicken, das wohlige Gefühl müsst ihr euch dazu denken. Grüße von O + R

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wunderschöner Küstenweg, nach Ponbeña
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Castro Urdiales
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Richtung Islares

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Tag 7

Bilbao - Pobeña 26,4km (178,5km) Nach dem Frühstück die Kathedrale-Santiago besichtigt. Sie ist so eingeengt von den Häusern , dass sie gar nicht richtig zur Geltung kommt. Da hat uns die Kirche gestern, mit dem netten Glockenspiel, besser gefallen. Noch das Guggenheim-Museum von außen bewundert und fotografiert. Der berühmte Blumenhund war leider eingerüstet. Unterwegs haben wir einen Mann vom Pilgerverein getroffen, er ging ein Stück mit uns. Im Jänner und Februar lief er jeden Sonntag eine Etappe um die Markierungen zu erneuern, DANKE. Heute ging's nur eben dahin. Zuerst durchs Industriegebiet, entlang des Flusses Nervión bis zur Hängebrücke, sie ist das Wahrzeichen von Bilbao. Unter der Brücke ging's mit einer Gondel nach Portugalete. In die Stadt hinauf könnte man ein Förderband (wir geben nix zu :-)) benutzen, das neben dem Weg verläuft. Über den Autobahnen eine total breite Brücke nur für Fußgeher und Radfahrer. Diese wird dann ein breiter Rad bzw. Fussweg der fast bis zu unserer Herberge verläuft. Wo wir wieder einen Umweg nehmen mussten da der Strandweg vom Meer weggespült wurde. In der netten, kleinen Herberge sehen wir einige bekannte Gesichter und auch heute sind wir wieder completo. Liebe Grüße von O + R

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Bilbao, vor dem Guggenheim-Museum
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Hängebrücke/Schwebefähre von Bilbao nach Portugalete

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Tag 6

Gernika - Bilbao 32,8km (152,1km) Hoffe, die Mütter hatten einen schönen Muttertag. Ich hab 6 frischgepflückte Walderdbeeren und eine liebe Mail bekommen :-). Gestern hab ich etwas gaaanz Wichtiges vergessen zu schreiben. Otto hat einen neuen "Charakter" gefunden. Jetzt pfeift er auf mich. Ein Superschnarcher war im Zimmer aber dafür haben alle bis 7:00 das Bett gehütet und gemütlich gefrühstückt. In der Nacht hat es geschüttet, am Tag war gutes Wanderwetter, immer wieder genieselt für die schöne Haut. Durch die Stadt war eine herrliche Ruhe. Hinauf in den gatschigen Wald, über den Pass Gerekiz, hinunter zu Eskerika. Auch die noch so kleinen Dörfer besitzen eine riesige Kirche. Wir freuten uns über nur mehr 12km nach Lezama, da wollten wir heute übernachten. Am Weg sind zwei Herbergen angeschlagen. Die Vorstellung heute bis Bilbao zu gehen, hat uns gestern schon nicht gefallen. Naja, jemand wünscht uns Ultreia, denn alle zwei Herbergen waren geschlossen :-(. Weitergehen wenn man bereits die Erholung spürt ist hart aber nützt nix, wir müssen noch über den Monte Avril. Abwärts dann ein schöner Blick auf die Stadt und das Guggenheim-Museum. Bilbao ist von bis zu 1000m hohen Bergen eingezwängt. Eine Kirche empfängt uns mit einem netten Glockenspiel. Noch viele Stiegen hinunter sind zu bewältigen und plötzlich eine Reklame von einer Herberge ganz in der Nähe. Juhu, jetzt liegen wir alleine in einem 4Bettzimmer und sind ziemlich zufrieden mit dieser neuen Situation. Einkaufen konnten wir auch noch, obwohl Sonntag ist. Unsere Bäuche sind gefüllt mit Chorizo-Eieromelett und frischem Brot. Herz was willst du mehr :-). Einen schönen Sonntagabend wünschen O + R PS.: Anna und Christoph, im Haus Edelweiß haben wir auch geschlafen und wurden dort mit einem Marsch der Dorfkapelle empfangen. Naja, eigentlich für den Pfarrer gedacht. Einen schönen Weg weiterhin.

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Otto hat  seinen Pilgerstock (Charakter II) gefunden
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Tag 5

Markina-Xemein - Gernika 24,8km (119,3km) Da sind wir wieder :-). Uns geht es eigentlich gut, keine blauen Zehennägel oder Blasen bis jetzt. Nur die Füße sind noch überrascht vom Dauereinsatz. Der Camino im Baskenland ist schön, sauber und abwechslungsreich. Die Beschilderung bzw. Markierung sehr gut, zum Teil neu, das haben sie wahrscheinlich extra für uns gemacht. Die gestrige Gemeinheit vergessen wir einfach, da hat uns der Jakob letztendlich auch eine Hilfe geschickt. Die Leute sind freundlich und hilfsbereit. Auf den Weiden grasen Pferde, Eseln, Mulis, Schafe und Ziegen. Heute durch Wälder, Wiesen, nasse, rutschige Wegerl, schöne Aussichten, vorbei an kleinen Dörfern. Eigentlich wandern wie bei uns. Heute haben wir das erste mal mehrere Pilger getroffen, die zwei letzten Tage waren recht einsam. Die wollen alle, so wie wir nach Gernika, die einzige Übernachtungsmöglichkeit weit und breit. Das Meer haben wir gestern zu Mittag das letzte mal gesehen, irgendwann kommt es wieder. Beim Kloster Cenarruza Jause mit Schüttelkaffee wie von "Rosa Maria" gelernt. Wir sind in unserer Herberge von Franzosen umzingelt, wehe es schnarcht einer :-). So, müssen Stadt schaun und Futter besorgen, der Magen kracht schon. Tschüss O + R

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Kloster Cenarruza
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Tag 4

Zumaia - Markina-Xemein 35,4km (94,5km) Hallo zusammen, so viel Post, wir freuen uns riesig :-). Noch ein paar Tage, dann ist angeblich Schluss mit dem extremen Bergauf und Bergab. Wir wären da gar nicht traurig drüber. Heute nach dem Frühstück hinauf bis zu einem schönen Rastplatz mit Spielplatz. Dort bieten sich zwei Varianten an. Wir entschieden uns für den Küstenweg. Haha, der Jakob pflanzt uns wieder einmal. War nur ein kurzes Stück, wir wurden bald wieder zum anderen Weg zurückgeleitet. Zuerst Nebel reissen, später leichter Regen. Naja, der Camino del Norte ist sehr grün, der muss bewässert werden. Durch den Wald bis Itziar, hinunter zu Hafenstadt Deba. Wir sehen wieder das Meer und der Regen hat auch aufgehört. Steil abwärts kommen wir in die Straße "Mogel Kalea" (heißt wirklich so) und stehen vor einem Aufzug der uns in die Stadt bringt, juhu. Eine Rolltreppe aufwärts haben wir auch gesehen. Sachen gibt's. Wir konsumieren unsere Droge, Kaffee und Cola, düsen durch die Stadt, auf der anderen Seite wieder hinauf. Wo bitte sehr ist da der Aufzug? Oben angelangt sind plötzlich einige gelben Pfeile schwarz besprüht. Ein dicker gelber Pfeil zeigt steil aufwärts in den Wald. Wir folgen der Anweisung, treffen einen Einheimischen, totales Glück bei dem heute sehr einsamen Weg. Er teilte uns mit, der Weg ist falsch, also zurück mit uns. Jemand mag scheinbar die Pilger nicht, alle weiteren Pfeile waren auch übersprüht. Bei einer Kreuzung waren die Pfeile in alle Richtungen und zur großen Verwirrung, ebenfalls übersprüht. Ha, wir haben trotzdem zur Kalvarienberg-Kapelle gefunden. Ab da war wieder alles in Ordnung bis auf das Stundenlange hinauf latschen. Das war heute echt zermürbend unsere Füße wollten nicht mehr. Noch ein unvorstellbarer Abgang und eine sehr nette Pilgerherberge gefunden. Schnell uns und die Wäsche gesäubert und in der dazugehörigen Bar gut gegessen. Ab in die Falle, wir sind hundemüde. Gute Nacht O + R 20140509-230941.jpg 20140509-231012.jpg

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Tag 3

San Sebastian - Zumaia 31,4km (59,1km) Aupa (baskisches Hola)! Zuerst ein Danke für die guten Wünsche. Haben gestern nix mehr über San Sebastian berichtet, einfach zu müde. Hat schon was, vom Berg runter, hat man gleich eine der zwei wunderschönen Buchten vor Augen. Angeblich ist es die schönste Stadt von Europa, das ist natürlich Geschmacksache. Auf jeden Fall ist sie sehr belebt, hat genug Touristen und die Menschen sind ziemlich sportbegeistert. Die rennen den Berg und die Stiegen hinauf, hinunter, wie die Gämsen. Heute früh bereits Sonnenschein. Wir waren zum Glück topfit, denn es ging wieder einmal die Stiegen aufwärts. Wir hirschten hinauf wie die Einheimischen. Naja, vielleicht a bissi gelogen :-). Weiter dann entlang der Küste mit sehr schönen Häusern, später ein schöner Weg durch den Wald, die Küste sieht man nur hin und wieder. Hinunter zum Fischerstädtchen Orio und endlich gefrühstückt. Weiter ging's, vorbei an Weingärten, nach Zarautz. Auf dem Fußweg neben dem Meer bis zum Hafenort Gertaria. Steil hinauf und dabei blieb es auch, zum Dorf Askizu bis zu unserem Ziel Zumaia. Den Hafen entlang, wir übersahen unsere Herberge, gehen noch einen Kilometer weiter hinauf, zur nächsten Herberge. Uns haut es fast um, so ein unglaublich schöner Ausblick. Wir schnappen uns ein Bett, schmeißen uns auf Liegestühle in der Wiese und genießen. Tschüss bis morgen O + R 20140508-212006.jpg

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von der Herberge in Zumaia

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Tag 2

Jaizubia - San Sebastián 24,7km (27,7km) Bei den gestrigen 3km gibt es nix zu berichten, war nur eine Übung mit Nylon-Sackerl statt Rucksack 🙂 UUUND UNSERE RUCKSÄCKE SIND AUFGETAUCHT. Große Erleichterung. Zwar erst um 11Uhr aber Hauptsache sie sind wieder bei uns :-). Sind um 11:30 gleich einmal bergauf Richtung Jaizkibel (hihi wie das klingt), das ist ein Berg, losmarschiert. Es gibt zwei Varianten: 1. für "alpinistars" 2. für "normale" Pilger Normal sind wir ja nicht also haben wir 1. gewählt. Absolut selber Schuld, war das steil. Oben angekommen wurden wir mit einem wunderschönen Ausblick auf das Meer auf der einen Seite, auf der anderen Seite mit den Bergen belohnt. An und absteigend auf den Bergrücken, vorbei an 5 Wehrtürmen aus dem 19.Jahrhundert, immer der Küste entlang. Zwischendurch die wohlverdiente Pausenjause und dann die Stufen hinab zum Fischerstädtchen Paseia. Von dort ca. 100m mit der Fähre zum anderen Stadtteil. Nach der nötigen Droge, Kaffe und Cola ging's gefühlte 1000 Stufen wieder hinauf. Schöner aber anstrengender Wanderweg durch den Wald wieder der Küste entlang, bis San Sebastian. An der Strandpromenade entlang gewandert, zwischendurch gemütlich zu Abend gegessen und dann lässig um 20Uhr in der Herberge einmarschiert und leider "completo", das erste mal in Spanien :-(. Schlafen heute in einem sauteueren Hotel ohne Frühstück aber das war uns egal, wir sind nämlich ganz schön erledigt. Bis morgen O + R

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Richtung San Sebastian
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San Sebastian, La Concha Beach

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Camino del Norte Tag 1

Wien - Barcelona - Irun (Flug) Irun - Jaizubia (Hondarribia) 3km Hola! Wieder einmal sind wir im Baskenland. WIR sind gut angekommen, UNSERE Rucksäcke leider nicht :-(. Die sind angeblich in Barcelona geblieben und kommen hoffentlich morgen früh. Zum Glück haben wir von zu Hause bereits in einer touristischen Herberge gebucht, so haben wir wenigstens frische Bettwäsche und Handtücher. Drückt uns die Daumen, dass alles gut geht. In unserer schönen Herberge, Capitan Tximista, sind wir die einzigen Gäste. Buenas noches O + R

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Jaizubia, unsere Rucksäcke sind noch in Barcelona 🙁
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Verabschiedung von unserer Tochter

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Morgen ist es soweit

Hallo zusammen! Der Pilger-Virus hat uns erwischt. Morgen um 15Uhr fliegen wir nach Irun und starten den Camino del Norte (spanischer Küstenweg im Norden). Die Rucksäcke stehen bereit und die Vorfreude macht uns ganz wuselig. Im Vorjahr war schon klar, wir wollen noch einmal nach Muxia. Wollten ja zur lieben, kleinen Kirche am Meer und den Weg ausklingen lassen. Alles nicht gegangen wegen der schrecklichen Fiesta. Naja und in diesem Jahr sehen wir die Kirche auch nicht, da vor Weihnachten der Blitz eingeschlagen hat und sie leider abgebrannt ist :-(. Aber Fiesta gibt's angeblich keine, hoffentlich. Der Küstenweg soll ja sehr schön sein, wir werden berichten. Hoffentlich kann uns der Wettergott in diesem Jahr leiden, das wünschen wir uns. Unsere neuen Glücksbringer, gesponsert von unserer Tochter. Ultreia sagen O+R 20140505-225209.jpg 20140505-225223.jpg

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Wir gehen wieder

Ab 06.05.2014 sind wir wieder unterwegs!!!

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